Fundamente graben und Verschalungen herstellen

Fundamente graben, um z.B. Schäden am Mauerwerk vorzubeugen, ist es unerlässlich, ein ausreichendes Fundament zu legen

Fundamente graben, in den meisten Fällen, wie zum Beispiel bei Gartenmauern oder Garagen, reichen frostsicher gegründete Streifenfundamente völlig aus.

Fundamente graben

Die Notwendigkeit von Fundamenten für die Standsicherheit von Mauern und Gebäuden jedweder Art ist seit langer Zeit bekannt.

Schon zur Zeit der Griechen achtete man auf eine ausreichende Gründung der Bauwerke. Die ersten Fundamente wurden aus glattgehauenen Felsquadern hergestellt. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich der Aufbau der Fundamente weiter. Nicht nur die Abmessungen wurden kleiner, da man immer genauere Berechnungsmethoden entwickelte, auch die Steine waren nun kleiner und somit handlicher.

Sie brauchten nicht mehr passgenau gearbeitet zu werden, wie noch bei den alten Griechen, da die entsprechenden Fugen nun mit belastbaren Bindemitteln wie Zementmörtel eine Erfindung der Römer ausgefüllt wurden. Hierzulande trifft man bei älteren Gebäuden auch heute noch zwei Ausführungsarten des „antiken“ Fundaments an. Die eine besteht aus gemauerten Natursteinen oder Bruchstücken, die andere aus gemauerten Ziegelsteinen.

Heutiger Stand der Technik ist die Anfertigung von Fundamenten aus Beton. Er kann als sogenannter Ortbeton mit vertretbarem Aufwand in Eigenarbeit auf der Baustelle hergestellt werden. Zuvor muss jedoch der Fundamentgraben ausgehoben werden.

Das wird gemacht

  • Planung und Dimensionierung des Fundaments
  • Winkel aus Lattenresten zimmern
  • Schnurgerüst anlegen
  • Nivellieren mit Wasserwaage und Schlauchwaage
  • Abmessungen vom Schnurgerüst auf den Boden übertragen
  • Fundamentgraben ausheben
  • Grabentiefe mit Latten markieren
  • Verschalung herstellen
  • Dränage anlegen und vorschriftsmäßig anschließen
  • Verdichten von Bauschutt, Geröll oder Grob Kies

Was sie brauchen

Material

  • Rundhölzer oder Dachlatten
  • Schalungsbretter
  • Nägel
  • Sand
  • Grob kies oder Bauschutt
  • Beton
  • Dränagerohre
  • Filterplatten
  • Bitumenanstrich

Werkzeug

  • Pflöcke für Schnurgerüst
  • Maurerschnur aus Nylon
  • Winkel
  • Vorschlaghammer
  • Maurerhammer
  • Stahlbandmaß
  • Wasserwaage oder Schlauchwaage
  • Schaufel
  • Spaten
  • Bei hartem Untergrund Spitzhacke
  • Bügelsäge für Schalung
  • Flächenrüttler

 

Mauer und Fundament

Jede Mauer muss auf einem Fundament errichtet werden. Dabei ist eine frostfreie Gründung des Fundaments auf jeden Fall erforderlich. Die Fundamentsohle muss so tief gelegt werden, dass sie durch Gefrieren und Auftauen der unmittelbar darunterliegenden Bodenschicht nicht in Bewegung gerät.

Deshalb sollte ein Fundamentgraben 80, besser noch 100 cm tief sein. Vor dem Aushub des Grabens sollten Sie einen geeigneten Platz für die getrennte Lagerung von Mutterboden und Tiefenaushub bestimmen, damit der Abraum die folgenden Arbeiten nicht behindert.

Die Breite des Fundamentes richtet sich nach den Last- und Bodenverhältnissen und nach der Dicken des Mauerwerks.

Bei einschaligem Mauerwerk, wie in unserem Beispiel, sollte die Fundamentbreite ungefähr das Zweifache der Wanddicke betragen. Falls durch die Beseitigung vorhandener Bauten Bauschutt anfällt, kann er zur Verfüllung des Grabens bis zur Gründungsebene verwendet werden.

Ansonsten eignet sich hierfür eine Schicht von etwa 10 Zentimetern Grob kies. Sie sorgt für die nötige Wasserdurchlässigkeit der Schicht unter dem Fundament.

Fundamente graben

Fundamente graben. Das Fundament sollte die doppelte Breite der Wandstärke haben. Bis zur Gründungsebene kann mit Geröll oder Grob kies aufgefüllt werden.

