Alte Dielen neu befestigen
Alte Dielenfußböden neigen zu Geräuschen. Die verdeckt in den Fugen eingeschlagenen Nägel haben sich gelockert und das Holz ist geschrumpft. Die Bretter können sich in der Nut - und Federverbindung aneinander reiben. Diese Geräuschkulisse beruhigt sich, wenn es gelingt, die Bewegungen und damit die Reibung in den Verbindungen zu verhindern. Die erfolgreichste Methode ist, die Dielen von oben sichtbar auf allen Lagerhölzern zu verschrauben, sofern man diese unter dem Dielenboden lokalisieren kann. Dazu dürfen die sichtbaren Schraubenköpfe in der Bodenfläche nicht stören. Entweder man lässt sie bewusst sichtbar und dreht die Schrauben (mindestens 5,0 x 70) sehr korrekt in gleichmäßigen Abständen sowie in einer perfekten Reihe ausgerichtet ein oder sie verschwinden einfach unter der Auslegeware.
Bohrungen
Tiefe begrenzen, für den Schraubenkopf aufreiben.
Roter Klebefilm
Der rote Klebefilm bestimmt die Linie der Schraubenreihe
Schraubenlöcher vorbohren
Wenn Sie Spanplattenschrauben verwenden, deren Gewinde bis unter den Kopf reicht, muss das Schraubloch mindestens im Gewindedurchmesser in den Dielen
vorgebohrt werden. Nur dann ist sicher, dass die Schraube das Brett fest auf das Lagerholz zieht. Sonst hängt die Diele mit etwas Abstand zum Lager
auf dem Gewinde. Im Lauf der Zeit können an dieser Stelle wieder Geräusche auftreten, weil sich das Brett wieder bewegen kann.
Außerdem sollten Sie die Schraublöcher für Schrauben über 4 mm Durchmesser für den Senkkopf aufreiben, damit der entweder genau eben mit der Oberfläche
oder auch etwas vertieft liegt. Sonst wird sich der Kopf in kurzer Zeit auf dem Belag abzeichnen. Wo sich keine Schrauben in die Lagerhölzer drehen
lassen, kann man wenigstens versuchen, den Spielraum in der Nut - und Federverbindung zu fixieren. Dazu lassen sich kurze, mehr als 6 mm dicke Schrauben
in kurzen Abständen in die Fugen eindrehen. Nicht vorbohren, aber die Stelle für den Schraubenkopf etwas aufreiben. Das Schraubengewinde kann zumindest
verhindern, dass sich die Bretter gegeneinander bewegen und dabei knarren.
Voll ins Holz einschneiden
Das Gewinde soll sich voll ins Holz einschneiden
Vertiefung aufreiben
Nur für den Kopf eine Vertiefung aufreiben.
Wachs in die Fugen fließen lassen
Völlig unsichtbar bleibt Kerzenwachs in den Fugen, das quasi als Schmiermittel das Knarren verhindern kann.
Gesammelte Kerzenreste werden wiederverwendet und dann, in kleinen Mengen geschmolzen, in die Fugen gefüllt. Ein Stück dünnes Kupfer oder Messingblech
wird dazu v-förmig gebogen, um das Wachs in die Fugen zu leiten. Mit einem Gaslöter, der auf Heißluftstrom eingestellt ist, gelingt das ohne
Wachsspritzer.
Der starke Luftstrom aus dem Heißluftgebläse oder gar eine offene Flamme sind weniger geeignet.
Anschließend wird das in den Fugen erstarrte Kerzenwachs mit dem Heißluftgebläse wieder so weit verflüssigt, dass es in die Zwischenräume der Nut - und
Federverbindung fließen kann. Damit lassen sich zwar nicht die Bewegungen, aber wenigstens die „Begleitmusik" weitgehend unterbinden.
Flüssiges Kerzenwachs
Flüssiges Kerzenwachs tropft in die Fugen
Heißluft
Von Heißluft unterstützt kann das Wachs tief hineinfließen
Arbeitsmaterial
• Bohrschrauber • Schrauben • Gaslöter • Heißluftgebläse • SchmelzblechWeiterführende Seiten zum Thema Fussboden
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