Wandgestaltung mit der Schablonentechnik
Schablonen sind schon in früheren Zeiten ein beliebtes Hilfsmittel der Maler gewesen, um Wände attraktiver zu gestalten. Schablonen können als individuelle Gestaltung in beinahe jeder beliebigen Form angefertigt werden, sei es als abstrakte Form oder als geometrisches Muster. Als Untergrund für diese Technik eignen sich glattgespachtelte Wände sowie Raufasertapeten, die gestrichen oder schwammgetupft sein können. Das Schablonenpapier darf nicht zu dünn sein, weil sonst die Gefahr besteht, dass es durch die Benetzung mit Wasser einreißt. Am besten nehmen Sie festere Pappe, die Sie wasserfest imprägnieren. In Künstlerbedarfsgeschäften können Sie auch spezielle ölgetränkte Schablonenpapiere (Manilapapier) kaufen. Ebenfalls geeignet ist wasserfestes Nassschleifpapier.
Vorher einige Versuche ausführen
Führen Sie vor der Übertragung auf die Wand unbedingt einige Versuche mit der Schablone in der gewählten Farbe aus, um zu prüfen, wie der Farbton
auftrocknet. Die Farbmenge richtet sich immer nach der Dichte des schablonierten Musters. Eine genaue Maßangabe ist hier nicht möglich, Sie sehen jedoch
beim Ausprobieren, wie viel Farbe Sie auftragen müssen.
Wand Streichen
Streichen Sie die Wand in der von Ihnen gewählten Farbe. Bevor Sie mit dem Schablonieren beginnen können, müssen Sie zwischen
6 und 8 Stunden warten, damit die Farbe vollständig getrocknet ist. Aus der vorbereiteten Pappe reißen Sie sich eine Schablone.
Farbe an der angelegten Schablone entlang streichen
Mit einem Pinsel wird die hellere Farbe über die Kante der auf die Wand angelegten Schablone entlang gestrichen. Die Borsten des Pinsels dürfen nicht
zu steif sein, weil Sie sonst unter die Pappe kommen können und so das Muster verläuft. Drehen Sie nun die Schablone in unterschiedlichen Positionen über
die Wand und streichen Sie mit der Farbe immer an der gerissenen Kante entlang. Sicher kommen Sie schnell in einen Rhythmus, der ein gleichbleibendes
Erscheinungsbild der gemalten Linie garantiert. Tauchen Sie immer nur die Spitze der Borsten in die Farbe. Diese soll relativ trocken sein, damit sie nicht
an der Wand herunterlaufen kann.
Tipp
Am Anfang nimmt man oft zu viel Farbe mit dem Pinsel auf. Halten Sie sich ein Stück trockenen Baumwollrest bereit, an dem Sie überschüssige Farbe
abstreifen können. Besser ist es, zu dünn als zu dick zu streichen. Nachmalen können Sie nämlich jederzeit. Läufer und Tränen sind dagegen schwer zu
beseitigen. Auch bei dieser Technik ist es deshalb überaus sinnvoll, die Anwendung vorher an einem Übungsstück auszuprobieren.
Licht und Schattenwirkung
Nun nehmen Sie die dunklere Farbe mit dem Pinsel auf und fahren über die Kante der gleichen Schablone entlang.
Übermalen Sie dabei immer die Ränder der eben gezogenen Linie. So entsteht eine reizvolle Licht und Schattenwirkung.
Verwischungen stören nicht
Sie müssen nicht unbedingt die Trocknung der ersten Schicht abwarten, eventuelle Verwischungen
stören bei dieser Technik das Gesamtbild nicht.
Natursteinverkleidungen imitieren
Mit der gezeigten Schablonentechnik lassen sich auch dekorative Natursteinverkleidungen für die Wand imitieren. Die
Marmorstruktur entsteht, indem Sie die Kante eines grob gerissenen Pappstücks mit einem Schwamm übertupfen und diese
Linien mit dem Schwamm leicht verwischen.
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