 

 

Einschalung

Der obere Teil des Fundamentstreifens, der aus dem Erdreich herausragt, muss vor dem Betonieren eingeschalt werden. Der eingebrachte Beton wird waagerecht und glatt abgezogen. Auf diese Oberfläche mauert man die erste Lage Ziegel auf. Diese ist in einem Mörtelbett zu verlegen, um etwaige Höhenunterschiede auszugleichen und eine waagerechte Fläche für die weiteren Schichten des Mauerverbandes zu schaffen. Bei Mauerwerk, das zwei Steine dick, aber nicht im Verband gemauert ist, müssen Drahtanker in die Mörtelfugen eingelegt werden, um eine ausreichend haltbare Verbindung zu schaffen.

Fundamente graben

Fundamente graben. Nebeneinanderliegende Läuferschichten werden mit Drahtankern verbunden, Hohlräume in Mauerwerkspfeilern mit Schutt aufgefüllt.

 

Rechter Winkel

Fundamente graben

Fundamente graben. Um die Anlage des Fundamentgrabens oder Mauerwerks auf Rechtwinkligkeit überprüfen zu können, brauchen Sie einen präzisen Winkel.

Der Winkel wird beim Bauen sehr häufig benutzt. Gemeint ist damit nicht der rechte Winkel, den man in seiner kleinen Ausführung von Zeichenarbeiten her kennt. Beim Anlegen von Fundamenten brauchen Sie einen sehr viel größeres Exemplar. Sie können natürlich für jeden Bedarf einen passenden Winkel kaufen bei relativ großen Abmessungen ist es jedoch günstiger, das Gerät aus Lattenresten selbst anzufertigen. Die Herstellung ist einfach, die Genauigkeit reicht völlig aus.

Mathematik

Zwischen den Seitenlängen eines rechtwinkligen Dreiecks besteht ein einfacher mathematischer Zusammenhang. Nach dem Satz des Pythagoras ergibt die Summe der Quadrate der Schenkellängen des rechten Winkels das Quadrat der Länge der dem rechten Winkel gegenüberliegenden Seite.

Als Formel:  a2 b2 = C2 oder c = a2 + b2

Die Berechnung beliebiger Dreiecksgrößen ist mit einem Taschenrechner leicht möglich. In der Praxis wird aber mit folgenden Maßen gerechnet:

Der Schenkel c ist 50 cm lang, die beiden anderen Schenkel sind 30 und 40 cm lang. Noch günstiger ist es, mit dem Doppelten oder Dreifachen dieser Maße zu rechnen. Nageln Sie aus Latten ein Dreieck zusammen. Schneiden Sie die Teile etwas länger zu, tragen Sie zum Beispiel die Maße 150, 120 und 90 cm darauf ab, und nageln Sie die Latten an den Enden mit jeweils einem Nagel zusammen; nach dem Zusammenfügen der Dreiecksform fixieren Sie die Verbindungen mit weiteren Nägeln.

 

Anlegen eines Schnurgerüstes

Fundamente graben

Fundamente graben. Dachlattenabschnitte dienen als Pflöcke, die mit dem Hammer ins Erdreich gerammt werden. An ihnen befestigen Sie die Schnüre.

Größere Bauvorhaben sind genehmigungspflichtig. Informieren Sie sich daher schon vor der Planung beim zuständigen Amt Ihrer Gemeinde über bestehende Auflagen. Bevor Sie mit dem Aushub des Grabens beginnen, muss die Lage der Fundamente genau festgelegt werden. Dies geschieht mit Hilfe eines Schnurgerüstes. Zuerst legen Sie die Ecken des Bauwerkes fest, indem Sie Pflöcke als Markierungen einschlagen. Als Orientierungspunkte für diese Festlegung dienen Grenzsteine, Grundstücksgrenzen und bestehende Gebäude.

 

Markierungen

Verwenden Sie zum Markieren angespitzte Rundholz- oder Dachlattenabschnitte. Die genaue Lage der Ecken des Bauwerkes wird durch sich kreuzende Schnüre bestimmt, da die Eckpflöcke durch die folgen-den Ausschachtungsarbeiten wegfallen würden. Sie sollten deshalb die Pflöcke des Schnurgerüstes etwas außerhalb des Fundaments in gleicher Höhe einrammen und je Ecke zwei Pflöcke einschlagen.

