Vorarbeiten für das Lackieren an lackierten und unbehandelten Holzbauteilen
Sind die Anstriche auf einem Möbelstück oder einer Tür bereits zerstört, blättert beispielsweise der Lack ab und sind mehrere darunter liegende Lackschichten erkennbar, so muss der Anstrich komplett entfernt werden. Tragen Sie zu diesem Zweck ein lösemittelhaltiges Abbeizmittel satt auf die erste Anstrichschicht auf und schieben Sie nach etwa 30 bis 60 Minuten, wenn der Lackfilm sich kräuselt, diese Schicht vollständig mit einem Stahlspachtel ab.
Gründlich reinigen
Nach Entfernung aller Lackreste waschen Sie die Flächen gründlich mit Wasser (oder je nach Angabe mit Lösemittel) ab, um sie von
den Resten des Abbeizmittels zu befreien. Alle auf diese Weise behandelten Flächen sind nach vollständiger Trocknung beim Anstrich
wie rohes Holz zu behandeln
Elektrischer Heißluftfön
Auch mit einem elektrischen Heißluftfön, der für diese Zwecke Temperaturen bis zu 600 Grad erzeugt, können Sie alte Farbschichten
entfernen. Sie weichen durch die große Hitze die alte Farbe auf, die sich dann vom Untergrund hebt.
Mit Stahlspachtel Farbe abschieben
Anschließend schieben Sie die abgelöste Farbe Stück für Stück mit dem Stahlspachtel ab. Wenn Sie alle Schichten entfernt
haben, dann können Sie die letzten hart gewordenen Reste abschleifen.
Gründlich Schleifen
Schleifen ist auch bei einem noch gut erhaltenen Anstrich erforderlich. So werden Verunreinigungen, Körner und sonstige Unebenheiten entfernt,
der Untergrund wird aufgeraut und eben, sodass eine gut haftende und gleichmäßig verlaufende Beschichtung erfolgen kann.
Schwingschleifer
Am einfachsten arbeiten Sie hier mit einem Schwingschleifer (auch Rutscher genannt). Achten Sie darauf, dass die Maschine über
einen Staubsack zur Absaugung des Staubs verfügt.
Schleifklotz
Wenn Sie mit der Hand schleifen wollen, legen Sie ein Schleifpapier um einen Schleifklotz und führen Sie diesen mit
gleichmäßigem Druck über die zu schleifende Fläche.
Trockenschleifpapier
Diese Schleifarbeiten werden mit Trockenschleifpapier ausgeführt. Dieses ist in verschiedenen Härten und Korngrößen erhältlich. Die
härtesten Papiere sind mit Aluminiumoxid (Korundpapier) und Siliziumkarbid beschichtet. Die Korngröße variiert von 16 bis 1.200.
Es gilt: je größer die Zahl, umso feiner die Körnung. Für den ersten Schliff, den Grobschliff, können Sie die Körnung 80 verwenden,
nachfolgende Schliffe werden immer feiner ausgeführt (120 oder 240).
Bei Bedarf muß gespachtelt werden
Auf die glatt geschliffene, abgestaubte Fläche wird mit einem biegsamen Japanspachtel die Spachtelmasse aufgetragen. Sie nehmen mit dem Spachtel einen
haselnussgroßen Klecks Spachtelmasse aus der Dose und setzen den Spachtel im spitzen Winkel auf die zu spachtelnde Fläche und ziehen diesen gleichmäßig
darüber. So werden Unebenheiten, Vertiefungen, Risse und Kratzer Streifen neben Streifen zugespachtelt. Je nachdem, welchen Anspruch Sie an Glätte und
Aussehen stellen, können Sie diesen Vorgang mehrmals wiederholen.
Spachtelmassen können Sie nach dem Bindemittel des Lacks auswählen. Nach der vom Hersteller angegebenen Trockenzeit wird mit einem 120er-Schleifpapier
die gespachtelte Fläche glatt geschliffen und der Schleifstaub entfernt. Nun ist ein gleichmäßiger und sauberer Untergrund für das Lackieren gegeben.
Grundierung
Rohes, ungestrichenes Holz im Innenbereich wird immer mit einer Grundierung versehen. Die Grundierung erfolgt am besten mit ca. zu 10 Prozent
verdünntem Lack oder einer fertigen Grundierung. Achten Sie auf die gleiche Bindemittelbasis von Grundierung und Lack. Nach dem Trocknen schleifen
Sie das grundierte Holz mit einem 120er Schleifpapier.
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