Mauerfugen professionell nachbessern
Manchmal hält nur noch Fassadenfarbe den Mörtel in der Mauerfuge. Dann wird es höchste Zeit für eine dauerhafte Fugenfüllung. Mürbe Mörtelfugen im Verblend- oder Sichtmauerwerk sind zwar Ärgerlich, aber nicht ungewöhnlich. Die Ursache ist Pfusch, sogenannte Sandnester durch ungenügendes Mischen des Fugenmörtels per Hand, der sich meistens leider erst lange nach Ablauf der Gewährleistungsfrist bemerkbar macht. Unter einer guten Fassadenbeschichtung fallen diese Stellen zudem auch noch kaum auf. Häufig wird man erst aufmerksam, wenn der Mörtel durch gefrierendes Wasser bereits zerstört ist. Solange der Schaden eng begrenzt ist, kann man ihn mit neuem Fugenmörtel schnell beheben. Dafür ist zunächst der mürbe Mörtel möglichst tief und soweit erkennbar auszukratzen. Alte Stecheisen oder Schraubendreher, in die schmalen Fugen passen, sind dafür gut geeignet. Aber möglichst nicht die Verblend- oder Vormauerschale nach innen durchstoßen, sonst können frischer Mörtel oder Wasser in die dahinter liegende Luft- oder Dämmschicht gelangen. Bevor der neue Mörtel in die Fuge kommt, muß sie naß sein, damit die Mischung nicht “ Verbrennt “, das heißt zu schnell abbindet, weil die trockenen Mauersteine zuviel Wasser aufsaugen. Auch das kann eine mögliche Ursache für späte Schäden sein. Den fertig gemischten Trockenmörtel nur mit wenig Wasser zu einer steifen, aber nicht trockenen Mischung nach Gebrauchsanleitung auf der Verpackung verarbeiten. Ist der Mörtel zu schlank, fließt er leicht wieder aus der Fuge. Zuerst die senkrechten Stoßfugen und gleich daran anschließend die waagerechten Lagerfugen füllen. Mit der schmalen Fugenkelle soviel Mörtel wie möglich in den Hintergrund drücken und an der Frontfläche kräftig festbügeln. Der Fugenmörtel muß guten Kontakt zu den Steinflächen bekommen. Für den vorderen Zentimeter der Fuge läßt sich dann eine etwas trockenere Mischung besser verarbeiten und an die vorhandene Form und Struktur anpassen. Bei v ollfugig gemauertem Sichtmauerwerk mit einem Schlauchstück die Oberfläche als meist schwache Hohlkehle mit rauher Oberfläche ausführen und bei Verblendsteinen mit glatt gebügelter Oberfläche schräg nach vorn zur Oberkante der Verblendsteine auslaufend. Mörtelreste sollten Sie, solange sie noch frisch sind, mit einem Handfeger von den Steinen entfernen. Sind sie erst einmal angetrocknet, lassen sie sich nur umständlich abkratzen
(alter Schraubendreher oder altes Stecheisen),
Handfeger/Bürste und Wasserschlauch.
Sichtbare Schäden
Sichtbar ist oft nur der Anfang des Übels. Meistens geben auch die benachbarten Fugen
schon den Druck einer Klinge nach.
Mörtel lösen
Den alten Mörtel nicht ganz so tief, wie die Mauerschale dick ist, lösen und auskratzen.
Reste ausspülen
Mit dem Wasserstrahl werden die letzten Reste ausgespült und die Mauersteine eingenäßt.
Hilfsschalung
Eine Hilfsschalung an der Mauerkante verhindert, daß Mörtel aus den Stoßfugen fällt.
Mischung einbringen
Die Mischung am besten mit der Fugenkelle von der Maurerkelle in die Öffnung schieben.
Oberfläche angleichen
Mit Kies, Handfeger, Schlauchstück und Fugenkelle läßt sich die Oberfläche angleichen.
Auftragen neuer Farbe
Ein kleiner Farbroller erleichtert das Auftragen neuer Farbe über den erneuerten Fugen.
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