Die Lage der ersten Wand wird durch die Verbindung von vier Pflöcken mit zwei Schnüren festgelegt. Wollen Sie Wände im rechten Winkel anschließen, spannen Sie Schnüre über weitere Pflöcke im rechten Winkel zu der schon vorhandenen Schnur. Kontrollieren Sie mit dem Lattenwinkel.

Fundamente graben

Fundamente graben. Selbst komplizierte Fundamente können mit Hilfe eines Schnurgerüstes genau markiert werden. Sich kreuzende Schnüre ergeben die Eckpunkte.

 

Nivellieren

Fundamente graben

Fundamente graben. Eng zusammenstehende Pflöcke werden, mit Hilfe von Richtlatte und Wasserwaage nivelliert und auf gleiche Höhe gebracht.

Fundamente graben

Fundamente graben. Bei extrem großem Abstand zweier Pflöcke ist die Schlauchwaage, ein mit Wasser gefüllter Schlauch, das geeignete Werkzeug.

Alle Schnüre müssen auch in der Höhe exakt ausgerichtet werden. Es sind Bezugspunkte nötig, die sicherstellen, dass alle Fundamentoberkanten auf gleicher Höhe liegen. Liegen die Pflöcke des Schnurgerüstes weit auseinander, verwendet man zum Höhenabgleich eine Schlauchwaage. Sie besteht aus einem Schlauch mit zwei aufgesteckten transparenten Röhrchen, auf denen sich Markierungen befinden.

Dieser Schlauch wird bis zu den Markierungen blasenfrei mit Wasser aufgefüllt. Wählen Sie als Ausgangspunkt für den Höhenabgleich die Ober-kante eines bestehenden Fundamentes. Wenn der Wasserstand an beiden Schlauchenden mit den Markierungen übereinstimmt, kann die Höhe von einem Helfer auf den Pflock übertragen werden.

 

Fundamentbegrenzung und Aushubtiefe festlegen

Nachdem Sie alle Höhenpunkte nivelliert haben, verbinden Sie sie mit Schnüren. So ergeben sich die Fundamentbegrenzungen. Um sich das Ausschachten zu erleichtern, sollten Sie die Begrenzungslinien vom Schnurgerüst auf den Untergrund übertragen. Sie können sie mit dem Spaten auf dem Boden anzeichnen oder mit Sand markieren.

 

Schnüre abnehmen

Da alle Höhenpunkte an den Pflöcken angezeichnet sind, haben Sie die Möglichkeit, die Schnüre vorerst abzunehmen, damit sie beim Ausheben des Fundamentgrabens nicht hinderlich sind. Beim Bodenaushub sollten Sie den Graben Schicht für Schicht vertiefen. Kontrollieren Sie von Zeit zu Zeit durch Zwischenmessen, ob Sie die angestrebte Tiefe erreicht haben. Bringen Sie die Schnur rechtzeitig wieder an, um über die gesamte Fläche die Gleichmäßigkeit der Tiefe zu überprüfen.

 

Pflöcke ausrichten

In den Graben rammen Sie mittig Pflöcke ein, an denen Sie die vorgesehene Stärke der Geröllschicht und der Betonschicht abtragen. Richten Sie die Oberkanten der Pflöcke mit der Wasserwaage auf gleiche Höhe aus. Bei ansteigendem Gelände müssen Fundamentabtreppungen vorgesehen werden, deren Einteilung sich nach der vorhandenen Steigung richtet.

Fundamente graben

Fundamente graben. Sie befestigen die Schnur mit einer Schlaufe in Höhe der zu vorausnivellierten Markierungen und sichern sie mit einem  Nagel.

Fundamente graben

Fundamente graben. Übertragen Sie die Begrenzungen des Fundamentes auf den Untergrund, um die Schnüre bei der Arbeit abnehmen zu können.

Fundamente graben

Fundamente graben. Um zu vermeiden, dass die Schnüre bei großen Spannweiten allzu sehr durchhängen, sollte man sie an zusätzlichen Pflöcken befestigen.

Fundamente graben

Fundamente graben. Bei kleineren Fundamenten kann man auf ein fachgerechtes Schnurgerüst verzichten. Die Schnur spannt um die Eckpflöcke.

Fundamente graben

Fundamente graben. Schnüre und ins Erdreich eingerammte Lattenabschnitte markieren die erforderlichen Höhen.

Fundamente graben

Fundamente graben. In Gelände mit Gefälle müssen Abtreppungen im Fundament vorgesehen werden.

