Dichten mit Montageschaum, wichtige Hinweise beachten

Dichten mit Montageschaum empfiehlt es sich auch für kleine Reparaturen im und rund ums Haus

Dichten mit Montageschaum soll eine Türzarge oder ein Fensterrahmen an blankem Mauerwerk montiert werden, ist heute Montageschaum ein fast unentbehrliches und daher ein häufig gebrauchtes Material. Darüber hinaus empfiehlt es sich auch für kleine Reparaturen.

Dichten mit Montageschaum

Dichten mit Montageschaum

Wo früher klaffende Fugen mühsam mit Mörtel geschlossen und beigeputzt werden mussten, genügt heute der Druck auf das Ventil einer Dose mit Montageschaum. Im Nu ist der Spalt luftdicht geschlossen, auch wenn es dann noch etliche Stunden dauert, bis der ausgehärtete Schaum versäubert werden kann. Für Bauhandwerker sind Montageschäume mittlerweile ein unentbehrliches Hilfsmittel. Einige machen davon unbedacht Gebrauch und tragen wegen der in manchen Dosen als Treibgas verwendeten Fluorchlorkohlenwasserstoffe zur Zerstörung der Ozonschicht in der Lufthülle der Erde bei.

Da aber mehr und mehr Montageschäume mit FCKW-freiem Treibgas angeboten werden, brauchen umweltbewusstes Handeln und Arbeitsersparnis kein Widerspruch mehr zu sein. Heimwerker können sich manche Arbeit im eigenen Haus erleichtern. Mit Montageschaum rückt man etwa Wärmebrücken erfolgreich zu Leibe und kann so die Verschwendung von Heizenergie abstellen. Beim nachträglichen Einbau von Fenstern und Türen leistet er gute Dienste, und selbst für den Modell-Eisenbahner ist der Schaum aus der Dose eine wertvolle Hilfe.

 

Dichten mit Montageschaum: ein probates Mittel gegen Zugluft

Dichten mit Montageschaum, wichtige Hinweise beachten

Dichten mit Montageschaum, am häufigsten wird Montageschaum zum Abdichten des Spalts zwischen Mauerwerk und Fensterrahmen genutzt beim Einbau oder nachträglich.

Montageschaum besteht eigentlich aus unzähligen Luftbläschen, umgeben und festgehalten von einem zunächst weichen und pappigen, dann harten und unelastischen Kunststoff. Ein solches Luftpolster ist überall dort eine ideale Sperrschicht, wo der Luftaustausch zwischen zwei Räumen oder dem Inneren eines Hauses und der Außenluft unterbunden werden soll. Weil Luftaustausch bedeutet, dass ein Temperaturgefälle ausgeglichen wird, indem kalte und warme Luft sich mischen, ist eine Sperrschicht auch eine wirksame Wärmeisolierung.

Ein in Schaum ruhendes Luftpolster hat dabei den Vorzug, dass es jeden Luftspalt beim Aufschäumen lückenlos füllen kann. Man kann einen Spalt etwa zwischen einem Fensterrahmen und dem Mauerwerk auch mit anderen Materialien füllen: Mit einer Schnur aus Dämm-Material oder mit Streifen, die man von einer Dämm Matte abschneidet. Diese Werkstoffe werden jedoch verdichtet, wenn man sie in einen engen Spalt drückt. Die Effektivität, die man sich verspricht, wird so nicht erreicht.

 

Dichten mit Montageschaum, Anwendungshinweise

Anders der Montageschaum. Er vergrößert sein Volumen selbst nach dem Ausschäumen noch beträchtlich. Bei sachgemäßer Anwendung füllt er Lücken zwischen zwei Baustoffen bis in den letzten Winkel. Überschüssige Schaummasse lässt sich nach dem Aushärten mit Messer, Säge oder Raspel entfernen. Beim Ausschäumen sind einige wichtige Herstellerhinweise zu beachten, die auf den Treibgasdosen abgedruckt sind. So müssen die Untergründe staub-, fett- und lösemittelfrei sein. Stark saugende Unter-gründe, insbesondere Gipsbausteine, sollten grundiert, Bauteile aus Metall durch einen Grundanstrich vor Korrosion geschützt werden.

 

 

Die beste Verarbeitungstemperatur liegt zwischen 18 und 25° C.

Manchem Schaum genügt zum Aushärten die Luftfeuchtigkeit, anderem nicht. Will man solches Material verarbeiten, muss man den Untergrund zuvor anfeuchten. Der aus zu schäumendem Spalt sollte wenigstens 5 mm, höchstens 50 mm breit sein. Weil bei Ausdehnung des Schaumstoffs beträchtlicher Druck erzeugt wird, sind vor allem Türzargen nicht nur vorschriftsmäßig zu montieren, sondern durch Spreizen zu sichern. Versäumt man es, diese Sicherungen einzusetzen, besteht die Gefahr, dass der Montageschaum die Zargen Seiten nach innen drückt und damit das Einsetzen der Tür unmöglich macht.

