Neuanstrich, Der richtige Aufbau eines Neuanstrichs

Neuanstrich, Der richtige Aufbau eines Neuanstrichs

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Neuanstrich Aufbau, eine Vorbehandlung mit lösemittelfreiem Tiefengrund gilt ganz generell für alle Wand – und Deckenflächen

Neuanstrich; Eine Vorbehandlung mit lösemittelfreiem Tiefengrund gilt ganz generell für alle Wand- und Deckenflächen, es sei denn, Sie haben als Untergrund mindestens eine waschbeständige Innenfarbe nach DIN.

 

Neuanstrich, Der richtige Aufbau eines Neuanstrichs



Mit einem Probeanstrich können Sie prüfen, ob der Tiefengrund völlig in den Untergrund einzieht. Sollte dies bei unverdünntem Material nicht der Fall sein, können Sie den Tiefengrund bis maximal 1:1 mit dem vorgeschriebenen Verdünnungsmittel (meist Wasser) strecken. Es ist wichtig, dass der Tiefengrund nach dem Auftrag nicht glänzend auf der Oberfläche stehen bleibt. Der folgende Anstrich würde dann nicht haften. Grundsätzlich darf Tiefengrund nur einmal satt mit aufgetragen werden.

 

Neuanstrich, Der richtige Aufbau

 

Neuanstrich, Die Vorbehandlung

Die Vorbehandlung mit Tiefengrund ist unbedingt erforderlich, um die möglicherweise vorhandene restliche Alkalität des Untergrundes nicht an den Anstrich heranzulassen und der Fläche gleichmäßige Saugfähigkeit zu verleihen. Besteht bei alten Putzen die Gefahr, dass darin enthaltene Zusatzstoffe zu Verfärbungen des Anstrichs führen, sollten Sie statt des lösemittelfreien Tiefengrunds ein lösemittelhaltiges Produkt verwenden. Es sperrt Verunreinigungen des Untergrunds wirksamer ab.

 

Der Endanstrich

Wie viel Farbe benötigt man für einen Anstrich? Die so genannten Reichweitenangaben von Dispersionen beziehen sich in der Regel auf den Anstrich von glatten Oberflächen. Wenn Sie raue Flächen wie Raufaser, Strukturtapete oder Rauputz streichen, kann sich die Reichweite deutlich verringern.

 

So errechnen Sie die Quadratmeterfläche eines Raumes:

Raumumfang mal Raumhöhe minus Fläche der Fenster und Türen plus Deckenfläche.

Welche Fläche Sie mit einer Wandfarbe streichen können, steht stets auf dem Gebinde. So können Sie beim Vergleichen leicht ausrechnen, welche Farbe für Sie am günstigsten ist. Kaufen Sie aber auf jeden Fall nicht zu knapp ein.

Nachdem Sie leichte Möbel aus dem Zimmer entfernt, schwere in die Mitte gerückt und ebenso wie den Boden mit Folie abgedeckt haben (bei Verwendung von Fester Farbe entfallen Abdeckarbeiten weitgehend), kann es losgehen.

Hochwertige Wandfarben und Deckenfarben werden einmal oder maximal zweimal unverdünnt aufgetragen. Sie sollten nach Möglichkeit immer mit einem Farbroller arbeiten, um eine gleichmäßige Oberflächenstruktur zu erzielen. Bei stark strukturierten Putzuntergründen wird generell mit flüssiger Dispersionsfarbe und einem langflorigen Farbroller gearbeitet. Ansonsten können Sie sich auch für cremige Dispersionen oder Feste Farbe entscheiden, die man mit der Kurzflorrolle aufträgt.

 

Boden mit Folie abdecken  

Wird die Wandfläche mit Tiefengrund vorbehandelt oder soll eine flüssige Dispersion aufgebracht werden, empfiehlt es sich, den Boden mit Folie abzudecken

 

 

 

 

 

Mit dem Flachpinsel  

Im Bereich von Ecken und Rändern arbeiten Sie mit dem Flachpinsel Neuanstrichvor. Für einen gleichmäßigen Farbauftrag anschließend mit der Heizkörperrolle nacharbeiten

 

 

 



In der Fläche  

So rollen Sie in der Fläche: Zuerst die Farbe in schrägen sich überkreuzenden Bahnen auftragen, dann die Farbe durch gerade überlappende Bahnen verschlichten

 

 

 

 

 

Nicht zuviel Farbe  

Verteilen Sie die Farbe sorgfältig durch mehrmaliges Verschlichten. Machen Sie nicht den Fehler, zuviel Farbe in einem Arbeitsgang aufzutragen

 

 

 

 

 

Feste Farbe für Deckenanstriche  

Ideal für Deckenanstriche ist Feste Farbe. Sie können bei vorsichtiger Verarbeitung auf das Ausräumen und das komplette Abdecken des Bodens verzichten

 

 

 

 

 

So streichen Sie richtig

Und so streichen Sie richtig. Zur Vorbereitung des Gesamtanstrichs streichen Sie im Bereich von Ecken und Kanten – wo die große Rolle nicht hinkommt – erst mit einem flachen Pinsel vor. Im Anschluss sollten Sie hier aber unbedingt nochmals mit einer kleinen Heizkörperwalze nachrollen, denn bei stark strukturierten Flächen können die Vertiefungen durch den Pinsel regelrecht mit Farbe zugeschlämmt werden. Beim Trocknen reißt der Anstrich in diesen Bereichen und stört das Gesamtbild.

Grundsätzlich gilt: immer zuerst die Decke und dann die Wände streichen. Tragen Sie die Dispersion in der Fläche mit dem Farbroller in leicht schrägen Bahnen in überkreuzender Richtung auf. Zum Schluss rollen Sie dann noch einmal senkrecht (an der Decke parallel zu einer Wand) mit überlappenden Bahnen nach. So entsteht ein perfekter Anstrich.

Achten Sie bitte darauf, dass große zusammenhängende Flächen immer nass in nass gerollt werden, um Ansätze zu vermeiden. Durch ungleichmäßiges Trocknen können sich zunächst Streifen zeigen. Diese verschwinden nach dem Durchtrocknen. Nach Möglichkeit sollte während der Anstricharbeiten die Heizung abgeschaltet werden. Erst 2-3 Stunden nach Fertigstellung des Anstrichs wird sie bei geschlossenen Fenstern wieder aufgedreht. Die Farbe trocknet dann schnell und gleichmäßig durch.