Metall trennen, mit den richtigen Werkzeugen sauber arbeiten

Metall ist bekanntlich viel härter als Holz – folglich muss auch das Werkzeug, zum Metall trennen, schärfer und kräftiger sein

Auch die Sicherheitsvorschriften sollten beim Metall trennen streng beachtet werden. Welches Werkzeug Sie einsetzen, um Metall zuzuschneiden, richtet sich nach Dicke, Material und Form des Stückes, das Sie gerade bearbeiten wollen.

Metall trennen, mit den richtigen Werkzeugen sauber arbeiten

Metall trennen

Dünnere Profile oder Bleche sind ohne weiteres und mit geringem Kraftaufwand mit der Handbügelsäge schnell geschnitten, für massive Vierkantprofile benötigen Sie einen leistungsstarken Winkelschleifer. Während der Gebrauch von Handwerkzeug relativ ungefährlich ist, erfordert die Arbeit mit Maschinenwerkzeug die peinliche Befolgung von Sicherheitsvorschriften. Das gilt für die Handhabung der Maschinen ebenso wie für die sichere Fixierung des Werkstücks und den nötigen Augen- sowie Handschutz.

Die hier vorgestellten Werkzeuge zum Metall trennen reichen für den Normalgebrauch völlig aus. Wer häufig Metallarbeiten ausführt, sollte sich für seinen Zweck entsprechendes Spezialwerkzeug anschaffen.

 

Fest einspannen

Metall trennen, mit den richtigen Werkzeugen sauber arbeiten

Ein sicherer und fester Stand der Werkbank ist wichtig für genaues und sicheres Arbeiten.

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Winkelstücke spannen Sie mit einer Zulage aus Hartholz und Aluminiumblech fest ein.

Metall trennen, mit den richtigen Werkzeugen sauber arbeiten

Gewindestangen werden ebenfalls mit Aluzulagen eingespannt – sie schützen das Gewinde.

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So sitzen Rohre sicher, und Sie vermeiden Kratzer: in keilförmig eingeschnittenen Hartholzzulagen.

 

Metall Sägeblätter, Metall trennen

Das Sägeblatt muss vom Material und der Zahl seiner Zähne her dem Werkstoff entsprechen. Für harte Werkstoffe wie Stahl oder rostfreien Stahl wählt man ein Sägeblatt mit feinen Zähnen, für etwas weichere Materialien wie Kupfer, Messing oder Aluminium sollten die Zähne etwas gröber (und damit auch zwangsläufig weiter auseinander) sein. Das gilt insbesondere für Aluminium.

 

 

Passend zur Dicke

Außerdem ist die Dicke des Materials zu beachten – für dünnere Werkstücke nimmt man Sägeblätter mit feiner Zahnung, für dickere eine entsprechend gröbere Zahnung. Beim Sägen müssen immer mindestens drei Zähne gleichzeitig ins Material greifen, damit eine gerade Spur gesägt wird.

Die Sägeblätter sind aus unterschiedlichen Materialien, die sich für den jeweiligen Zweck am besten bewährt haben:

HSS bedeutet Hochleistungs-Schnellschnittstahl; es handelt sich um Allroundblätter, die gut zu führen sind, aber nicht verkantet werden dürfen.

Schnellschnittstahl (SS) ist sehr flexibel und für Materialien bis zu 2 mm Dicke geeignet; zum Teil ist er schwierig zu führen.

Werkzeugstahl (WS) ist für weiche Materialien geeignet, die Blätter sind recht preiswert.

Blätter aus HSS-Bimetall eignen sich für harte Metalle und schwierige Schnitte. Der hartmetallbeschichtete Draht schneidet auch Glas und Keramik, in Metall ist er schwierig zu führen.

Metall trennen, mit den richtigen Werkzeugen sauber arbeiten

Von links: hartmetallbeschichteter Draht; Blatt aus HSS-Bimetall; aus HSS-Stahl; SS-Stahl; gehärtetes Blatt aus Werkzeugstahl.

 

Metall trennen, fachgerecht sägen

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Führen Sie die Bügelsäge mit beiden Händen am Griff und vorn am Bügel. Mit gleichmäßigen Stößen und festem Druck nach vorn sägen.

Metall trennen, mit den richtigen Werkzeugen sauber arbeiten

Dünne Bleche zwängen Sie in eine Holzzulage ein – so können sie beim Sägeschnitt nicht flattern. Das Sägeblatt klemmt nicht ein.

Die Metallbügelsäge ist das am meisten benutzte Werkzeug zum Trennen von Profilen, Rohren, Blechen und Tafeln. Sägebügel sind in verschiedenen Längen im Handel, am gebräuchlichsten ist eine Sägeblattlänge von 300 mm.

Spannen Sie das Blatt mit den Spitzen nach vorn fest ein. Zum Ansägen benutzen Sie das vordere oder hintere Drittel des Sägeblattes – hier ist die Zahnung feiner und dichter als in der Mitte. Damit „legen“ Sie zunächst eine Spur, in der dann das Sägeblatt greift und lang durchgeschoben wird.

