Estrich bei der Holzständerbauweise – Das ist zu beachten

Die wohl beste Lösung für Estrich bei der Holzständerbauweise ist der sogenannte Trockenestrich. Hier handelt es sich um vorgefertigte Platten.

Estrich bei der Holzständerbauweise wird immer beliebter – Grund dafür ist unter anderem die Nachhaltigkeit dieser Form der Hauserrichtung. In der Ständerbauweise besteht das tragende System des Gebäudes aus einem hölzernen Skelett.

Estrich bei der Holzständerbauweise - Das ist zu beachten

Estrich bei der Holzständerbauweise

In der Regel werden hierfür Vollhölzer aus Nadelholz verwendet. Darauf werden Bauplatten angebracht. Der Zwischenraum wird mit Dämmmaterial gefüllt. Die Bauweise unterscheidet sich also deutlich von der gängigen Massivbauweise. Deshalb muss bei der Errichtung eines Hauses in der Holzständerbauweise auch einiges beachtet werden. Vor allem beim Gießen des Estrichs ergeben sich einige Besonderheiten.

 

Was ist Estrich überhaupt?

Das Wort Estrich bezeichnet den Fußboden. Also den ebenen Untergrund der benötigt wird um Fußbodenbeläge wie Teppich- oder Holzböden auszulegen. Estrich sorgt außerdem für die Lastenverteilung. Häufig wird in Kellerräumen der Estrich selbst als Nutzschicht verwendet. Er besteht aus einem Mörtel hergestellt und wird meist gegossen, also nass angebracht und verteilt.

Estrich bei der Holzständerbauweise - Das ist zu beachten

Wo liegen die Probleme mit Estrich bei der Holzständerbauweise?

Ein Problem, welches sich im Allgemeinen bei Holzhäusern ergibt, ist Feuchtigkeit. Denn ist diese erst einmal in das Holz gezogen, kann nicht nur Schimmel entstehen, sondern das Material nachhaltig geschädigt werden. Herkömmlicher Estrich ist jedoch auch feucht. Das ergibt sich bei der Verteilung des Fußbodens also ein Problem. Häufig bringt die Feuchtigkeit im Estrich sogenannten Blauschimmel zum Vorschein. Zwar verschwindet dieser in den meisten Fällen weder, hinterlässt jedoch unschöne Spuren.

Das ist ein Problem, dass auch beim Bau von Fertighäusern aus Holz auftritt, da diese ebenfalls mit der Holzständerbauweise gefertigt werden. Denn der allgemeine Vorteil ist die kurze Errichtungszeit, die sich durch die Trocknungszeit des Estrichs deutlich verlängern würde.

Zudem sind die am häufigsten verwendeten Arten, der Betonestrich und der Zementestrich sehr schwer. Das ist zwar im untersten Stockwerk kein Problem, aber die Konstruktion in der Holzständerbauweise ist für die schwere Last nicht ausgelegt, so dass der Estrich nicht in höheren Stockwerken verwendet werden kann.

 

Welche Form von Estrich eignet sich also für die Holzständerbauweise?

Natürlich gibt es für diese Probleme auch Lösungen. Eine Möglichkeit ist ein spezieller Betonestrich, welcher, durch einen Zusatz, weniger Wasser enthält. So kommt also dementsprechend weniger Feuchtigkeit in das Haus und der Boden trocknet zudem schneller. Nach wie vor sollte jedoch während dieses Prozesses auf eine ordentliche Lüftung geachtet werden, denn Gefahr von Schimmel ist hier trotzdem nicht ausgeschlossen. Der spezielle Betonestrich ist etwas teurer als das herkömmliche Material und wird deshalb nicht standardmäßig eingesetzt.

Die wohl beste Lösung für Estrich bei der Holzständerbauweise ist wohl der sogenannte Trockenestrich. Hier handelt es sich um vorgefertigte Platten. Das heißt der Boden wird nicht gegossen, sondern eingebaut. Dementsprechend ist hier auch kein Wasser und damit keine Feuchtigkeit vorhanden. Zudem sind die Platten sehr leicht. Also die perfekte Lösung für die oberen Stockwerke von Holzhäusern. Die Wärmedämmung ist bei dieser Art von Estrich etwas geringer, weshalb für das unterste Stockwerk trotz dessen ein Flüssigestrich empfohlen wird.