Chemie gegen Schimmel, auch die angrenzenden Flächen

Chemie gegen Schimmel, zum Abtöten des Pilzes genügt Essigessenz oder Alkohol so wächst der Schimmel zwar nicht mehr, bleibt aber sichtbar

Chemie gegen Schimmel. Bislang wurden dann chlorhaltige Schimmelvernichter verwendet, die den Schimmel abtöten und zugleich ausbleichen. Chlor ist jedoch eine hochagressive Chemikalie und sollte in Innenräumen nicht benutzt werden.

Chemie gegen Schimmel, Schimmelbekämpfung

Chemie gegen Schimmel

Wenn also spezielle Anti-Schimmelmittel eingesetzt werden müssen, dann sollten diese chlorfrei sein. Den sichersten Erfolg hat man, wenn man dem Schimmel mit einem System aus Vernichter und vorbeugender Beschichtung eines Herstellers zu Leibe rückt.

Dabei sollte man nicht nur die Flecken behandeln, sondern auch die angrenzenden Flächen, da sich das unsichtbare Pilzgeflecht sehr viel weiter ausbreitet.

Ist bereits der Wandputz angegriffen, also sandig oder schon bröckelig, dann hilft nur eine Radikalkur. Der Putz muss runter und das nackte Mauerwerk sollte zusätzlich mit einer Gasflamme gründlich abgebrannt werden, um den Pilz restlos zu beseitigen. Anschließend wird verputzt und zwar so, dass der Schimmel keine Chance mehr hat.

 

Chemie gegen Schimmel, Schimmelbekämpfung

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Da viele Anti-Schimmel-Produkte Substanzen enthalten, die Metall und Holz angreifen können, sollte vor den Arbeiten alles abgedeckt werden, was hier empfindlich reagieren könnte

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Mit einer Drahtbürste werden zunächst alle losen Teile entfernt

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Mit Schimmel-Stop werden die befallenen Stellen eingesprüht

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Nach 30 Minuten Einwirkzeit mit einer harten Bürste abbürsten

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Fehlstellen im Putz werden nun geschlossen. Ein kunststoffgebundener Mörtel eignet sich hier, da er auf den meisten Untergründen haftet

 

 

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Anschließend ein pilztötendes Mittel (Antischimmel) streichen

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Zum Schluss wird alles wie üblich gestrichen, tapeziert oder gefliest

 

Vorbeugung

Was Schimmelpilze gar nicht mögen, sind hohe pH-Werte wie sie KalkputzChemie gegen Schimmel und Kalkfarbe aufweisen. Bei grundlegenden Sanierungen lohnt sich also ein Kalkputzsystem. Um Schimmel schon im Vorwege zu verhindern, empfehlen sich feuchtigkeitsregulierende Trockenputzplatten aus Calciumsilikat.

Früher ein reines Fachhandwerkerprodukt, sind sie heute auch für Selbermacher verfügbar. Die Platten werden einfach mit Kleber an die Wand gesetzt, anschließend kann man sie dampfdiffusionsoffen tapezieren oder streichen. Allerdings gibt es sie nicht im Baumarkt.

 

Heizen und Lüften

Der beste Weg, Schimmel vorzubeugen, ist Heizen und Lüften im richtigen Verhältnis. Die Wohnung sollten Sie zwei – bis dreimal am Tag bei ganz geöffnetem Fenster lüften (fünf bis zehn Minuten), um die warme, feuchte Raumluft gegen kühle, trockene Außenluft zu tauschen. Die kühle Luft erwärmt sich, nimmt Feuchtigkeit wieder auf.

Eine Dauerlüftung hingegen kühlt die Wände aus und die dort kondensierende Luftfeuchtigkeit schafft neuen Lebensraum für Schimmel. Wer sein Schlafzimmer nicht heizt, sollte dies sofort ändern, denn 16° bis 18° C Raumtemperatur sind ideal für gesunden Schlaf, und morgens und abends lüften sorgt für frische Luft.

 

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