Auf den nach etwa zwei Stunden fest gewordenen Schaum lässt sich weiterer Schaum auftragen, zum Beispiel wenn Mauerwerksschlitze für Rohrleitungen vollständig aus geschäumt werden sollen. Voll belastbar ist der Schaum je nach Dicke der aufgetragenen bzw. aufgeschäumten Schicht jedoch erst nach fünf bis 24 Stunden.

Dichten mit Montageschaum

Dichten mit Montageschaum, Türzargen müssen mit Spreizen ausgesteift werden, sonst drückt der aufquellende Schaum die senkrechten Rahmenteile nach innen.

Dichten mit Montageschaum, wichtige Hinweise beachten

Dichten mit Montageschaum, Unnötiger Wärmeverlust im Dachgeschoß kann unterbunden werden, indem man Luftspalte mit Montageschaum abdichtet.

Dichten mit Montageschaum, wichtige Hinweise beachten

Dichten mit Montageschaum, Mauerwerkschlitze mit Wasserleitungen werden besser aus geschäumt, statt mit Mörtel gefüllt. Schaum ist elastischer als Mörtel.

 

Fester Halt

Dichten mit Montageschaum

Dichten mit Montageschaum, beim Schäumen sollte von oben nach unten gearbeitet werden. Weil der Schaum auch nachträglich quillt, nicht zu viel einspritzen.

In vielen Altbauten haben sich durch stete Benutzung und Abnutzung einige einst sehr feste Verbindungen mit den Jahren gelockert. Am häufigsten macht sich der Verschleiß an den Türen mit Holzzargen bemerkbar. Hier lockert sich durch das Öffnen und Schließen (vor allem heftiges Zuschlagen) der Tür allmählich der hölzerne Türrahmen. Ein mehr oder weniger breiter Spalt klafft auf. Selbst wenn solcher Schaden nur an der Tür eines Abstellraums oder an der Verbindungstür zur Garage auftritt, möchte man etwas gegen den unschönen Anblick unternehmen. Hier kann Montageschaum helfen.

 

Vorbereitungen beim Dichten mit Montageschaum

Es empfiehlt sich, zunächst die Zarge auszurichten und eventuell zu verkeilen. Dann sollte man den Staub aus dem Spalt heraussaugen. Verarbeitungshinweisen ist zu entnehmen, ob der Spalt damit hinreichend vorbereitet ist oder ob man ihn mit einer Blumenspritze etwas anfeuchten muss. Der Spalt wird von oben nach unten aus geschäumt. Dabei betätigt man den Druckknopf der Schaumflasche jeweils nur kurz und sehr vorsichtig, damit nicht Zuviel Schaum austritt. Überschäumendes Material schneidet man ab, wenn es ausgehärtet ist. Der Schaum gibt dem Türrahmen wieder so festen Halt, dass die Zarge nicht mehr wackeln kann.

 

Ventil und Sprührohr reinigen

Nicht immer wird der Inhalt einer Dose vollständig aufgebraucht: Ein Rest bleibt zurück und soll für andere Gelegenheiten aufgehoben werden. Damit die Dose gebrauchstüchtig bleibt, muss man Ventil und Sprührohr gleich nach Beendigung der Arbeit reinigen. Um dies mit der gebotenen Gründlichkeit tun zu können, sollte man sich zusammen mit dem Montageschaum einen Sprühreiniger besorgen. Nach getaner Arbeit wird das Sprührohr von der Schaumflasche abgezogen und auf den Sprühkopf der Reiniger Dose gesteckt.

Man sprüht ein wenig Reiniger in das Rohr, löst damit die Schaumreste auf und lässt sie auf ein Stück Zeitungspapier tropfen. Im Sprühkopf der Schaumdose bleibt ein kleiner Rest Schaum zurück. Wenn er ausgehärtet oder zumindest etwas fester geworden ist, kann man diesen kleinen Stöpsel mit Hilfe einer Holzschraube aus dem Röhrchen herausziehen.

 

Dichten mit Montageschaum, Hinweise

Wenn die Arbeit nur für kurze Zeit unterbrochen wird, sind diese Reinigungsmaßnahmen nicht nötig. Auf den Dosen der verschiedenen Fabrikate ist angegeben, ob die Arbeit bis zu sechs oder zehn Minuten ruhen kann, ohne dass die Funktionsfähigkeit des Ventils darunter leidet. Mit dem Reiniger lassen sich auch frische Schaumflecken in der Umgebung des Arbeitsplatzes und von der Kleidung entfernen. Zur Not kann man damit auch die Hände reinigen; besser ist es aber, wenn man bei der Arbeit mit Montageschaum dünne Schutzhandschuhe trägt und der Polyurethanschaum gar nicht erst an die Haut gelangt.

