Holzoberflächen profesionell Lackieren
Nachdem Sie alle erforderlichen Untergrundvorbehandlungen abgeschlossen haben, erfolgt der weitere Lackieraufbau mit Zwischen und Schlussanstrich. Zwischenanstriche oder auch Voranstriche werden alle Beschichtungen zwischen Grundierung und Schlussanstrich genannt. Sie dienen durch die erhöhte Schichtdicke dem Schutz des Untergrunds, sollen farbgebend decken und den Untergrund porentief glätten. Meistens wird dafür ein Vorlack auf der Basis des Decklacks verwendet (alle Anstrichschichten enthalten das gleiche Bindemittel).
Schritt 1
Sie unterteilen ganze Flächen gedanklich in mehrere Rechtecke. Mit senkrechten Pinselstrichen lackieren Sie die erste Fläche und erzielen
damit lange und schmale Streifen.
Schritt 2
Danach verteilen Sie auf der gleichen Fläche ebensolche Streifen in waagerechter Ausführung.
Schritt 3
Nun gehen Sie noch einmal mit leichtem Druck in senkrechten Pinselschwüngen über
die Fläche, um die Pinselspuren zu verwischen.
Dieser Vorgang wird Kreuzgang genannt
Diesen Vorgang, der Kreuzgang genannt wird, sollten Sie schnell und zügig von Fläche zu Fläche wiederholen, bis das ganze Werkstück lackiert ist. Wenn das Objekt beim Streichen liegt, hat das den Vorteil, dass es keine Läufer und Tränen gibt. Allerdings müssen Sie, da Sie das Werkstück umdrehen müssen, mit einer längeren Arbeitszeit rechnen. Die erste Seite muss nämlich, bevor sie umgedreht werden kann, ca. 6 Stunden trocknen. Nachdem die Vorlackierung vollständig durchgetrocknet ist (mindestens 10 Stunden), schleifen Sie mit 150er Schleifpapier nach. Ein weiterer Zwischenanstrich erhöht die Schichtstärke und damit die Deckfähigkeit und die Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse.Für eine glatte Oberfläche ist neben dem Trockenschliff auch der Nassschliff zu empfehlen
Hauptlackierung
Nach dem Abstauben können Sie mit dem Hauptlackieren beginnen. Dieses erfolgt wie beim Vorlackieren im Kreuzgang. Eine besonders schöne Lackierung gelingt Ihnen mit guten Pinseln. Verwenden Sie Ringpinsel mit Chinaborsten in den Größen 16 bis 20. Nach Gebrauch werden diese mit dem jeweiligen Lacklösemittel gesäubert, eventuell entstandene Lackreste können auch mit Pinselreiniger entfernt werden. Nur Acryllack verlangt die Verwendung von künstlichen Borsten, die dann ausschließlich mit Wasser ausgewaschen werden dürfen. Versuchen Sie jede Staubentwicklung zu vermeiden, da sich größere Staubpartikel auf der lackierten Oberfläche ablagern und später sichtbar werden.
Abstauben
Achten Sie darauf, dass kein Schleifstaub von Ihren Kleidern auf die Oberfläche fällt. Vor allem bei Möbelstücken, bei denen die Lackierung hauptsächlich
ästhetischen Zwecken dient, sollten Sie auf eine besonders erstklassige Oberfläche durch Staubfreiheit achten. Ein Staubbindetuch, das mit Harzen getränkt
ist, nimmt auch die letzten Staubkörner auf.
Drei Arbeitsgänge bei rohem Holz
Bei rohem Holz müssen Sie mit drei Arbeitsgängen rechnen: Grundierung, Zwischenanstrich (Vorlack) und Deckanstrich (Decklack). Für Fensterlackierungen
gibt es Ventilationsgründe, die das Entweichen von Wasserdampf ermöglichen. Oft sind diese thixotrop eingestellt. Für Wände, die nikotinvergilbt sind,
werden Mattlacke, also Wandfarben auf Alkydharzbasis, angeboten.
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