Rohrleitungen fachgerecht installieren

Rohrleitungen fachgerecht installieren

Alle Artikel von Perfektheimwerken in Sanitärinstallation

Rohrleitungen fachgerecht installieren, bei Neuinstallation oder Modernisierung müssen meist Zuleitungen für warmes und kaltes Wasser verlegt werden

Rohrleitungen fachgerecht installieren; Zwei verschiedene Materialien stehen zur Verfügung: Kunststoff oder Kupfer.

 

Rohrleitungen fachgerecht installieren



Dominierend ist bei uns immer noch das Kupferrohr mit einem Marktanteil von etwa 70%. Das mag daran liegen, dass das in Ringen oder Stangen angebotene Material relativ preiswert ist. Kupferrohr von der Stange ist biegesteif. Für jede Richtungsänderung muss der entsprechende Winkel eingelötet werden. Das Kupferrohr vom Ring hingegen ist biegeweich und man kann es leichten Richtungsänderungen anpassen.

Um unter Putz liegende Kupferrohre vor Korrosion zu schützen, wählt man Rohrmaterial mit einer isolierenden äußeren Kunststoffbeschichtung.

Bei der Verarbeitung von Kupferrohr sollten Sie von der noch immer beliebten Technik des Hartlötens absehen, da hartgelötete Rohre bei bestimmten Trinkwasserzusammensetzungen zu Lochfraß neigen.

 

Rohrleitungen fachgerecht installieren

Die Technik des Weichlötens

Beim Verbinden der Rohre und Fittings müssen Sie mit höchster Sorgfalt arbeiten. Schließlich kann eine undichte Stelle im Leitungsnetz später eine Menge Ärger und Kosten bereiten. Das Weichlöten von Kupferrohren haben Sie im Nu erlernt. Am besten probieren Sie die Technik an ein paar Reststücken aus.

Die Lötstellen müssen Sie zunächst metallisch blank reiben. Dazu verwenden Sie feine Stahlwolle. Danach werden die Lötstellen mit einer dünnen Schicht eines so genannten Flussmittels versehen. Dieses Mittel verhindert Oxidation und sorgt für eine optimale Verbindung der Flächen.

Dann stecken Sie die Teile, zum Beispiel Rohr und T-Stück zusammen und fixieren sie in der gewünschten Position. Die Verbindungsstelle wird nun mit einem GaslötbrennerRohrleitungen fachgerecht installieren so lange erhitzt, bis das Lötzinn bei Kontakt mit dem Kupferrohr schmilzt. Das Lot fließt dann selbsttätig in die feine Fuge zwischen Rohr und Fitting und füllt diesen Zwischenraum komplett aus. Wenn das Metall abkühlt, ist die Verbindung perfekt.

 

Passende Fittings  

Für jede Richtungsänderung der Kupferrohre und für jeden Anschluss gibt es passende Fittings. Die Teile werden miteinander verlötet

 

 

 

 

 

Weichlöten

Vor dem Löten werden die Verbindungsflächen mit Stahlwolle gereinigt, bis sie blank sind. Vergessen Sie nicht die Innenseiten der Fittings (1). 

Das dünn aufgetragene Flussmittel sorgt für eine optimale Haftung des Lots. Es beseitigt alte Oxidationsreste und verhindert neue (2). 

Die Lötstelle wird mit der Gasflamme gleichmäßig erwärmt. Dabei arbeitet man immer von unten nach oben, da die Wärme im Material aufsteigt (3). 

Die fürs Weichlöten richtige Temperatur ist erreicht, wenn das Lot beim Kontakt zum erhitzten Kupferrohr sofort schmilzt und in die Fuge fließt (4). 

Um Metallteile wie Bleche miteinander zu verlöten, benutzt man einen Lötkolben, der entweder elektrisch oder mit Gas beheizt wird. Vor jeder Lötarbeit müssen Lötkolben und Lötflächen gereinigt und verzinnt werden.

 

 

 

Kunststoffrohre miteinander verbinden

Der Einsatz von Kunststoffrohren setzt sich bei der Trinkwasserinstallation zunehmend durch. VPE-Rohre aus vernetztem Polyethylen werden zum Beispiel durch Klemmfittings verbunden. Man steckt die Teile zusammen und muss nur eine Schraube anziehen.

 


Rohre aus PVC dagegen werden miteinander verklebt. Man längt sie mit der Säge rechtwinklig ab, entgratet die Kanten und schrägt sie mit einer Feile leicht an. Die zu verbindenden Flächen müssen dann mit einem Spezialmittel gründlich gereinigt werden.

 

Kunststoffrohre kleben

 

1  

Mit Hilfe des Rohrschneiders wird das Kunststoffrohr abgelängt

 

 

 

 

 

 

2  

Auf die Verbindungsflächen gibt man Kleber, der die Oberfläche anlöst

 

 

 

 

 

 

3  

Nun werden Rohrstück und Muffe einfach bis zum Anschlag ineinander geschoben

 

 

 

 

 

 

Tipp

Baumärkte und Fachhandel bieten Übergangsstücke an, mit denen Sie Kunststoffrohre auch mit Stahl oder Kupferrohren verbinden können.

 

PVC-Kleber für Kunststoffrohre

Der anschließend aufzutragende Kleber ist streng genommen gar kein Klebstoff, sondern ein Lösemittel, das die PVC-Oberfläche anlöst. Nachdem Sie die zu verbindenden Flächen damit ein wenig aufgeweicht haben, gehen diese eine feste Verbindung miteinander ein. Achten Sie bei der Arbeit mit PVC-Kleber in geschlossenen Räumen auf ausreichende Frischluftzufuhr.

Im Vergleich zu weichgelötetem Kupferrohr, benötigen geklebte Kunststoffrohre mindestens 24 Stunden Aushärtezeit, ehe sie dem Wasserdruck problemlos standhalten können.

 

Vorsicht

Nicht alle im Handel angebotenen PVC-Rohre für die Wasserinstallation eignen sich auch als Warmwasserleitung, denn die erforderliche Druckfestigkeit ist nicht für alle Temperaturbereiche gewährleistet.