Fliesen verfugen, Fliesenbeläge mit Fugenmörtel verfugen

Fliesen verfugen, Fliesenbeläge mit Fugenmörtel verfugen

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Fliesen verfugen, zunächst gilt es also, die Farbe der Fugen zu bestimmen, meist wählt man den Fugenmörtel aus der Farbenfamilie der Fliese

Fliesen verfugen. Kaufen Sie den Fugenmörtel am besten beim Hersteller des zuvor verwendeten Klebers. Dann passen die Produkte optimal zusammen. Sowie ein Bild durch einen farblich passenden Rahmen an Ausstrahlung gewinnt, so gewinnen geflieste Flächen durch die richtige Fuge.

 

Fliesen verfugen, Fliesenbeläge mit Fugenmörtel verfugen



Fliesen verfugen

Den richtigen Mörtel auswählen

Zunächst gilt es also, die Farbe der Fugen zu bestimmen. Meist wählt man den Fugenmörtel aus der Farbenfamilie der Fliese: Weiß zu Grau, Braun zu Beige und so weiter. Beliebt ist die Ton-in-Ton-Variante, bei der die Fuge die Fliesenfarbe aufnimmt, damit sich eine geschlossene und gleichmäßige Fläche bildet. Durch die bewusste Wahl einer Fugengegenfarbe unterstreichen Sie andererseits den Fliesencharakter.

Bei Bodenfliesen müssen Sie zwei Tage und bei Wandfliesen mindestens einen Tag warten, ehe Sie mit dem Verfugen beginnen können. Den Fugenmörtel bekommen Sie wie den Fliesenkleber als fertige Trockenmischung, die nach Herstellerangaben in einem Bau Eimer mit Wasser angemischt wird. Die Bohrmaschine mit Rührquirl sorgt dafür, dass die Mischung zum Schluss keine Klümpchen mehr aufweist.

In Nassbereichen kommt es auf Wasserdichtigkeit und hohe Flexibilität des Fugenmörtels an. Die Fugen müssen, als Voraussetzung für ein gleichmäßiges Fugenbild, sauber und gleichmäßig tief sein. Damit das gelingt, sollten Sie Kleberreste in den Fugen am besten schon während der Verlegearbeiten herauskratzen. Der Kleber hat nach 60 Minuten angezogen, und die Fugen können dann mit einem Stückchen Holz gereinigt werden.

Fliesen verfugen

Bodenfliesen verfugen

Mischen der Fugenmasse  

Mit BohrmaschineFliesen verfugen und Rührquirl mischen Sie die Fugenmasse an. Für den Boden muss der Fugenmörtel relativ dünnflüssig sein, um sich gut einarbeiten zu lassen

 

 

 

 

 

Auf dem Fliesenbelag ausschütten  

Die fließfähige Masse wird auf dem Fliesenbelag ausgeschüttet. Beginnen Sie zuerst mit einer kleineren Fläche und arbeiten abschnittweise weiter

 

 

 

 

 

Diagonal zum Fugenverlauf  

Diagonal zum Fugenverlauf schlämmt man den Mörtel mit einem breiten Gummiwischer gleichmäßig ein – erst in einer Richtung, dann im rechten Winkel dazu

 

 

 

 

 

Mehrmals mit dem Gummiwischer über den Bodenbelag  

Nachdem man mehrmals mit dem Gummiwischer über den Bodenbelag gegangen ist, kann man sicher sein, dass alle Fugen gleichmäßig eingeschlämmt sind

 

 

 



Mit den Fingerspitzen prüfen  

Nach 15 Minuten prüfen Sie durch Wischen mit den Fingerspitzen, ob die Fugenmasse zu trocknen beginnt. Wenn ja, ist es Zeit, den Belag zu reinigen

 

 

 

 

 

Schwammbrett  

Das Schwammbrett ist das ideale Werkzeug, um Mörtelreste von der Fliesenoberfläche zu entfernen. Er wird immer wieder frisch ausgewaschen

 

 

 

 

 

Auch beim Reinigen diagonal  

Wie beim Verfugen arbeiten Sie auch beim Reinigen diagonal zum Fugenverlauf. So verhindern Sie, dass die Fugen unbeabsichtigt ausgewaschen werden

 

 

 

 

 

Mit einem weichen Lappen abwischen  

Der letzte Mörtelschleier lässt sich leicht mit einem weichen Lappen abwischen. Ist der Mörtel ganz trocken, erfolgt zuletzt die Versiegelung der Randfugen

 

 

 

 

Fliesen verfugen

Nicht zu viel auf einmal

Anfänger machen häufig den Fehler, zu große Flächen in einem Arbeitsgang verfugen zu wollen. Sie schaffen es dann oft nicht rechtzeitig, die Fläche zu reinigen, ehe der Fugenmörtel hart wird. In diesem Fall wird es ausgesprochen mühevoll, die Fläche zu säubern, da die Masse auch auf der glasierten Oberfläche sehr gut haftet. Teilen Sie große Flächen besser in mehrere Abschnitte ein, die Sie nacheinander verfugen.