Sie können die Spur auch mit einer Dreikantfeile vorbereiten. Wichtig ist, dass Sie von vornherein gerade und rechtwinklig arbeiten. Wenn das Sägeblatt sich erst einmal eingeschnitten hat, lässt es sich nicht mehr „hindrücken“ . Für lange, gerade Schnitte können Sie das Sägeblatt auch im rechten Winkel zum Handbügel einspannen.

 

So wird gesägt beim Metall trennen

Metall trennen, mit den richtigen Werkzeugen sauber arbeiten

Die Zähne des Sägeblattes sollten grundsätzlich nach vorn zeigen. Sie stehen an den Enden dichter zusammen und sind dort auch feiner als in der Mitte. Mit der Flügelschraube am Bügelende wird das Sägeblatt gespannt. Gesägt wird immer auf Stoß, hauptsächlich mit den mittleren Zähnen. Holen Sie die Säge mit einem Aufwärtsschwung zurück.

 

Metall trennen mit der Stichsäge

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Lange, gerade Schnitte lassen sich beim Metall trennen gut mit der Stichsäge (Metallsägeblatt) ausführen. Die Maschine langsam und ohne Druck führen.

Wenn Sie nur selten längere Schnitte in Blechen ausführen, lohnt sich die Anschaffung einer teuren Blechschere oder anderer spezieller Metall-Trenngeräte nicht.

Eine ganz normale Stichsäge mit Metallsägeblatt reicht für diesen Zweck im allgemeinen vollständig aus. Von Vorteil ist ein Gerät mit elektronisch geregelter Hub Zahl, um die Schnittgeschwindigkeit optimal dem Werkstoff und dem Sägeblatt anpassen zu können.

Die meisten handelsüblichen elektrischen Stichsägen mit einer Leistungsaufnahme von 300-400 Watt bewältigen problemlos Materialdicken von 5 mm in normalem Baustahl  und bis zu 15 mm in Aluminium. Bei langen Schnitten führen Sie die Maschine an einer Anschlagleiste.

 

Beim Metall trennen vor Splittern Schützen

Stichsägen arbeiten auf Zug, d. h., der Stoß (die eigentliche Sägebewegung) erfolgt bei der Aufwärtsbewegung. Die scharfkantigen Metallspäne, die Splitter, fliegen also auch nach oben. Schützen Sie die Augen durch eine Schutzbrille, die Hände durch Arbeitshandschuhe! Seien Sie niemals leichtsinnig!

 

Fuchsschwanz zum Metall trennen

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Das flexible, lange Sägeblatt ist ein großer Vorteil, den der Elektrofuchsschwanz bietet. Damit können Sie etwa Rohre bündig abtrennen.

Mit dem Elektrofuchsschwanz trennen Sie Bleche durch, die noch dicker sind als die Stärken, die eine elektrische Stichsäge schafft. Das liegt an der wesentlich höheren Leistungsaufnahme der Geräte (durchschnittlich ca. 550 Watt) und an dem größeren Hub – bedingt durch das längere Sägeblatt. So sind Trennwerte von 12 mm in Stahl und 8 mm bei Wandprofilen möglich.

 

Schnittgeschwindigkeit

Auch hier sorgt die Elektronik für eine optimale Anpassung der Schnittgeschwindigkeit an das Material – und damit für sägeblattschonendes Arbeiten. Das flexible Sägeblatt aus Bimetall ist äußerst biegsam und erlaubt bündige Trennschnitte – auch direkt an der Wand. Lange, schnurgerade Schnitte hingegen sind wegen der schlechten Führung
schwierig auszuführen.

 

Leichter Schnitt

Das Sägeblatt gleitet besser, wenn Sie es mit einigen Spritzern Seifenwasser oder speziellem Schneid Öl einreiben. Das gilt sowohl für Elektrofuchsschwanz als auch Stichsäge. Zudem bleiben die Blätter länger scharf und glühen nicht so schnell aus.

 

Winkelschleifer zum Metall trennen

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Der Winkelschleifer trennt auch dickste Profile, nur der Durchmesser der Trennscheibe und deren Härte setzen Grenzen.

Stark Wandige Profile oder Rohre sowie gerade Schnitte in Blechtafeln von mehr als 2 mm Dicke sind das richtige Einsatzgebiet für den Winkelschleifer. Üblicherweise wird frei Hand gearbeitet. Wer häufiger Profile, Rohre oder Flachmaterial ablängt oder auf Gehrung schneidet, sollte sich einen zur Maschine passenden Trennständer beschaffen.

 

Fest einspannen

Freihändiges Trennen erfordert einige Übung und darf nur mit dafür vorgesehenen Trennscheiben durchgeführt werden. Auch hier ist darauf zu achten, dass das Werkstück fest eingespannt ist, weil die Maschine mit hohen Drehzahlen arbeitet. Sie dürfen die Maschine während der Arbeit nicht verkanten!

