Weinregal aus Holz selber bauen: Materialien und Werkzeuge

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DIY-Projekt: Ein Weinregal aus Holz selber bauen – So gestalten Sie ein stilvolles und individuelles Möbelstück für Ihre Weinsammlung

In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie mit einfachen Materialien und Werkzeugen Ihr eigenes Weinregal aus Holz gestalten und anfertigen können. Erleben Sie das befriedigende Gefühl, ein eigenes Möbelstück zu schaffen, das nicht nur funktional, sondern auch ein echter Hingucker ist. Tauchen Sie ein in die Welt des Do-it-yourself und lassen Sie sich von unseren Tipps und Tricks inspirieren, um ein Weinregal zu bauen, das Ihren persönlichen Stil perfekt widerspiegelt.

Weinregal aus Holz selber bauen: Materialien und Werkzeuge

Auch wenn Sie keinen Weinkeller besitzen – einen kleinen Vorrat an Flaschen werden Sie sicher immer gern im Hause haben wollen. Unser kleines Weinregal aus Holz, aus Leisten zusammengebaut, ist ein idealer Aufbewahrungsort.

Ob Sie es als Schrankeinsatz bauen wollen oder als freistehendes Regal – das Konstruktionsprinzip ist in beiden Fällen dasselbe. In ein Regal der von uns vorgeschlagenen Größe passen 14 Flaschen. Wenn Sie mehr Flaschen unterbringen wollen, kein Problem. Vier zusätzliche lange Diagonalleisten und drei weitere Dreikantleisten, und schon haben drei Flaschen mehr Platz.

Das Regal wird durch den „Anbau“ lediglich 135 mm breiter. Die Abmessungen unseres Bauvorschlags. Das Regal wird 375 mm hoch und 704 mm breit.

 

Das brauchen Sie

Material

  • 20 mm Quadrat- und 22 mm Dreikantleisten
  • Ramin
  • Stauchkopfnägel, 12 und 15 mm lang
  • Weißleim

Werkzeug

  • Winkel
  • Streichmaß
  • Feinsäge
  • Lade
  • Stechbeitel
  • Klüpfel
  • Hobel
  • Schleifpapier

 

Konstruktionsvorschlag für das Weinregal aus Holz

Das Flaschenregal besteht aus zwei identischen Gitterrosten, die durch Dreikantleisten in gleichmäßigem Abstand miteinander verbunden sind. Die Verbindungspunkte der aus Quadratleisten zusammengesetzten Gitter werden überplattet. An den Kreuzungspunkten nehmen Sie also in Leistenbreite jeweils die Hälfte des Materials von beiden Leisten, damit sie bündig ineinander passen.

Exaktes Arbeiten ist die Voraussetzung für saubere Leistenkreuzungen. Sie sägen das Holz mit der Feinsäge bis zur halben Materialstärke ein und heben anschließend den Überschuss mit dem Stechbeitel aus.

Zunächst sind jedoch die Leisten exakt abzulängen. Für ein 14 Flaschen fassendes Regal benötigen Sie an Zuschnitten von der 20 mm Quadratleiste:

  • 12 x A 530 mm lang
  • 4 x B 365 mm lang
  • 4 x C 115 mm lang
  • 4 x D 185 mm lang
  • 4 x E 415 mm lang

Die Bauteile F sind 180 mm lang. Sie schneiden fürs Weindepot insgesamt 23 Stück aus 22 mm Dreikantleisten zu. Beim Ablängen sind sämtliche Schnitte akkurat rechtwinklig zu setzen.

Weinregal aus Holz selber bauen: Materialien und Werkzeuge

 

Anreißen

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Tragen Sie vom Rand zunächst 20 mm ab, dann abwechselnd weitere 95 und 20 mm.

Wenn Sie alle Leisten nebeneinanderlegen, können Sie die Sägeschnitte für die Aussparungen gemeinsam markieren. Benutzen Sie einen Winkel und ein scharfes Messer oder einen harten Bleistift. Der Abstand der ersten Schnittlinie vom Rand beträgt 20 mm. Zwischen den einzelnen Aussparungen von ebenfalls 20 mm Breite muss jeweils ein Abstand von 95 mm bleiben.

