Sonnenliege selbstgebaut: Material und Werkzeug im Überblick

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Entdecken Sie die Kunst des Selbstbaus: Eine maßgeschneiderte Sonnenliege für ultimative Entspannung im eigenen Garten!

Mit ein paar handwerklichen Fähigkeiten und der richtigen Anleitung ist es durchaus möglich, eine mobile Sonnenliege aus Massivholz selbst zu bauen. Diese DIY-Holzliege ist nicht nur ein funktionaler Zusatz für Ihren Garten oder Ihre Terrasse, sondern auch eine großartige Möglichkeit, Ihre persönliche Note in Ihr Outdoor-Setup zu bringen. In diesem Artikel werde ich Ihnen Schritt für Schritt zeigen, wie Sie eine solche Liege bauen können, angefangen von der Auswahl des Materials bis hin zur Endmontage. Tauchen Sie ein in dieses kreative Projekt und genießen Sie bald die entspannenden Sonnenstunden auf Ihrer eigenen handgefertigten Liege.

Sonnenliege selbstgebaut: Material und Werkzeug im Überblick

Sich nach getaner Arbeit ein Stündchen Ruhe gönnen und sich in der in der Sonne aalen oder, wenn diese zu sehr sticht, sich in den Schatten zurückziehen, um dort noch ein wenig zu dösen – es gibt kaum etwas, wobei man sich besser entspannt. Unsere Liege ist nicht nur bequem, sie lässt sich auch schnell dahin schieben, wo man gerade am liebsten liegen möchte. Weil unter zwei Beine Räder montiert sind, können Sie sie auch bei größter Sonnenglut durch den Garten bewegen, ohne dass es Ihnen die Schweißperlen auf die Stirn treibt.

Als Baumaterial für Ihre Liege verwenden Sie Kanthölzer und Bretter aus Fichte oder Kiefer. Achten Sie beim Kauf des Holzes auf möglichst astfreie oder astarme Ware. Die Leisten 25 x 50 mm, aus denen die Klapprahmen gebaut werden, kaufen Sie ebenfalls fertig gehobelt.

Damit die Liege auch bei Wind und Wetter im Garten oder auf der Terrasse stehenbleiben kann, muss sie gegen Regen geschützt sein. Alle Holzteile sollten daher mit einem wetterbeständigen Lack oder einer Holzschutzlasur behandelt werden.

Die geleimten Verbindungen müssen ebenfalls wetterfest sein. Verwenden Sie dafür in jedem Fall wasserfesten Spezialleim. Gewöhnlicher Weißleim würde bei zu großer Feuchtigkeit weich, die Verbindungen könnten sich lösen. Schrauben und Beschläge, die Sie beim Bau verwenden, sollten – wegen der Einflüsse der Witterung – ebenfalls unbedingt korrosionsfest sein.

 

Das brauchen Sie:

Material

  • Kanthölzer gehobelt (50 x 75 mm)
  • Bretter (25 x 75 mm)
  • Leisten (25 x 50 mm)
  • Wasserfest verleimtes Sperrholz (19 mm)
  • Wasserfester Leim
  • Dübel
  • Schrauben
  • Unterlegscheiben
  • Achsrohr
  • Splinte
  • Polstermaterial
  • Stoff

 

Die Konstruktion der Sonnenliege

Sonnenliege selbstgebaut: Material und Werkzeug im Überblick

Tragende Elemente der Liege sind die Seitenholme. An ihnen werden die festen Beine und die Böcke für die Räder befestigt. Sie bestehen ebenfalls aus Kantholz und haben dieselben Abmessungen wie die Holme, die mittels einer doppelseitigen Überplattung geleimt werden. Die beiden Holme werden durch die Bretter, aus denen die Liegefläche besteht, zusammengehalten.

Die Verbindung zwischen Brettern und Holmen stellen Sie durch verdeckte Dübel her, selbstverständlich verwenden Sie auch hier wasserfesten Leim. Ebenfalls zwischen den Holmen befindet sich die klappbare Rückenlehne mit der Lehnenstütze. Sie wird als separates Teil gebaut und mit Schrauben an die Innenseiten der Holme gesetzt.

Der kleinere Rahmen der Stütze hat am unteren Ende ein beidseitig überstehendes Querstück, das in die Aussparungen (Rasten) der Holme greift und so die Lehne feststellt. Alle diese Teile bestehen aus massivem Holz. Fichte und Kiefer ist verhältnismäßig weich und lässt sich recht leicht bearbeiten. Damit die Sonnenliege später einen professionellen Eindruck macht, sollten Sie alle Kanten und Ecken abrunden, am besten mit einem Schleifklotz oder Schwingschleifer und mittelfeinem Schleifpapier.