 

Abdeckung

Will man verhindern, dass Schaumflecken auf empfindliche Oberflächen in der Umgebung des Arbeitsplatzes fallen, sollte man den gefährdeten Bereich mit Folien oder Abdeckband schützen. Am besten bleibt die Abdeckung eine Weile an ihrem Platz, weil der Schaum auch noch einige Zeit nach dem Aussprühen sein Volumen vergrößert.

 

Tipp Augen und Haut beim dichten mit Montageschaum schützen

Gelangt Schaum auf die Haut, sollte man ihn sofort abwischen. Spritzt man gar aus Versehen Schaum in die Augen oder wischt man Schaum von der Hand ins Auge, muss sofort mit viel Wasser gespült und so schnell wie möglich ein Arzt aufgesucht werden. Um Gefahren aus dem Weg zu gehen: eine Schutzbrille tragen und die Hände mit Plastik Handschuhen schützen.

Dichten mit Montageschaum

Dichten mit Montageschaum, das Sprührohr mit Spezialreiniger oder Azeton von Schaumresten reinigen, damit es nicht verstopft und wiederverwendet werden kann.

Dichten mit Montageschaum

Dichten mit Montageschaum, den kleinen Schaumpfropfen aus dem Ventil der Schaumdose etwas antrocknen lassen, dann mit einer Holzschraube herausziehen.

 

Modell-Landschaften aus Montageschaum

Nicht nur für Reparaturen und Montage Arbeiten lässt sich Polyurethan-Schaum gebrauchen: Auch dem Modell-Eisenbahner leistet er gute Dienste. Für den Bau von Landschaften mit Bergen und Tunnel eignet sich jeder Montageschaum, also nicht nur die ausdrücklich als Heimwerker oder Hobby-Schaum deklarierten Sorten.

Man formt die Erhebung aus feinem Hühnerdraht vor und deckt das Drahtgewebe mit angefeuchtetem Papier ab, oder man legt den Draht doppelt und schiebt eine Lage Zeitungspapier dazwischen. Dann wird das „Gerüst“ überschäumt. Man kann die Schaumwülste mit einer Kunststoff-Folie abdecken, damit eine regelmäßig geformte Schaumoberfläche entsteht. An der Folie haftet der Schaum nicht, sie lässt sich nach dem vollständigen Aushärten mühelos wieder abziehen.

Auf diese Weise gestaltet man sanft geschwungene Hügel, während unabgedeckter Schaum sich zu wild romantischen „Gesteinsformationen“ auftürmt, die man am besten noch etwas nacharbeitet. Als sehr praktikabel hat es sich erwiesen, nur einzelne Partien mit der Folie (oder auch mit der „Kuchen-Seite“ von Backtrennpapier abzudecken und den Schaum sich an anderen Stellen frei entwickeln zu lassen. Dann entsteht ein interessanter Wechsel zwischen unregelmäßigen Fels- oder Geröllpartien und glatten Wiesenflächen.

Dichten mit Montageschaum

Dichten mit Montageschaum, Der Tunnelberg wird aus Hühnerdraht vorgeformt. Eine Lage Papier verhindert, dass der Schaum durch das Drahtgewebe hindurchtropft.

Dichten mit Montageschaum

Der Schaum wird in dicht nebeneinander angeordneten Strängen aufgesprüht. Vorerst nicht zu viel auftragen: Der Schaum quillt nach.

Der vollständig ausgehärtete Schaum lässt sich mit Dispersionsfarbe überstreichen. In die noch nasse Farbe kann man Sägemehl einstreuen, um Wiesenflächen die passende Textur zu geben. Anschließend streicht man diese Flächen noch einmal über. Auf schroffem Fels lässt man die Grundierung trocknen, bevor man mit abgetönter Farbe verwitterte Partien und Gesteinsformationen andeutet. Bäume oder Buschwerk kann man aus Ästen und Moos formen.

Dichten mit Montageschaum

Nach dem vollständigen Aushärten (spätestens nach einem Tag) kann man die Oberfläche des Schaums weiterbearbeiten, Er lässt sich mit dem Messer schneiden und mit Raspel und Feile weiter ausformen. Vertiefungen können mit Schaumschnipseln gefüllt werden, die man am besten mit Leim einsetzt. Danach grundieren und mit Sägemehl bestreuen, Bäume und Buschwerk setzen. So entstehen nicht nur Landschaften für die heimische Eisenbahnanlage, sondern auch der Berg für die selbstgebaute Ritterburg.

 

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