Bauen Sie sich einen Arbeitsrahmen aus Resthölzern, in dem Sie alle Leisten gleichzeitig bearbeiten können. Mit kräftigem Klebeband zusammengehalten, lassen sich die Leisten dann wie ein einziges Brett anzeichnen, sägen und ausstechen.

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In diesem Arbeitsrahmen aus Resten werden alle Leisten gemeinsam bearbeitet.

 

Ausschnitte

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Übertragen Sie die Markierungen, und reißen Sie die Ausschnitt-Tiefe (10 mm) an.

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An einem Anschlag machen Sie für jede Aussparung zwei Sägeschnitte, exakt 10 mm tief.

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Mit scharfem Stechbeitel und Klüpfel stemmen Sie das freigesägte Holzstück heraus.

 

Montage der beiden Gitter

Um die Grundflächen der Aussparungen zu glätten, arbeiten Sie mit einer Feile oder mit einer schmalen Leiste als Schleifklotz. Die Leistenenden, die später als Füße auf dem Untergrund stehen, schrägen Sie in der Gehrungslade auf 45 Grad ab. Arbeiten Sie mit einer Feinsäge, die ein ungeschränktes Blatt hat, damit die Einschnitte in der Gehrungslade nicht beschädigt werden.

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Sägen Sie die unteren Enden der Leisten in einer Gehrungslade auf 45 Grad ab.

Setzen Sie alle Teile eines Gitters ohne Leimangabe probeweise zusammen. Noch lassen sich kleine Paßfehler mit Feile oder Schleifpapier und Klotz korrigieren. Kennzeichnen Sie die einzelnen Bauteile, bevor sie das Gitter wieder auseinandernehmen.

Mit einem Pinsel geben Sie Leim an alle Kontaktstellen. Verwenden Sie Leim, der so langsam abbindet, dass Sie ausreichend Zeit haben, die vielen Einzelteile in Ruhe zusammenzusetzen.

Wischen Sie herausquellenden Leim sofort ab, und legen Sie das fertige Gitter auf eine plane, mit einem Bogen Papier abgedeckte Unterlage. So kann das Gitter nicht festkleben. Auch auf die Oberseite kommt ein Bogen Papier und darauf eine ebene Platte. Sie beschweren sie und lassen Sie auf dem Gitter liegen, bis der Leim abgebunden hat.

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Nachdem Sie Leim angegeben haben, schlagen Sie von der Rückseite kleine Nägel ein.

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Leim bindet einige Stunden ab. Lassen Sie die verleimten Gitter solange ruhen.

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Zwei Hilfsklötze von 95 x 95 x 180 mm sind nützlich, um die beiden Gitter zu verbinden.

 

Gitter miteinander verbinden

Sind die Verleimungen der beiden Gitter fest, kann es an die Weiterbearbeitung gehen. Befreien Sie die Gitter aus ihrer Pressung, und glätten Sie die Kreuzungspunkte der Leisten. Nehmen Sie dazu einen Schwingschleifer, mit dem Sie gleich mehrere Punkte gemeinsam bündig schleifen können, oder spannen Sie Schleifpapier über einen Klotz, und bearbeiten Sie damit jeden Verbindungspunkt einzeln.

Jetzt müssen Sie die Dreikantleisten, die die beiden Gitter miteinander verbinden sollen, auf die richtige Länge bringen. Sie brauchen 23 Stück von je 180 mm Länge. Decken Sie die Flächen vor dem Lackieren mit Kreppband ab, auf die später Leim aufgetragen wird.

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Vor dem Streichen der Dreikantleisten müssen Sie die Leimflächen mit Kreppband abdecken.

 

Ausrichten

Zwei Klötze 95 x 95 x 180 mm sind beim Verleimen der Gitter mit den Dreikantleisten eine große Hilfe. In zwei Fächer geschoben, sorgen sie für den gleichmäßigen Abstand beider Gitter und eine exakte Flucht der Fächer. Sie bestreichen die Leistenenden mit Leim (diesmal Expressleim) und setzen sie in die Ecken der Leistenverbindungen. Das Regal steht dabei auf dem Kopf.

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Zusätzlich fixieren Sie die unteren Leisten mit zwei über Kreuz eingeschlagenen Nägel.