Besonders die als Griffe ausgearbeiteten Enden der Holme sollten gut abgerundet werden. Erledigen Sie das mit einem Surform-Hebel oder einer Raspel. Gerundete Griffe liegen zudem besser in der Hand als Griffe mit scharfen Kanten. Halbkreisförmig abgerundete Füße der Holme veredeln Ihre Sonnenliege noch mehr.

Sie sägen die Rundungen mit einer Stichsäge aus und arbeiten dann mit Schleifpapier nach. Die Einzelmaße der Bauteile können Sie leicht berechnen, wenn Sie als Grundlage die Liegefläche mit 60 x 180 cm annehmen. Die Oberkante der Liege sollte ohne Polster 30 cm hoch sein.

 

Die Räder

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Tragen Sie zwischen den beiden Platten den Leim auf, und verteilen Sie ihn mit einem Zahnspachtel oder Pinsel.

Sonnenliege selbstgebaut: Material und Werkzeug im Überblick

Sie schleifen die Sägekanten glatt und runden sie dann ab.

Sonnenliege selbstgebaut: Material und Werkzeug im Überblick

Breite Räder sinken nicht ein. Leimen Sie zwei Platten aus Sperrholz aufeinander, und schneiden Sie die Räder der Liege mit einer Stichsäge aus. Tragen Sie den Kreis mit einem Zirkel ab, oder verwenden Sie einen Teller (20 cm Durchmesser) als Schablone.

 

Die Standfüsse

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Für die doppelseitige Überplattung muss der Holm von beiden Seiten zweimal eingesägt werden. Das Holz zwischen den Sägeschnitten nehmen Sie mit einem Stechbeitel heraus.

 

Holme der Liegefläche und Achse

Sonnenliege selbstgebaut: Material und Werkzeug im Überblick

Die Griffenden der Liege runden Sie grob mit einem Surform-Hobel und schleifen fein nach. Spannen Sie das Holz für diesen Arbeitsgang ein.

Sonnenliege selbstgebaut: Material und Werkzeug im Überblick

In die Metallachsen bohren Sie Löcher für die Sicherungssplinte. Die Achsen werden mit aufgesteckten Rädern gleichzeitig mit den Brettern montiert.

Die Beine laufen nach unten konisch zu, jene ohne Rollen sind 5 cm länger. Alle werden mit einergeschobenen Überplattung gearbeitet. Sie setzen zwei Sägeschnitte und nehmen das Holz heraus. Die Innenflanken schleifen Sie mit beidseitig auf ein dünnes Brett geklebtem Schleifpapier.

Sonnenliege selbstgebaut: Material und Werkzeug im Überblick

Da die Achse zwischen den Holmen sitzt, müssen für sie Bohrungen in den Rollenblöcken vorbereitet werden. Fertigen Sie für die Dübellöcher in den Stirnenden der Liegebretter eine Bohrschablone, um Paßarbeit zu sparen. Jetzt legen Sie die Holme nebeneinander und reißen die Bohrlöcher gleichzeitig an.

Legen Sie einen vorgebohrten Holm mit den Löchern nach oben, und leimen Sie dann alle Bretter stehend ein, schließen Sie den Rahmen mit dem zweiten Holm. Pressen Sie die Verbindung mit langen Zwingen zusammen, bis der Leim abgebunden hat. Prüfen Sie zuvor, ob alles im rechten Winkel ist.

 

Klappbare Kopfstütze

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Beim Setzen der Dübellöcher dient ein Klebestreifen als Tiefenanschlag. Übertragen Sie die Bohrpunkte mit Dübelmarkern.

Sonnenliege selbstgebaut: Material und Werkzeug im Überblick

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Bauen Sie den Klapprahmen der Rückenlehne komplett zusammen, und setzen Sie ihn dann zwischen die Holme.

Sonnenliege selbstgebaut: Material und Werkzeug im Überblick

Die Rückenlehne schrauben Sie an den Innenseiten der Längsholme fest.

Der Klapprahmen wird ebenso zusammengebaut wie der Liegerahmen. Für die Bohrlöcher in den Querhölzern können Sie dieselbe Dübel Schablone verwenden. Bevor Sie den Rahmen schließen, bohren und sägen Sie die Ausklinkung oben in den Seitenhölzern.

Bevor Sie die Schrauben für die Klapprahmen eindrehen, können Sie testen, ob die Schraubenpositionen stimmen. Schlagen Sie durch die Schraubenlöcher Nägel in die Holme, und überprüfen Sie das Einrasten in den verschiedenen Positionen.

 

Das Polster

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Verwenden Sie für die Kissenbezüge der Liege einen strapazierfähigen und pflegeleichten Stoff.

