Randleistenmatten für die Sparrendämmung planen und ausführen

Randleistenmatten für die Sparrendämmung planen und ausführen

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Auch beim Dämmen mit Randleistenmatten muss zwischen Dämmstoffschicht und Dachhaut ein durchgehender Lüftungszwischenraum von 2 bis 4 cm frei bleiben

Randleistenmatten, Dämmvorhaben muss man je nach den örtlichen Gegebenheiten unterschiedlich planen und ausführen. Bei genau parallel verlaufenden Sparren und bei selbst aufgebauten Lattengerüsten ist das Einklemmen von Dämmstoffplatten kein Problem.

 

Randleistenmatten



Sind jedoch die Sparrenabstände unterschiedlich oder liegen wie in vielen ländlichen Altbauten die Sparren als Rundholz vor, so bietet sicher eine Dämmung mit Mineralfasermatten die einfachere, aber ebenso fachgerechte Lösung.

 

Dämmung mit Randleistenmatten

Die meisten im Handel angebotenen Mineralfasermatten für die Sparrendämmung sind mit einer reißfesten Aluminiumfolie als Dampfbremse kaschiert. Ihre überstehenden Ränder (daher die Bezeichnung Randleistenmatten) dienen zudem als ideale Befestigungsmöglichkeit mit Tackerklammern.

 

RandleistenmattenMineralfasermatte mit Aluminiumfolie

 

 

 

 

 

 

 


Auch beim Dämmen mit Randleistenmatten muss zwischen Dämmstoffschicht und Dachhaut ein durchgehender Lüftungszwischenraum von 2 bis 4 cm frei bleiben. Die Dämmatten werden fest gerollt geliefert.

 

Sie dürfen nach dem Einbau also nur auf eine Dicke „aufgehen“, die der Sparrendicke abzüglich mindestens 2 cm entspricht. Sie müssen dieses Dickenmaß dauerhaft einhalten und dürfen ihre Form bei einem eventuellen Feuchtwerden keinesfalls verändern.

 

RandleistenmattenEine effektive Dachdämmung spart viel Energie

 

 

 

 

 

 

 


Bevor Sie mit der DämmungRandleistenmatten beginnen, sollten Sie sich versichern, dass das Dach auch keine undichten Stellen aufweist. Bei der jetzt anstehenden gründlichen Säuberung des Dachgebälks mit einem Staubsauger haben Sie ausreichend Gelegenheit dazu. Bevor Sie die Dämmatten einbauen, müssen alle undichten Stellen (z.B. defekte Dachziegel) beseitigt sein.

 

RandleistenmattenAusmessen der Sparrenbreite

 

 

 

 

 

 

 



Beim Einbau der Dämmatten gehen Sie folgendermaßen vor:

Messen Sie zunächst sorgfältig die Sparrenabstände und die Länge der Sparrenfelder aus. Der bestellte Dämmstoff sollte etwa 2 cm breiter sein als der Sparrenabstand. Beträgt der Sparrenabstand zum Beispiel 56 cm, so müssen Sie Ihre Dämmatten in der Breite von 60 cm bestellen und davon dann in der gesamten Länge 2 cm abschneiden.

 

RandleistenmattenZuschneiden der Dämmatte

 

 

 

 

 

 

 


Wenn Sie zum Verlegen der meist recht langen Dämmstoffbahnen keine zweite Person als Helfer haben, so können Sie den Einbau durchaus auch alleine bewältigen, indem Sie dabei die im Fachhandel angebotenen preiswerten Montagehilfen einsetzen.

 

Diese nageln Sie etwa in gleicher Höhe an den beiden Sparren des zu dämmenden Feldes fest.

 

Messen Sie dann die Sparrenlänge vom Fußpunkt bis zu diesen beiden Nägeln und übertragen Sie das erhaltene Maß auf die Randleistenmatte. Klemmen Sie nun an den vorher markierten Stellen die Montagehilfen an die Randleistenmatte und hängen Sie die Matte an die Nägel.

 

RandleistenmattenBefestigen der Randleistenmatte mit einem Tacker

 

 

 

 

 

 

 


Jetzt können Sie mit dem Befestigen der Randleistenmatte beginnen. Bei hohen Dächern müssen Sie auf einer standsicheren Leiter oder auf einem kleinen, verschiebbaren Gerüst stehen. Die Befestigung der Matten erfolgt von oben nach unten, wobei Sie die Bahnen an den überstehenden Rändern mit dem Tacker an die Sparren klammern.

 

Die Aluminiumkaschierung dient bei diesen Matten gleichzeitig als Windabdichtung und Dampfbremse. Für möglichst winddichte Anschlüsse setzen Sie jeweils auf den rechten und den linken Sparren Tackerklammern im Abstand von 10 bis 15 cm. Dabei halten Sie die Bahn von unter her straff, so dass Sie sie ohne Faltenbildung gut zwischen die Sparren einlegen können.

 

Auch den oberen und den unteren Rand der Matte haben Sie so abgeschnitten, dass dort ein Rand übersteht Durch sorgfältiges Anklammern sowohl an die First- als auch an die Fußpfette (waagrechte Dachbalken, die die Sparren tragen) erreichen Sie einen dampf – und winddichten Abschluss.

 

Tipp

Aluminiumkaschierte Dämmatten lassen sich problemlos und ohne Verletzung der Folie zuschneiden, wenn Sie im Randbereich zwischen Folie und Dämmstoff einen langen Streifen Hartfaserplatte unterlegen.

 

Hierbei heben Sie den Dämmstoff nur so weit von der Folie ab, wie es unbedingt für den Schnitt nötig ist. Für einen sauberen Schnitt führen Sie das Messer beim Schneiden entlang einer Dachlatte, die Sie an der vorgesehenen Schnittkante auf die Dämmatte gelegt haben. So bleibt die Randleiste für die nachfolgende Befestigung unverletzt erhalten.

 

Wenn Sie alle Sparrenfelder und Anschlüsse an die Giebelwand sorgfältig gedämmt haben, überkleben Sie die auf den Sparren überlappend ausgeführten Randleisten mit selbstklebenden Folienstreifen aus Aluminium, die jeweils zum Dämmprogramm der verschiedenen im Handel angebotenen Randleistensysteme gehören.

 

Arbeiten Sie auch dabei von oben nach unten und halten Sie die Folienrolle in der unteren Hand, so dass Sie dabei die Klebefolie faltenlos und straff spannen. Mit der anderen Hand ziehen Sie abschnittweise das Schutzpapier ab und drücken die Folie sorgfältig an. Zum Schluss überkleben Sie auch eventuelle waagrechte Folienanschlüsse.

 

Beachten Sie auch, dass Aluminiumreste unbedingt in den Sammelcontainer gehören.

 

RandleistenmattenSorgfältiges Anbringen einer PE-Folie als Dampfsperre

 

 

 

 

 

 

 


Tipp

Restabschnitte der Dämmstoffbahnen können Sie ohne weiteres zusammenfügen, wenn Sie diese an ihrer Schmalseite so zuschneiden, daß ein etwa 10 cm breiter Folienrand übersteht. Beim Ansetzen an eine bereits verlegte Dämmstoffbahn achten Sie sorgfältig darauf, daß unterhalb der Kaschierung keine Lücke (Wärmebrücke) zwischen den benachbarten Bahnen entsteht.