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Ist der Leim trocken, nehmen Sie die Hilfsklötze heraus und setzen die letzten beiden Leisten ein.

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Alle Flächen werden noch einmal geschliffen, die Kanten der Leisten leicht gebrochen.

 

Oberflächen

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Holzbeize wird mit Pinsel oder Lappen gleichmäßig auf die Fläche gebracht.

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Grundierung, Vorstreichfarbe, deckender Kunstharz-Lack, der Aufbau einer Lackierung.

Sie können die Holzflächen in einem beliebigen Ton beizen, farblosen oder deckenden Lack auftragen. Eine Lasur färbt die Oberfläche im gewünschten Farbton ein, lässt aber die Maserung des Holzes sichtbar. Beim Lasieren reicht ein einziger Anstrich als Oberflächenschutz.

Eine weitere Alternative ist das Wachsen. Sie tragen flüssiges Holzwachs – farblos oder in einem Holzton eingefärbt – mit einem Pinsel auf und lassen es einige Tage trocknen. Nachpolieren mit einem Lappen oder Reiben mit einer Bürste erzeugt einen seidenmatten Glanz.

 

Fragen und Antworten

Wie lagere ich Wein?

Die optimale Lagerung von Wein erfordert einige wichtige Bedingungen:

  1. Temperatur: Die ideale Lagertemperatur für Wein liegt zwischen 10 und 18 Grad Celsius. Am besten sind konstante Temperaturen um die 12 bis 13 Grad Celsius (Weinfreunde).
  2. Luftfeuchtigkeit: Eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 75 und 85 Prozent ist ideal, um die Korken feucht zu halten und ein Austrocknen zu verhindern.
  3. Lichtschutz: Wein sollte vor direktem Sonnenlicht geschützt gelagert werden, da UV-Strahlen die chemische Zusammensetzung des Weins verändern können.
  4. Lage der Flaschen: Flaschen mit Naturkorken sollten liegend gelagert werden, damit der Korken feucht bleibt und kein Sauerstoff eindringen kann.
  5. Erschütterungsarm: Wein sollte an einem ruhigen Ort ohne starke Vibrationen gelagert werden, da Erschütterungen den Reifungsprozess negativ beeinflussen können.

Durch das Einhalten dieser Bedingungen bleibt der Wein über lange Zeit in guter Qualität erhalten.

Wie baut man einen Weinkeller?

Der Bau eines Weinkellers erfordert sorgfältige Planung und Durchführung. Hier sind die grundlegenden Schritte:

  1. Planung und Standortwahl:
    • Wählen Sie einen kühlen, feuchten und dunklen Ort. Ein Kellerraum ist ideal.
    • Stellen Sie sicher, dass der Raum gut isoliert ist, um Temperaturschwankungen zu vermeiden.
  2. Isolierung und Belüftung:
    • Isolieren Sie Wände, Decke und Boden, um konstante Temperaturen zu gewährleisten.
    • Installieren Sie ein Belüftungssystem, um die Luftfeuchtigkeit zu kontrollieren und Schimmelbildung zu vermeiden.
  3. Bodenbelag:
    • Wählen Sie Materialien wie Beton oder Fliesen, die Feuchtigkeit widerstehen und leicht zu reinigen sind.
  4. Regale und Lagerung:
    • Installieren Sie stabile Weinregale aus Holz oder Metall, die die Flaschen horizontal lagern, um den Korken feucht zu halten.
    • Achten Sie darauf, genügend Platz für unterschiedliche Flaschengrößen und -formen zu lassen.
  5. Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle:
    • Installieren Sie ein Klimagerät, um die Temperatur konstant zu halten.
    • Verwenden Sie einen Luftbefeuchter oder Entfeuchter, um die richtige Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten.
  6. Beleuchtung:
    • Verwenden Sie gedämpfte Beleuchtung, um den Wein vor UV-Strahlen zu schützen.
    • LED-Lampen sind eine gute Wahl, da sie wenig Wärme abgeben.
  7. Sicherheit:
    • Sichern Sie den Zugang zum Weinkeller, um unbefugten Zutritt zu verhindern.

Durch sorgfältige Planung und Umsetzung können Sie einen funktionalen und ästhetisch ansprechenden Weinkeller schaffen, der Ihre Weine optimal lagert und präsentiert.

 

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