 

Das Bodenverfugen ist schnell gelernt

Die angemischte und fließfähige Fugenmasse schütten Sie aus dem Eimer auf die zu verfugende Fläche. Danach verteilen Sie die Masse diagonal zum Fliesenverlauf. Bei großen Flächen erleichtert Ihnen ein Gummiwischer diese Arbeit.

Streichen Sie mehrmals darüber, bis auch wirklich alle Fugen gleichmäßig gefüllt sind.

Überschüssiges Material ziehen Sie dann vorsichtig mit dem Wischer ab und nehmen es wieder auf. Nach ungefähr 15 Minuten machen Sie mit den Fingern eine Wischprobe. Dabei können Sie feststellen, ob der Mörtel so weit trocken ist, dass Sie mit dem Abwischen der Reste beginnen können.

Mit einem Schwammbrett und Wasser wischen Sie wie beim Verfugen diagonal die Fläche ab. Unebenheiten werden dabei egalisiert, und Sie erreichen ein einheitliches Fugenbild.

Der letzte noch verbleibende feine Mörtelschleier lässt sich mit einem Baumwolllappen einfach wegpolieren.

Zum Schluss müssen noch alle Eck-, Übergangs – und Anschlussbereiche mit einem dauerelastischen Silikon verfugt werden.

 

Fugenmörtel an der Wand einarbeiten

Bei den Wandfliesen spielt die Ästhetik der Fugen für den Gesamteindruck ebenfalls eine wichtige Rolle. Auch hier bekommen Sie den Fugenmörtel als pulverförmige Trockenmischung. Die Standard produkte sind .Fuqenweiß“, Fuqenqrau“ und „Fugenbunt“. Im Innenwandbereich stehen viele Farbtöne, abgestimmt auf die gängigen Sanitärfarben, zur Verfügung.

Mit einem Fugbrett lässt sich das angemischte Material leicht auf die Wand bringen. Auch hier gilt: mehrmals den Mörtel diagonal einschlämmen und nicht zu große Flächen auf einmal bearbeiten. Zum anschließenden Abwaschen des Mörtels nach etwa 15 Minuten haben sich Waschbrett und ein so genannter Waschboy-Eimer bewährt.

Zur Endreinigung nehmen Sie einen Haushaltsschwamm, der immer wieder in reichlich Wasser ausgespült wird. Dabei dürfen Sie den Schwamm nur mit leichtem Druck führen – schließlich wollen Sie den Mörtel nicht wieder herauswaschen. Nach dem völligen Trocknen des Fugenmörtels sollten Sie die gesamte Wandfläche mit einem weichen Baumwolllappen gut nachreinigen und polieren. Dabei aber keinen Fugenmörtel durch zu festen Druck wieder auskratzen.

 

Wandfliesen verfugen

 

Mit einem Fugbrett diagonal einarbeiten  

An der Wand arbeiten Sie die Fugenmasse mit einem Fugbrett diagonal ein. Die Masse muss hier deutlich fester sein als beim Verfugen von Bodenfliesen

 

 

 

 

 

Nach 15 Minuten beginnt der Fugenmörtel zu trocknen  

Etwa 15 Minuten nach dem Einarbeiten beginnt der Fugenmörtel bereits zu trocknen. Machen Sie eine Wischprobe, bevor sie mit der Reinigung anfangen

 

 

 

 

 

Mit dem Schwammbrett  

Mit dem Schwammbrett wird überflüssiges Material gleichmäßig abgenommen. Wieder wird das Werkzeug diagonal zum Fugenverlauf geführt

 

 

 

 

 

Mit einem feuchten Haushaltsschwamm  

Danach wischen Sie die Fläche mit einem feuchten Haushaltsschwamm ab. Damit die Haut nicht angegriffen wird, sollten Sie dabei Gummihandschuhe tragen

 

 

 

 

 

Mörtelschleier mit einem trockenen Tuch entfernen  

Zuletzt wird – wie bereits bei den Bodenfliesen gezeigt – der verbleibende Mörtelschleier mit einem trockenen Tuch entfernt. Die Glasur zeigt dann ihren Glanz