Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte Verbindungen

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte Verbindungen

Alle Artikel von Perfektheimwerken in Holzbearbeitung

Hier bekommen Sie eine vielzahl nützlicher Tipps und weitere hilfreiche Informationen wie man Feste Verbindungen durch Nägel erhält

Damit Feste Verbindungen durch Nägel fest und haltbar werden, sollten Sie den Nagel Typ auf den jeweiligen Verwendungszweck abgestimmt haben – das große Angebot reicht von vielseitig einsetzbaren bis zu speziellen, nur für einen bestimmten Zweck verwendbaren Nagelarten.

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte Verbindungen



Feste Verbindungen durch Nägel

Wenn man einige Nagelsorten als Grundausrüstung anschafft, um für den Bedarfsfall gerüstet zu sein, wählt man dafür Allround-Talente aus – und kauft die sogenannten Spezialisten unter den Nägeln nur von Fall zu Fall dazu.

 

So wichtig es ist, Nägel zweckentsprechend einzusetzen, so nützlich ist es, nicht nur einen Hammer zur Verfügung zu haben, sondern mindestens zwei verschiedene Typen. Für die meisten Arbeiten kommen Sie mit einem 200 g schweren Schreinerhammer aus. Daneben sollte eine gut gerüstete Heimwerkstatt noch einen leichteren, z. B. einen Tapezier- oder Deko-Hammer enthalten, mit dem kleinere Nägel und Stifte eingeschlagen werden.

 

Wer es häufiger mit schwereren Zimmermanns Arbeiten zu tun hat und dabei auch mit kräftigeren Nägeln, wird einen sogenannten Klauenhammer als nützliches Werkzeug bald zu schätzen lernen. Denn mit der Klaue gegenüber der Hammerbahn lassen sich krumm geratene oder auch provisorisch eingeschlagene Heftnägel leicht wieder aus dem Holz ziehen. Man muss dazu nicht extra eine Beißzange zur Hand haben. Das Nageln ist prinzipiell einfach, wenn man einen Nagel in die Wand schlägt. Gute und haltbare Verbindungen herzustellen setzt allerdings voraus, ein paar Tricks zu kennen und anzuwenden und den richtigen Nagel einzusetzen.

 

Ein Hammer und ein Sortiment Nägel

Ein Hammer und ein Sortiment Nägel sollten in jeder Werkzeug-Grundausrüstung vorhanden sein, denn damit lassen sich viele Befestigungs- und Verbindungs arbeiten erledigen – ob Sie ein Bild aufhängen, eine Fußleiste befestigen oder einen Polsterstuhl mit einem neuen Bezug versehen wollen. Für jeden Zweck gibt es den richtigen Nagel.

 

Stifte für alle Fälle. Feste Verbindungen durch Nägel

Wenn Sie für künftige Reparaturen oder Befestigungsarbeiten durch ein entsprechendes Nagelsortiment gerüstet sein wollen, sollten Sie etwa ein halbes Dutzend unterschiedlicher Nägel und Stifte vorrätig haben – und nur im Bedarfsfall spezielle Nageltypen zusätzlich anschaffen.

 

So sollte der gewöhnliche Drahtstift in zwei Größen verfügbar sein, und zwar in 20 und 50 mm Länge. Für gröbere Arbeiten brauchen Sie Nägel mit Senkkopf in 60 oder 70 mm Länge. Stahlstifte benötigen Sie vor allem zum Aufhängen von Bildern und anderen Objekten an Wänden: 25 und/oder 40 mm Länge sind ausreichend. Tapezierstifte haben breit gestauchte Köpfe; mit ihnen werden Bezugsstoffe oder Teppiche auf Holz befestigt.

 

Spanplatten- bzw. Schraubnägel halten in Holzwerkstoffen so fest wie Schrauben, können aber mit dem Hammer eingeschlagen werden. Sie gehören daher in die Grundausstattung.

 

Für die Befestigung weicher Materialien (Dachpappe, Leichtbauplatten, Polsterbezüge u. ä.) sind Stifte mit besonders breiten oder auch besonders dekorativen Köpfen im Bestand sinnvoll.

 

Feste Verbindungen durch Nägel. Gebräuchliche Nägel

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenDer große Kopf hält starke Schläge aus. Die Nagelspitze in manchen Fällen stauchen, damit sie das Holz nicht spaltet.

 

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenDer gewöhnliche Schreiner Nagel. Sein Kopf kann leicht unter die Holzfläche versenkt werden.

 

 


Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenDer breite Kopf hält Dachpappe, Bleche und Platten auf Holz und Mauerwerk fest.

 

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenFeuerverzinkt, darum korrosionsfest. Geeignet auch für Isolierungsplatten.

 

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenDie runde oder quadratische Kopfplatte mit großem Durchmesser befestigt Platten aus weichem Material auf Holz oder leichtem Mauerwerk.

 

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenMit Schraubprofil und Senkkopf, zur Befestigung von Span- und Tischlerplatten.