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Die Liege wird mit Schaumstoff gepolstert. Messen Sie die Größe der beiden Polster genau aus, und lassen Sie entsprechende Zuschnitte in einer Stärke von 8 cm anfertigen. Bezugsquellen für den Polsterschaum finden Sie Internet unter „Schaumstoff“. In diesen Geschäften bekommen Sie auch geeigneten Bezugstoff und den Klettverschluss.

Nähen Sie den Bezug stramm passend, denn der Stoff weitet sich bei Benutzung noch etwas. Besteht Gefahr, dass der Stoff einläuft (Herstellerhinweise beachten), sollten Sie ihn vor dem Nähen waschen. Wenn Sie ein Ende des Bezugs mit einem Klettverschluss versehen, lässt er sich zum Reinigen leicht abziehen. Kleine Haltebänder verhindern, dass sich die Polster selbständig machen.

 

Fragen und Antworten

Wie breit soll eine Sonnenliege sein?

Die ideale Breite einer Sonnenliege hängt von den persönlichen Vorlieben und dem verfügbaren Platz ab. Eine breitere Sonnenliege bietet in der Regel mehr Liegekomfort und Stabilität. Manche Sonnenliegen, wie die Sonnenliege Bite S, haben eine Breite von 90 cm, was für eine einzelne Person komfortabel sein kann. Es gibt jedoch auch Gartenliegen mit einer Breite von 70 cm bis zu 140 cm, was eine Option für Personen sein könnte, die mehr Platz wünschen oder eine Liege suchen, die auch zu zweit genutzt werden kann. Letztendlich sollte die Auswahl der Breite einer Sonnenliege sowohl Komfort als auch die räumlichen Gegebenheiten berücksichtigen.

Welches Holz für Sonnenliege?

Für Sonnenliegen wird oft Holz verwendet, das robust und wetterfest ist, um den Elementen im Außenbereich standhalten zu können. Einige beliebte Holzarten für Sonnenliegen sind:

  • Teakholz: Es ist eine sehr beliebte Wahl für Gartenmöbel, da es natürlich ölhaltig, witterungsbeständig und sehr langlebig ist. Teakholz entwickelt im Laufe der Zeit eine silbergraue Patina, wenn es nicht regelmäßig behandelt wird. Beispiele für Teakholz-Sonnenliegen finden Sie auf Seiten wie Garten-und-Freizeit.de und Kees Smit Gartenmöbel.
  • Akazie: Akazienholz ist ebenfalls robust und wetterfest. Es ist bekannt für seine Festigkeit und Haltbarkeit, muss jedoch regelmäßig gepflegt werden, um seine Schönheit zu bewahren.
  • Eukalyptus: Dieses Holz ist widerstandsfähig und hart, sollte aber geölt werden, um es vor Witterungseinflüssen zu schützen.
  • Lärche: Lärchenholz ist bekannt für seine Haltbarkeit und Festigkeit und wird oft für Außenmöbel verwendet.
  • Fichte: Fichtenholz wird ebenfalls für Gartenmöbel genutzt, benötigt jedoch eine entsprechende Behandlung, um es vor Feuchtigkeit und Schädlingen zu schützen.
  • Eschenholz: Dieses Holz ist für seine Beständigkeit gegen Fäulnis und Pilzbefall bekannt und wird oft wärmebehandelt, um die Haltbarkeit zu erhöhen, wie bei der Sonnenliege „Doppel“ von INDRAdesign.

Welches Holz ist leicht und wetterfest?

Leichtes und zugleich wetterfestes Holz ist für viele Outdoor-Projekte, wie den Bau von Bänken und Tischen, sehr gefragt. Einige Holzarten, die diese Kriterien erfüllen, sind:

  • Western Red Cedar (Rote Zeder): Diese Holzart ist bekannt für ihr geringes Gewicht und ihre gute Wetterbeständigkeit. Sie ist beständig gegen Fäulnis und Insektenbefall und benötigt wenig Pflege.
  • Douglasie: Sie ist relativ leicht und weist eine gute Wetterresistenz auf. Douglasie ist auch für ihre Festigkeit bekannt und ist eine beliebte Wahl für Außenschreinerei und Konstruktionen.
  • Lärche: Sie hat einen hohen Harzgehalt, der sie natürlich wetterfest macht. Lärche ist leichter als andere Nadelhölzer und wird oft für Außenkonstruktionen verwendet, wie im Hubert Magazin beschrieben.

Diese Holzarten sind aufgrund ihrer natürlichen Öle und Harze, die sie vor Feuchtigkeit und Fäulnis schützen, für den Außeneinsatz ohne zusätzliche chemische Behandlung geeignet. Sie sind eine gute Wahl für Möbel und Konstruktionen, die leicht sein sollen und den Elementen ausgesetzt sind.

 

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