Wandfarben Qualität und Eigenschaften
Die Idee, mal wieder neue Farbe in die eigenen vier Wände zu bringen, kommt bisweilen spontan, dennoch sollten Sie sich für die Auswahl des Farbmaterials Zeit nehmen, damit es später nicht Streich-Frust statt Farb-Lust gibt. Klar ist: Die Farbe soll gut decken, damit möglichst nur ein Arbeitsgang nötig ist, ergiebig sein, also für möglichst viele Quadratmeter reichen, und sich als strapazierfähig, das heißt als unempfindlich gegen „Gebrauchsspuren" erweisen. Das klingt einfach, doch im Baumarkt oder Fachgeschäft ist die Auswahl, groß.
DISPERSIONSFARBE
Die am häufigsten verwendete Art der Wandinnenfarbe ist (weiße) Dispersionsfarbe. Sie eignet sich für Neu- und für Renovierungsanstriche auf
verschiedenen Untergründen (zum Beispiel auf Raufaser - und Prägetapeten, Gipskarton - und Zementfaserplatten, Putz und Beton) und besteht aus: -
einer wässrigen Dispersion (Bindemittel) - Füllstoffen und Pigmenten, die Deckvermögen und Fülle (Schichtdicke) sowie den Farbton bestimmen
- Hilfsstoffen (Additiven), die Verlauf, Konsistenz und andere Eigenschaften der Farbe beeinflussen.
Qualitätsunterschiede
Qualitätsunterschiede
kommen zustande, weil sich die Rezeptur der Farben unterscheidet. Die einzelnen Inhaltsstoffe sind von unterschiedlicher Güte und in verschiedenen
Mischverhältnissen kombiniert. Hochwertige Farben haben einen hohen Anteil an Bindemitteln und Pigmenten. Farben von minderer Qualität mangelt es
daran, sie enthalten mehr Füllstoffe. Pigmente sorgen jedoch für Deckkraft und Weißgrad beziehungsweise den richtigen Farbton. Bindemittel bewirken,
dass sich die Pigmente zu einem zähen, gleichmäßigen Film verbinden, der gut haftet. Im Regelfall ist es besser, eine hochdeckende - und damit
qualitativ hochwertige - Farbe zu verwenden. Doch wie ist gutes Deckvermögen zu erkennen? Die Kennzeichnung gemäß DIN EN 13 300 auf dem Gebinde macht
die Produkte - auch mit Angaben zu Strapazierfähigkeit und Glanzgrad - vergleichbar.
SPEZIELLE ANFORDERUNGEN
Zur Angebotspalette der Farbhersteller gehören Dispersionsfarben mit besonderen Eigenschaften. So enthält die sogenannte feste Farbe spezielle
Verdickungsmittel, die ein saubereres und spritzärmeres Streichen ermöglichen sollen. Besonders strapazierfähig ist Latexfarbe. Sie ist problemlos feucht
abwischbar und in Bad oder Küche sinnvoll, aber auch für andere stark beanspruchte Wohnbereiche geeignet. Allerdings sind moderne Latexfarben nicht so
dampfdurchlässig wie gewöhnliche Dispersionsfarben. Nehmen Sie deshalb in einem ansonsten mit Latexfarbe gestrichenen Badezimmer für die Decke herkömmliche
Dispersionsfarbe, um Schimmelbildung zu vermeiden. Apropos: Die Inhaltsstoffe spezieller Feuchtraumfarben wirken in Küche oder Bad vorbeugend gegen
Schimmel oder Pilzbefall und eignen sich auch als Sanierungsanstriche. Produkte mit Nikotinsperre helfen bei stark rauchvergilbten Wänden. Andere
Farbentwicklungen zielen hauptsächlich auf eine Verbesserung der Gesundheitsverträglichkeit ab, sie sind frei von Konservierungsstoffen, Lösemitteln oder
Weichmachern und auch für Allergiker geeignet. Eine interessante Entwicklung sind Farben, die aktiv Schadstoffe in der Raumluft abbauen und luftreinigend
wirken. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Wellness-Farben.
Achtung: Nicht alle Spezialprodukte sind abtönbar!
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