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Der perfekte Untergrund für die Lackierung

 

Noch wichtiger als die geeignete Farbe isf der Untergrund, auf dem Sie lackieren wollen. Nur eine gründliche Vorarbeit garantiert ein gutes Endergebnis. Deutliche Gebrauchsspuren wie Dellen und Kerben werden zuerst mit einem Lackspachtel gefüllt und glatt abgezogen. Hier ist es wichtig, im Lösemittelsystem zu bleiben. Für Acrylanstriche nimmt man Acrylspachtel für Kunstharzlackanstriche sogenannte Ölspachtel. Welcher Lack einst gestrichen wurde, testen Sie mit einem Pinsel, den Sie zuvor in Universalverdünnung tauchen. Reiben Sie ihn fest auf der Lackoberfläche. Acryllack wird sich anlösen lassen, Kunstharzlack dem Versuch widerstehen. Alte Lackanstriche müssen, um tragfähig für den neuen Anstrich zu sein, angeraut werden. Hier heißt die Regel dreimal Schleifen: mit 80er-, 100er- und 120er Schleifkörnung. Bei gewölbten Oberflächen sollte man weder Maschine noch Schleifklotz verwenden, hier haben sich sogenannte Schleifschwämme als besonders praktisch erwiesen, da sie sich der Oberfläche weitgehend anpassen. Es gibt sie mit zwei verschiedenen Körnungen auf einem Schwamm. Wer den Einsatz von Chemie nicht scheut, kann auch spezielle Anlauger verwenden, der die Oberfläche anlöst und so anraut. Schleifstaub ist ein Feind der guten Lackfläche. Er muss vorm Streichen gründlich entfernt werden. Das geht mit einem fusselfreien, feuchten Tuch und etwas Trockenzeit für die Fläche. Moderne Staubbindetücher sind nicht zu empfehlen. Sie könnenWachs hinterlassen, auf dem der Lack nicht haftet. Maler nehmen auch Leinölkitt (Fensterkitt), an dem der Staub haften bleibt, der dann einfach eingeknetet wird. Vorm endgültigen Lackieren empfiehlt sich als sichere Haftbrücke und zugleich gleichmäßige Aufhellung des Untergrunds ein Vorstreichlack.
Lack Untergrund
 
Lack Untergrund Sauber und rau

Sauber und rau sollte die Oberfläche vorm lackieren sein. Also erst schleifen und vom Schleifstaub befreien, dann lackieren.
Profi Tipp

Es ist heute qualitativ fast gleich, ob man mit herkömmlichen Alkydharzlacken oder mit Acryllacken arbeitet. Obwohl ein Alkydharzlack noch kleine Vorteile bei der Verarbeitung hat, ist im Wohnbereich von der Qualität her kein Unterschied mehr zu erkennen. Einen Unterschied gibt es aber nach wie vor zwischen Markenlacken und sogenannten Handelsmarken. Hier können sich die Rezepturen gewaltig unterscheiden. Oft enthalten die günstigeren Handelsmarken-Lacke geringere Mengen hochwertiger Inhaltsstoffe, zum Beispiel Pigmente und Bindemittel. Als Ersatz werden in den meisten Fällen günstigere Füllstoffe verwendet. Die Folgen sind zum Beispiel eine geringere Deckkraft und die Notwendigkeit eines zweiten Anstrichs.
Lack Untergrund Zwischengang:

Für eine leuchtende Lackierung und perfekte Haftung sorgt ein Anstrich mit Vorstreichlack zwischen Schleifen und Lackieren.
 


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