Einfache Treppenstufen für Garten und Terrasse anlegen

Höhenunterschiede im Garten, können mit Stufen ausgeglichen werden, einfache Treppenstufen geben Trittsicherheit und setzen Akzente

Einfache Treppenstufen verbinden unterschiedliche Ebenen eines Gartens. Oder erschließen den Zugang zu einem steilen Hanggrundstück. Der häufigste Fall wird wohl sein, dass man das unterschiedliche Niveau zwischen Terrasse und Rasen
ausgleichen möchte.

Einfache Treppenstufen für Garten und Terrasse anlegen

Einfache Treppenstufen

Hier ist es sinnvoll, nicht einfach einen Pfad in die Böschung zu schneiden. Sondern drei oder vier Einfache Treppenstufen in fachgerechter Weise zu verlegen.

In den meisten Fällen werden diese wenigen Stufen genügen. Bei einer solchen kurzen Treppe ist es auch noch nicht nötig. Ein aufwendiges Fundament unter der untersten Stufe einzubauen.

Wichtig ist aber in jedem Fall. Den Untergrund unter den Trittstufen so vorzubereiten, dass er möglichst wasserdurchlässig ist. Dann kann die Treppe bei Frost keinen Schaden nehmen. Treppen mit mehreren Stufen dagegen müssen ein frostsicher angelegtes Fundament bekommen.

Die Ausführung der Treppe sollte auf vorhandene Materialien abgestimmt sein. Man wird für die Stufen die gleichen Platten verwenden. Mit denen die Terrasse oder der Gartenweg belegt sind, an die die Treppe anschließt. So bleibt der Gesamteindruck harmonisch.

Der vor dem Erdaushub abgestochene Rasen wird nachher teilweise wieder verwendet. Man stellt an den Seitenkanten der Treppe wieder einen der Geländeform angeglichenen Übergang zur Rasenfläche her.

 

Einfache Treppenstufen. Das wird gemacht

  • Wenn die genaue Platzierung und die Bauart der Treppe festliegen, lässt sich die Arbeit in diese acht Einzelschritte aufteilen.
  • Art und Menge der erforderlichen Materialien festlegen.
  • Mit Richtschnüren den Bauplatz markieren, Erdaushub vornehmen und Rasensoden an schattigem Platz lagern.
  • Unter der ersten Stufe Streifenfundament legen.
  • Erste Setzstufe aufbauen und hinterfüllen.
  • Erste Trittfläche einsetzen.
  • Zweite Setzstufe mauern und Trittfläche hinzufügen.
  • Weitere Stufen bauen und die Fugen verfüllen.
  • Mit Stücken von Rasensoden Anschluss an den vorhandenen Rasen herstellen.

 

Einfache Treppenstufen. Das brauchen Sie

Werkzeuge für einfache Treppenstufen

  • Holzpflöcke
  • Schnur und Bandmaß
  • Wasserwaage
  • Richtscheit
  • Spaten
  • Handfäustel
  • Stampfer
  • Maurerkelle
  • Hammer und Meißel
  • Peilstab
  • Winkel

 

Material für einfache Treppenstufen

  • Fertigmischung für Fundamentbeton
  • Fertigmischung Mörtel
  • Sand und Kies
  • Klinkersteine
  • Gehwegplatten

 

Einfache Treppenstufen planen und ausheben

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Zwischen eingeschlagenen Pflöcken (etwas außerhalb dem Verlauf der Treppe werden Schnüre gespannt, die die Treppenkanten markieren.

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Die Rohform der Treppe wird aus dem Gelände ausgehoben. Die Erdstufen sollten möglichst genau angelegt sein.

 

 

Einfache Treppenstufen für Garten und Terrasse anlegen

Der nur erdfeucht angesetzte Beton wird bei Erreichen der Höhenmarkierung für die Oberkante mit der Kelle glattgestrichen.

Bevor Sie mit Richtschnüren und Spaten ans Werk gehen. Müssen Sie die Maße der Treppe festlegen. Dabei sind Neigung und Höhe der Böschung maßgebend, die Dimensionen der Klinker und der Gehwegplatten.

Der Höhenunterschied zwischen den Tritten sollte bei 17 cm liegen. Die Trittfläche sollte wenigstens 30 cm tief sein.

Die genormten Maße der Baumaterialien:

Gehwegplatten sind 50 x 50 oder 50 x 75 oder 50 x 25 cm groß und 5 cm dick. Klinkersteine werden mit 5,25 cm, mit 6,5 cm oder mit 7,1 cm Höhe angeboten und sind immer 24 x 11,5 cm groß.

Eine bequeme „Aufstieg höhe“ erreichen Sie mit zwei Lagen 5,25 cm dicker Klinker. Zusammen mit den 1 cm starken Mörtelfugen und der 5 cm starken Gehwegplatte ergibt das eine Tritthöhe von 18,5 cm.

Aus der Kantenlänge der Gehwegplatten (50 oder 75 cm) ergibt sich die Treppenbreite. Für wichtige Weg Verbindungen nimmt man besser zwei Platten. Sieht also auch für die im Weg liegende Treppe eine Breite von (wenigstens) 100 cm vor.