 

Tipp Wertvoller Mutterboden

Wenn Sie beim Ausheben die anfallende Mutterbodenschicht sie kann bis zu 30 cm dick sein vom Tiefenaushub getrennt lagern, können Sie den Abraum später wieder verwenden, um etwa einen Wall aufzuschütten oder ein Steinbeet anzulegen. Der Tiefenaushub wird dann mit dem wertvollen Mutterboden als Vegetationsschicht abgedeckt. Abgesteckte Grassoden können Sie ohne weiteres an anderer Stelle wiederverlegen. Sie wachsen in der Regel gut an, sofern sie nicht in praller Sonne oder zu trocken gelagert werden.

 

Schalung

Fundamente graben

Fundamente graben. Für die Schalung müssen Sie außerhalb des Fundamentkörpers Pflöcke einrammen, gegen die Sie die Schalungsbretter nageln.

Fundamente graben

Fundamente graben. Wenn das Fundament aus dem Erdreich herausragt, muss die Verschalung bündig mit dem Fundament abschließen.

Bei Fundamenten, die aus dem Erdreich herausragen, ist der Bau einer Verschalung unumgänglich. Hierzu benötigt man Pflöcke und Schalbretter. Der Materialbedarf richtet sich nach der Größe des Fundamentkörpers. Die Schalung sollte etwa vierzig Zentimeter ins Erdreich hineinragen, um zu gewährleisten, dass der Beton nicht ausfließt.

Eine Verschalung bis zur Gründungssohle ist wenig sinnvoll. Das Schalungsmaterial ist zu teuer, als dass man es verschwenden sollte. Beim Verschalen werden die Bretter immer von innen, also von der Fundamentseite aus, gegen die Pflöcke genagelt. Die Konstruktion muss stabil ausgeführt werden.

 

Dränageschicht und Rohre

Das Wort Dränage hat seinen Ursprung in der englischen Sprache: „to drain“ bedeutet soviel wie „Wasser durch Röhren ableiten“. Dränagerohre müssen verlegt werden, wenn Wasser auf das Mauerwerk drückt. Dies ist der Fall, wenn das Bauwerk in Hanglage errichtet wird oder wenn Oberflächenwasser auf dem Grundstück nur langsam abläuft.

Fundamente graben

Fundamente graben. Aufwendige Dränagesysteme wie dieses sind bei Gebäuden angebracht. Für Gartenmauern genügt eine Schüttung aus Grob kies.

Dadurch würde die Abdichtung des Mauerwerks überbeansprucht und eventuell beschädigt. Mauerwerk nimmt bis zur Sättigungsgrenze Feuchtigkeit auf was schon bald zu dauerhaften, ernsten Schäden führen kann.

Dränagerohre sind in verschiedenen Abmessungen und Materialien erhältlich. Anstelle der früher benutzten Ton Rohre haben sich heute Kunststoffrohre durchgesetzt, die in Durchmessern von 70 bis 150 Millimetern erhältlich sind. Sie lassen sich leicht verarbeiten und sind sehr haltbar.

 

Ausreichende Entwässerung

Bei der Verlegung der Dränagerohre ist zu beachten, dass diese im unteren Bereich des Fundamentsockels, jedoch nicht unter der Sohlebene verlegt werden, und zwar so, dass eine ausreichende Entwässerung sichergestellt ist. Hierzu wird auf Höhe der Sohlebene eine Lage Sand von ungefähr 10 Zentimetern Stärke eingebracht, die Rohre darauf mit etwa zwei Prozent Gefälle verlegt. Anschließend wird mit Grobkies, der die Dränage vor Versandung schützt, verfüllt.

Diese Schicht ist etwa 50 Zentimeter stark. Bauschutt ist hier völlig ungeeignet! Zur senkrechten Abdichtung des Mauerwerks wird bei Gebäuden zusätzlich zum mehrfachen Bitumenanstrich (mindestens zwei Schichten) eine Filterschicht benötigt, beispielweise Filterplatten aus verklebten Styroporkugeln. Dränagen werden über Sandfänge mit Rückstausicherung an das Kanalnetz angeschlossen.

Dies verhindert das Zurücklaufen des Wassers, wenn das Kanalnetz überlastet ist. Eine solche Möglichkeit kommt jedoch nur in Betracht, wenn ein in Regen- und Schmutzwassersiel aufgeteiltes Kanalsystem vorhanden ist. Ansonsten müssen Sickerschächte angelegt werden. Was erlaubt und machbar ist, erfahren Sie auf dem zuständigen Amt Ihrer Gemeinde.

