Bordüren mithilfe von Schablonen aufbringen
Eine andere Methode des Schablonierens ist das Aufbringen einer Bordüre. Hierbei handelt es sich um eine Schablone, die als Teilelement der Raumgestaltung dient. Sie dient als Sockelabschluss oder zum optischen Herunterziehen hoher Decken. Es gibt einschlägige Schablonen, die aus einem einfachen Ornament bestehen. Sie werden immer wieder an die bereits gestrichene Strecke angelegt und in einer Farbe gestrichen. Bei mehrschlägigen Schablonen ist das Motiv etwas komplizierter. Mehrschlägig heißt, dass mehrere „Schläge" mit Schablonen ausgeführt werden. Dabei ist für jede Farbe eine extra Schablone vorgesehen. Die Schablonen werden nacheinander auf der gleichen Stelle übereinander gelegt und mit unterschiedlichen Farben überstrichen.
Die Vorbereitung
Der Untergrund (glatter Putz oder feine Raufasertapete) wird deckend mit einer beliebigen Wandfarbe gestrichen. Nach der Trocknung wird in der gewünschten
Höhe eine Linie markiert. An dieser Linie können Sie die Bordüre anlegen. Wichtig ist es, dass die Linien im ganzen Raum exakt in gleicher Höhe
aufeinandertreffen. In diesem Beispiel handelt es sich um eine fertig gekaufte Schablone, die aus einer Folie mit selbstklebender Rückseite besteht und
deren Muster bereits ausgeschnitten ist.
Tipp
Schablonen können Sie mithilfe von Klarsichtfolie, wasserfestem Stift und einem Schneidemesser auch selber herstellen. Wählen Sie sich ein Motiv aus
einem Ornamentebuch aus, übertragen Sie es auf die Folie und schneiden Sie es dann sorgfältig aus.
Schablonenmuster anlegen
Legen Sie das Schablonenmuster an der Linie an und drücken Sie es mit der Klebeseite fest an die Wand.
Mit Tesakrepp befestigen
Zur besseren Haftung wird die Schablone horizontal mit einem Streifen glatten Tesakrepps befestigt. Ein weiteres Band wird einen halben Zentimeter
abgesetzt geklebt, sodass ein Zwischenraum auf der Wand entsteht. Dieser wird später mit ausgemalt und stellt dann die gewünschte obere bzw. untere
Linierung dar. Die Breite der Linien können Sie nach Belieben selber bestimmen.
Die Technik
Bestreichen Sie mit einem weichen Ringpinsel in z.B. einem Braun die Oberfläche der Schablone. Durch die Schablonenöffnungen wird so das Muster auf die
Wand gemalt. Streichen Sie in kreisenden Bewegungen, damit die Pinselborsten nicht unter die Schablone gelangen. Schneller können Sie mit einer
Lackierwalze arbeiten, die Sie in die Farbe tauchen und auf der Abstreiffläche einer Lackwanne von überschüssiger Farbe befreien. Die Oberflächenstruktur
wird so allerdings recht grob. Besonders für größere und sehr filigrane Muster eignet sich ein Stupfpinsel. Er ist extra für diesen Zweck geschaffen und
hat kurze Borsten, die sich nicht so leicht verbiegen lassen. Stupfen Sie mit schnellen Bewegungen so auf die Schablone, dass die Borsten senkrecht zur
Fläche stehen. Dadurch haben Sie die Gewähr, dass die Borsten nicht durch die Ränder an die Wand geraten. Durch das Stupfen können Sie zudem
Farbschattierungen in Ihrer Bordüre erzielen.
Folie entfernen
Nachdem die Farbe ca. 3 bis 4 Stunden getrocknet ist, entfernen Sie vorsichtig die Folie.
Unregelmäßigkeiten ausbessern
Sollte ein wenig Farbe an den Rändern verlaufen sein, bessern Sie diese mit einem kleinen Pinsel
im Ton der Wandfarbe aus. Je höher der Fries an der Wand verläuft, desto weniger sehen Sie solche
Unregelmäßigkeiten später.
Tipp
Wenn Sie Tesakrepp auf der Wand benutzen, probieren Sie dies vorher an einer unauffälligen Stelle des Zimmers aus. Vor allem bei alten Anstrichen bleibt
beim Abziehen des Bands oft alte Farbe hängen. In diesem Fall können Sie das Linieren nur noch mit einem eigens dafür angefertigten Linierlineal
ausführen.
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