 

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenKann gut ins Holz versenkt werden, Spitze sollte bei dünnen Leisten gestaucht werden.

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenFällt durch die Blaufärbung auf, kann auch in Mauerwerk geschlagen werden, ohne zu verbiegen.

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenKleiner Nagel mit breitem Kopf, Tapezierstift zum Befestigen von Geweben.

 

 

 

Kleine Nägel einschlagen

Den Nagel auf den Kopf treffen und nicht die Finger, die ihn halten: Bei großen Nägeln ist das kein Thema. Bei kleinen Nägeln oder Stiften und zu großem Hammer kann es aber schnell mal schmerzende „Fehlschläge“ geben.

 

So beugen Sie dem vor: Halten Sie den kleinen Nagel mit einer Kombi- oder Flachzange fest und bringen Sie so die Finger aus dem Schlagbereich des Hammers. Dennoch muss dabei mit Fingerspitzengefühl gearbeitet werden, damit die Zange den Nagel genau platziert und senkrecht ansetzt.

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte Verbindungen

Kleine Nägel mit Papier halten

Auch mit Papier kann man kleine und kurze Nägel festhalten. Man sticht den Stift einfach durch das Papier, heftet ihn mit ein paar Hammerschlägen fest, reißt das Papier vorsichtig weg und schlägt nun den Stift vollends ins Holz.

 

 

 

 

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenKleine, kurze Nägel und Heftzwecken hält man so lange mit der Zange fest, bis sie nach den ersten Hammerschlägen Halt gefunden haben.

 

 

 

 

 

 

 

Feste Verbindungen durch Nägel. Tipp für Nageln in Holz

Nicht immer ist es richtig und sinnvoll, einen Nagel genau senkrecht ins Holz zu treiben. Das ist zwar die allgemein übliche Methode, aber nicht immer die haltbarste Befestigungsart. Grundsätzlich gilt: Das kleinere Werkstück auf das größere nageln, nicht umgekehrt.

 

Die miteinander zu verbindenden Teile müssen beim Nageln sicher ruhen: Federt das Werkstück, knickt der Nagel mit Sicherheit um. Nägel – vor allem stärkere Exemplare – können Holz, wie einen Keil spalten, wenn sie dicht vor dem Hirnholz, d. h. dem Ende einer Leiste oder eines Bretts eingeschlagen werden. Sie können dieses Risiko mindern, wenn Sie die Nagelspitze durch Stauchen abstumpfen.

 

Zu harte Hammerschläge treiben nicht nur den Nagel ins Holz, sondern können in der Holzoberfläche auch hässliche Dellen verursachen. Besser ist es, die letzten Millimeter des Nagels mit Hilfe eines Senkstifts bis zur Holzoberfläche oder knapp darunter einzuschlagen.

 

Manchmal sind kleine Heftnägel hilfreich, eine Verbindung zu fixieren, bis die richtigen Nägel sitzen; die Heftnägel werden dann wieder gezogen.

 

Verschiedene Methoden

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenWenn Nägel zusätzlich zu Leim angewandt werden, genügen oft schon kleine Holzleistennägel, höchstens dreimal so lang wie das aufgenagelte, dünnere Werkstück.

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenBei gröberen Holz Arbeiten (z. B. Aufbau des Gerüsts für eine Trennwand) werden T-Verbindungen durch überkreuz eingeschlagene Nägel gesichert.

 

 

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenIn Hirnholz haften Nägel weniger gut als im Langholz. Man erreicht dennoch haltbare Verbindungen, wenn die Nägel schräg zueinander versetzt in das Holz eingeschlagen werden.

 

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenTreibt man mehr als einen Nagel in dieselbe Holzfaser, kann das Holz platzen. Deshalb die Nägel immer versetzt hintereinander anordnen.

 

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenTrotz gestauchter Nagelspitzen platzen Leistenenden leicht auf. Deshalb die Leiste erst nach dem Nageln absägen, ab raspeln und so auf die richtige Länge bringen.

 

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenEin kräftiger Hammer oder auch ein starkes Stück Holz sorgen dafür, dass das Werkstück nicht bei jedem Hammerschlag federt – was den Nagel unweigerlich umbiegen würde.

 

 

 

Feste Verbindungen durch Nägel. Nägel versenken

Auch an einer wenig auffälligen Stelle sollte man Nägel möglichst in das Holz versenken und die entstehende Vertiefung dann mit Holz- oder Wachskitt füllen. Das hat nicht nur „kosmetische“ Gründe: Hochstehende Nägel können als Widerhaken wirken oder hier kann Feuchtigkeit an den Nagel gelangen, Rost entstehen lassen und so allmählich unansehnliche Verfärbungen und Flecken im Holz auslösen.

