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Maßeinheiten des elektrischen Stroms

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Maßeinheiten des elektrischen Stroms, die Spannung stellt gleichsam den Druck dar, mit dem der elektrische Strom durch die Leitungen fließt

Die Maßeinheit für die Spannung ist Volt.

Als Stromstärke bezeichnet man die Menge des durch eine Leitung innerhalb einer bestimmten Zeit fließenden Stroms. Voraussetzung für den Stromfluss ist, dass ein Verbraucher – z. B. eine Lampe – angeschlossen ist. Strom fließt immer nur in einem geschlossenen Stromkreis.

Dünne Drähte setzen dem Strom mehr Widerstand entgegen als dicke Kabel. Der elektrische Widerstand wird in Ohm gemessen.

Die elektrische Leistung wird bei Verbrauchern wie Lampen oder Elektrowerkzeugen in Watt angegeben. Sie errechnet sich, indem man Spannung (Volt) und Stromstärke (Ampere) miteinander multipliziert. Wenn durch eine Glühbirne, die an unser 230-Volt-Netz angeschlossen ist, genau 1 Ampere Strom fließt, ergibt sich eine elektrische Leistung von 230 Watt.

Die elektrische Energie schließlich, die wir unseren Energieversorgungsunternehmen bezahlen müssen, errechnet sich aus der elektrischen Leistung (Watt) multipliziert mit der Zeit (Stunden).

Betreibt man eine Glühlampe mit 100 Watt Leistung 10 Stunden lang, so wird eine elektrische Energie von genau 1000 Watt/h (1 KWh) verbraucht.

Als letzter Punkt soll bei diesen theoretischen Erläuterungen zum elektrischen Strom die Tatsache angesprochen werden, dass unser Stromnetz zwei Spannungen anbietet: zum einen 230 Volt und zum anderen 400 Volt.

Es gibt neben dem Schutzleiter PE – dem Kabel für die Erdung – drei stromführende Leiter mit den Bezeichnungen L 1, L2 und L3 sowie den Nullleiter N. Alle elektrischen Verbraucher, die mit einer Spannung von 230 Volt arbeiten, besitzen 3-polige Anschlüsse für je einen der Leiter L 1 und für N und PE. Die sogenannten Starkstromverbraucher wie Elektroherd oder auch Durchlauferhitzer brauchen 400 Volt Spannung und haben 5-polige Anschlüsse für die Leiter L 1, L2, L3, N und PE.

 

Maßeinheiten des elektrischen Stroms

 



 

Darstellung des Drehstromnetzes und der Spannungen zwischen den Adern. links eine Steckdose für Wechselstrom (230 Volt), rechts eine für Drehstrom (400 Volt)

 

 


Bereits kleinste Stromstärken können für den Menschen tödlich sein.

Bereich 1: Normalerweise keine Einwirkung des Stromes feststellbar.

Bereich 2: Normalerweise keine schädigende Einwirkung feststellbar.

Bereich 3: Muskelverkrampfungen, unregelmäßiger Herzschlag möglich.

Bereich 4: Gefahr des Herzkammerflimmerns sehr groß. Lebensgefahr!

Die blaue Linie zeigt, wann ein FI-Schutzschalter von 30 mA Empfindlichkeit anspricht

 

 

Sicherheitsregeln für den Heimwerker

Weil Fehler bei Elektroarbeiten unter Umständen tödliche Gefahren heraufbeschwören, müssen Sie die folgenden Sicherheitsregeln unbedingt einhalten:

• Nie an Geräten oder Anlagen arbeiten, die unter Spannung stehen. Bei elektrischen Geräten ist also vor Beginn der Arbeiten der Netzstecker zu ziehen. Vor Arbeiten an Installationen ist die Sicherung für den entsprechenden Stromkreis abzuschalten bzw. herauszuschrauben.

• Die Sicherung gegen Wiedereinschalten durch Dritte sichern. Dafür ein Warnschild an der betreffenden Sicherung anbringen. Die Sicherungspatrone von Schraubsicherungen samt Schraubkappe nicht am Sicherungskasten ablegen, sondern mitnehmen.

• Vor Beginn der Arbeiten vergewissern Sie sich, dass die Leitung spannungsfrei ist. Dafür verwenden Sie entsprechende Prüfgeräte.

• Generell dürfen Sie keine Arbeiten ausführen, bei denen Sie sich nicht über die korrekte Ausführung absolut im Klaren sind.

• Niemals beschädigte, abgenutzte oder veraltete Teile bzw. Geräte verwenden. Es darf nur Material zum Einsatz kommen, das den DIN-Normen und VDE-Bestimmungen entspricht. Nach Abschluss einer Erweiterung oder Reparatur muss die Installation den aktuellen Bestimmungen entsprechen.

• Arbeiten an Sicherungen, Verteilung, Zähler, Erdung und Hauseinlass dürfen nur konzessionierte Elektriker vornehmen.

• Den grüngelben Schutzleiter nie für andere Funktionen verwenden, abklemmen oder entfernen. Nach dem Abschluss der Arbeit ist die Schutzleiterfunktion immer durch Messen zu überprüfen.

• Neben diesen Regeln sind weitere rechtliche Aspekte zu beachten: Bei jeder Veränderung oder Neuinstallation sind die VDE-Vorschriften einzuhalten. Eine der wichtigsten Vorschriften ist die VDE 0100, die Bestimmungen über Schutzmaßnahmen enthält. Jede Person, die an elektrischen Anlagen und Geräten arbeitet, hat sich über diese Vorschriften zu informieren.

Denken Sie also stets daran, dass Sie die Verantwortung für Elektroarbeiten tragen, die Sie selbst ausgeführt haben. Holen Sie unbedingt den Rat des Fachmanns ein, sobald Sie unsicher sind.

 

Häufige Unfallursache  

Häufige Unfallursache: Nicht angeschlossener oder defekter Schutzleiter

 

 

 

 

 

 

Fehlerhafter Anschluss  

Der fehlerhafte Anschluss des Schutzleiters birgt tödliche Gefahren

 

 

 

 

 

 

Unsachgemäße Anwendung  

Unsachgemäße Anwendung von Geräten ohne ausreichenden Schutz

 

 

 

 

 

 

Gefahrenquelle  

Typische Gefahrenquelle: das Arbeiten mit defekten elektrischen Geräten

 

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