 

Sicherheit

Bei allen Arbeiten mit dem Winkelschleifer müssen Sie unbedingt eine Schutzbrille, Arbeitshandschuhe und nur schwer entflammbare Kleidung tragen, eventuell auch eine Staubmaske und einen Gehörschutz. Wegen des Funkenfluges müssen geschlossene Räume frei von leicht entzündlichen Stoffen wie Gasen oder Staub sein.

 

Trennmeißel

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Der Meißel wird leicht schräg angesetzt – so kann die Schneide tief eindringen und das Material scharf durchtrennen.

Grobe Trennbarkeiten wie etwa Durchbrüche in dicken Blechen, das Aufstemmen festgerosteter Muttern, Durchtrennen dicker Drähte usw. erledigen Sie am besten mit dem Trennmeißel.

Meißel für die Metallbearbeitung sollten einen Keilwinkel von 40-60° an der Schneide haben, scharf angeschliffen und gut durchgehärtet sein. Stumpft die Meißel Schneide schon nach wenigen Schlägen ab oder verformt sich, ist das Werkzeug für die vorliegende Arbeit offensichtlich nicht geeignet.

Die gebräuchlichsten Formen sind Flach- und Kreuzmeißel. Die Schneide des Flachmeißels ist etwa so breit wie der Schaft, beim Kreuzmeißel steht sie quer zum Schaft und ist wesentlich schmaler. Zum Aushauen kurvenförmiger Durchbrüche können Sie die Schneide leicht konvex anschleifen.

 

Sicher Arbeiten !

Tragen Sie beim Arbeiten mit dem Meißel immer eine Schutzbrille, abspringende Metallteile können schwerste Augenverletzungen verursachen! Eine feste Unterlage (15-20 mm Stahltafel) und ein Handschutz sind ebenfalls notwendig.

 

Blechschere

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Für gerade und Kurvenschnitte ist die leicht gebogene Blechschere bestens geeignet. Feinbleche lassen sich mit diesem einfachen Werkzeug ohne großen Kraftaufwand durchtrennen.

Bleche aus verzinktem Stahl, Kupfer, Messing und Aluminiumblech bis zu ca.1 mm Dicke und Bleche aus rostfreiem Edelstahl bis zu 0,5 mm Dicke lassen sich leicht und sauber mit der Handblechschere trennen. Edelstahl ist wesentlich zäher als andere Metallbleche, die Schneidleistung ist auf die Hälfte reduziert.

Handblechscheren gibt es mit geradem Maul für überwiegend gerade Schnitte und mit leicht gebogenem Maul für Kurvenschnitte; zudem gibt es Allroundscheren. Beim Schneiden benutzt man sinnvollerweise überwiegend den hinteren Teil der Schneide, weil dort die Hebelwirkung am größten ist. So können Sie den Kraftaufwand wesentlich
begrenzen.

 

Für Spezialisten

Für gewöhnliche Arbeiten reicht eine normale Handblechschere völlig aus. Wie bei jedem anderen Werkzeug gilt auch hier, dass Qualität ihren Preis hat. Wenn Sie viel Blech Arbeiten ausführen, ist es überlegenswert, eine Spezialschere anzuschaffen. Es empfiehlt sich eine Handhebelschere (Parallelschere) oder ein Knabber (Nippler).

 

Rohrschneider

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Nach jeder Umdrehung müssen Sie das Schneidröllchen mit der Handspindel nachstellen, dann folgt der nächste Schnitt.

Rohre rechtwinklig, sauber und schnell mit der Metallbügelsäge zu schneiden, bereitet sogar dem Fachmann Schwierigkeiten. Zudem treten bei den heute in der Sanitär- und Kücheninstallation üblichen, dünnwandigen Kupferrohren schon durch geringes Verhaken der Säge Verformungen auf, die einen dichten Abschluss mit den allgemein üblichen Quetschverbindungen unmöglich machen.

 

Schneideröllchen

Sollen häufig Rohre geschnitten werden, benutzt man einen Rohrschneider. Das Rohr wird mit dem Schneideröllchen unter leichtem Druck gegen das Führungsröllchen geführt, dann mit dem Rohrschneider eine volle Umdrehung gezogen. Bei jeder weiteren Umdrehung regulieren Sie immer wieder sorgfältig nach – so lange, bis das Rohr durchtrennt ist.

 

Grat entfernen

Bei sehr dünnwandigen Rohren müssen Sie die Zustellung des Schneidrädchens recht feinfühlig regulieren – sonst besteht die Gefahr, dass die Rohrwand eindrückt. Besser ist es, Sie gehen in mehreren feinen Gängen nacheinander rundherum, als es mit einem kräftigen Schnitt zu versuchen. Nach dem Trennschnitt bleibt meistens an der Schnittinnenseite ein feiner Grat stehen. Entfernen Sie ihn vorsichtig mit einer feinen Metallrundfeile.