 

Einfachere Lösungen

Durch eine günstige Oberflächengestaltung des Geländes kann bei ein-fachen Bauten meist schon mit wenigen Mitteln ein schneller Ablauf des Oberflächenwassers erzielt werden. Bei Gartenmauern etwa wird eine ausreichende Dränage Wirkung schon dadurch erzielt, dass das Fundament an den Seiten mit einer soliden Grobkiesschüttung verfüllt wird. Auch unterhalb der Gründungssohle sollte eine etwa zehn Zentimeter starke Grobkiesschüttung eingebracht werden.

Fundamente graben

Fundamente graben. Im Schnitt: Die fachgerecht ausgeführte Abdichtung und Dränage des unter Gartenniveau liegenden Mauerwerks und seines Fundaments.

 

Fundamente graben das Verdichten

Fundamente graben

Fundamente graben. Falls Sie Bauschutt als Unterbau für Ihre Betonplatte verwenden, zerkleinern Sie die größeren Stücke, um Hohlräume zu vermeiden.

Fundamente graben

Fundamente graben. Der Betonierungsgrund muss auf jeden Fall verdichtet werden, damit er später nicht absackt. Hierzu leihen Sie sich einen Flächenrüttler.

Die Herstellung einer Betonplatte, zum Beispiel für eine geflieste Terrasse, erfordert eine sorgfältige Vorbereitung des Untergrundes. Er muss bei größeren Verfüllungen lagenweise alle dreißig bis vierzig Zentimeter verdichtet werden. Da-bei ist unerheblich, welches Material Sand, Kies oder Geröll Sie verwenden. Der Untergrund muss auf jeden Fall verdichtet werden, weil ansonsten die Gefahr besteht, dass die Verfüllung mit der Zeit unterschiedlich stark absackt. Spannungen in der Betonplatte aber führen meistens dazu, dass das Material der Belastung nicht standhält und reißt.

 

Schalung in unebenem Gelände

Bei Grundstücken in Hanglage stellt sich häufig das Problem, geeignete Fundamente für Gartenmauern anlegen zu müssen. Sie sollten dem Ge-fälle angeglichen werden. Wenn die Mauern in der Höhe verspringen, ist es ebenfalls sinnvoll, die Fundamente mit Abtreppungen auszuführen.

 

Tipp Teure Geräte zum Fundamente graben ausleihen

Die Anschaffung von Baustellenausstattung, wie zum Beispiel Presslufthammer oder Flächenrüttler, lohnt meist nur, wenn diese Werkzeuge gewerblich genutzt werden. Bei nur seltener Benutzung sollten Sie diese Geräte bei auf den Verleih spezialisierten Firmen mieten.

Um ein harmonisches Bild zu erreichen, sollten Sie die abgetreppten Abschnitte der Mauer und damit auch des Fundamentes möglichst gleichlang anlegen. Zunächst messen Sie den vorgesehenen Verlauf der Mauer sorgfältig ein, ermitteln also Länge und Höhenunterschiede, um dann die Anzahl der Treppen festzulegen.

Die Vorgehensweise bei der Herstellung abgetreppter Fundamente entspricht im Wesentlichen jener bei ebenem Grund. Wegen der Höhenunterschiede der Stufen ändert sich jedoch der Aufbau des Schnurgerüstes. An jedem Pflock müssen nun zwei Schnüre befestigt werden, eine Schnur für die obere, die andere für die untere Treppe.

Die Verschalung wird mit Höhen Versprüngen entsprechend dem Schnurgerüst ausgeführt. Die einzelnen Abtreppungen sind durch Bretter zu trennen. Die Fundamenttiefe sollte auch in diesem Fall mindestens achtzig Zentimeter betragen, damit die Fundamentsohle im frostfreien Bereich liegt.

Fundamente graben

Fundamente graben. Terrassenförmig angelegte Blumenbeete erfordern abgetreppte Fundamente. Die Verschalung sollte mit Rundhölzern verstärkt werden.

 

Tipp, Fundamente graben

Bei der Herstellung von stufenförmigen Fundamenten ist zu beachten, dass der Beton nicht in einem einzigen Arbeitsgang geschüttet werden kann. Nach jeder Stufe müssen Sie warten, bis der Beton abgebunden hat. Entfernen Sie nun das Brett, das die schon fertiggestellte Stufe von der nächsttieferen trennt.

 

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