 

Unentbehrliches Werkzeug neben dem Hammer ist daher immer ein Senkstift, mit dem man den Nagelkopf unter die Holzoberfläche treiben kann – allerdings nur Stauch Köpfe, die nur wenig breiter als der Nagelschaft sind. Die breiteren Senkköpfe dagegen verursachen zu große Löcher bzw. Dellen in der Holzoberfläche. Senkstifte gibt es in mehreren Stärken. Über dem Nagel wird mit Holz- oder Wachskitt aufgefüllt.

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte Verbindungen

Feste Verbindungen durch Nägel. Unsichtbare Nägel

Völlig unsichtbar werden kleine Nägel mit Stauch Kopf durch dieses trickreiche Verfahren: Mit dem Stemmeisen wird ein dünner Span von der Holzoberfläche abgestochen, hochgeklappt – und über dem ins Holz eingeschlagenen Nägeln wieder fest aufgeleimt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nägel für besondere Aufgaben

Den universellen Allzwecknagel gibt es nicht. Darum kann das „für alle Fälle“ bereitgehaltene Grundsortiment in der Heimwerkerausrüstung nur bedingt als ausreichend angesehen werden. Für ausgefallene Arbeiten brauchen Sie zusätzlich Spezialnägel. Aber die besorgen Sie sich am besten erst bei Bedarf. Im Eisenwarengeschäft erhalten Sie die genau benötigten Menge, denn die meisten Spezialnägel gibt es nicht nur in SB-Packungen (die mal zu wenige, mal zu viele Nägel für den jeweiligen Zweck enthalten): Sie sind auch einzeln erhältlich. Planen Sie beim Einkauf aber immer eine kleine Reserve ein.

 

Es ist nützlich, dem Verkäufer Materialart und -stärke der zu befestigenden Werkstücke zu nennen. Danach wird der Nagel leichter gefunden. Die Bilder unten stellen eine Auswahl von Spezialnägeln vor, die in Eisenwarengeschäften und Baumärkten zu finden sind.

 

Die hier gezeigten Typen werden jeweils in unterschiedlichen Größen oder bei den Polsternägeln auch mit unterschiedlichen farbigen bzw. verchromten Köpfen angeboten. Die Farbe des Nagelkopfes kann somit auf die Farbe des Polsterbezugs abgestimmt werden. So hat dieser Nagel nicht nur „haltenden“, sondern auch dekorativen Zweck.

 

Feste Verbindungen durch Nägel. Spezialnägel

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenMit vernickeltem oder farbigem Kopf, zum Befestigen von Polsterbezügen und Stoffen.

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenVerzinkt, rostgeschützt und für Befestigungen im Freien geeignet. Mit Senkkopf und Diamantspitze.

 

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenDie Querriffelung im Schaft bietet hohe Auszugfestigkeit. Mit Senkkopf und langer Diamantspitze. Verzinkt.

 

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenGlanzvermessingt, dem Holz ton angepasst. Tiefversenkter Kopf, kann im Holz versenkt werden.

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenEbenfalls sehr gut versenkbarer und dann unauffälliger Kopf und geriffelter, darum fest sitzender Schaft.

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenStahlstift mit Senkkopf. Zum Befestigen von Span- und Sperrholzplatten oder Leisten auf Holz und Mauerwerk. Verzinkt.

 

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenMit geriffeltem Schaft und großem Flachkopf. Glanzverzinkt, im Freien einsetzbar. Für stabile Holzverbindungen.

 

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenFür einfache – aber nicht stark belastbare T- und L-Verbindungen. Wird zum Beispiel in die Rückseite von Bilderrahmen eingeschlagen, um die Gehrungen zu sichern.

 

 

 

Nägel ziehen

Nicht jeder Nagel sitzt auf Anhieb; gerade in härterem Holz krümmt sich ein dünner Stift schon einmal, bevor er ganz eingeschlagen ist. Er muss dann auf jeden Fall entweder mit der Beißzange, auch Kneifzange genannt, oder mit dem Klauenhammer gezogen und durch einen neuen Nagel ersetzt werden.

 

Bei empfindlichen Werkstücken sollten Sie die Zange oder den Hammer nicht direkt auf der Holzoberfläche ansetzen, weil das unschöne Dellen erzeugen würde. Stattdessen legt man ein Stück Holz, ein Blech oder steifen Kunststoff oder auch nur ein Stück kräftige Pappe unter. Damit ersparen Sie sich nachher, Druckstellen im Holz ausbessern zu müssen.

 

Damit beim Herausziehen das Nagelloch nicht unnötig erweitert wird, sollte das Werkzeug nach dem ersten kräftigen Ruck nachgesetzt, d. h. etwas dichter an den Nagel herangerückt werden.

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenDer Hammer oder die Zange sollte mit einem Abfallholz unterlegt werden: So vermeiden Sie eine Druckstelle in der Holzoberfläche.

 

 

 

 

 

 

 

Feste Verbindungen durch Nägel, genagelte VerbindungenDie Zange kann so wie hier angesetzt werden, so dass sie über eine Backe abrollt – oder aber um 90 Grad gedreht.

Schlagwörter: , ,