Nach dieser Rechenarbeit werden die Richtschnüre gespannt und Sie können mit dem Aushub beginnen.

 

Erdaushub vorbereiten

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Zwischen einem Pflock an der Oberkante und einem Peilstab auf dem unteren Bodenniveau den Höhenunterschied messen.

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Durch straff zwischen Pflöcken gespannte Schnüre die Lage der einzelnen Stufen markieren.

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Mit dem Spaten die Erde in Stufen ausheben, entsprechend der Zahl und Höhe der Treppenstufen.

 

Fundament

Bei Treppen mit nur drei oder vier Stufen genügt es, unter der untersten Setzstufe ein Streifenfundament anzulegen. Es wird mit Hilfe von Fertigbeton hergestellt. Den man sackweise in der benötigten Menge kauft (die Packung gibt an, wieviel Volumen Beton der Inhalt ergibt).

Für das Fundament ist eine 25 cm breite und 30 cm tiefe Grube auszuheben, die 10 cm länger als die vorgesehene Treppenbreite sein soll. Die Grube wird zunächst 20 cm hoch locker mit einem Sand-Kies-Gemisch gefüllt. Mit dem Stampfer wird diese Füllung verdichtet. Darüber kann nun der nur erdfeucht angesetzte Beton eingefüllt, leicht festgestampft und genau auf der Höhe glattgestrichen werden, die als Basis für die erste Setzstufe festgelegt worden ist.

Längere Treppen mit mehr als vier Stufen brauchen ein festeres Fundament. Es muss absolut frostsicher angelegt sein, weil es sonst durch den Druck des Erdreichs nach vorn geschoben wird.

Dazu muss eine 80 cm tiefe Grube ausgehoben werden. Die wiederum erst mit einem leicht verdichteten Sand-Kies-Gemisch gefüllt wird, ehe Beton eingebracht wird. Sowohl im unteren als auch im oberen Bereich der Betonfüllung müssen je zwei 12 cm starke Baustahlstäbe als Armierung eingelegt werden.

 

Bestimmung des Fundaments

Wenn die Treppe nicht in der einfachsten Form, nämlich mit in den Boden eingelassenen Stufen, gebaut wird. Brauchen auch die Seitenkanten gemauerte Setzstufen. In diesem Fall genügt auch nicht ein einfaches Streifenfundament nur an der Vorderseite der Treppe. Dann muss das Fundament hufeisenförmig bis über die hintere Kante der Wangen fortgesetzt werden.

Eine Einschalung der Grube ist nicht nötig. Man braucht nur eine Markierung für die vorgesehene Oberkante des Fundaments. Es macht also nichts, wenn das fertige Fundament etwas unregelmäßig geformt ist.

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Bei kleineren Treppen genügt ein Streifenfundament auf wasserdurchlässiger Kiespackung.

 

Erste Setzstufe und Trittfläche

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Das Mörtelbett für die erste Steinreihe auf das Fundament auftragen, darauf genau nach Markierung die erste Reihe der Setzstufe anlegen.

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Die erste Trittfläche wird in das sorgfältig eingeebnete Bett eingelegt, mit der Wasserwaage ausgerichtet und gut festgeklopft.

Erst wenn das Fundament ausgehärtet ist. Kann mit der ersten Setzstufe begonnen werden. An vorgesehener Stelle wird ein gut steinbreiter Mörtelstreifen (angemischt aus Fertigmörtel) auf das Fundament aufgetragen.

Eine Reihe Steine wird mit jeweils einem Klecks Mörtel an den Setzfugen aufgesetzt und ausgerichtet. Sowohl die Vorderkante als auch die Oberkanten müssen genau fluchten.

Zuviel aufgetragener Mörtel unter der Steinreihe wird gleich entfernt und für die Lagerfuge für die nächste Steinreihe auf die ersten Steine aufgestrichen.

Die senkrechten Fugen in der zweiten Reihe müssen um halbe Steinlänge versetzt zu denen in der unteren Reihe angeordnet sein. Beginnen Sie mit einem halben Stein – und schließen Sie die Reihe mit der zweiten Hälfte des Steins.

Die erste Setzstufe wird hinterfüllt, die Fläche dahinter sollte mit Sand und Kies abgeglichen werden. Die Trittfläche muss mit ganz leichter Neigung nach vorn in voller Fläche satt aufliegen können. Dabei ist zu bedenken, dass auf die Setzstufe noch eine wieder- um knapp 1 cm dicke Mörtellage aufgestrichen wird. Ehe die Gehwegplatten aufgelegt werden.

Eine 50 cm tiefe Trittfläche liegt hinten 1 cm höher als vorn: Bei 2% Neigung kann Regenwasser nach vorn ablaufen. Die Platten werden mit dem Stielende des Fäustels festgeklopft.

 

Stufen mit Sand und Kies hinterfüllen

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Hinter die Setzstufen wird ein Sand-Kies- Gemisch in den vorhandenen Hohlraum eingefüllt

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Die Fläche dahinter ist ebenfalls aufzufüllen: als ebenes Bett für die Gehwegplatte

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Die seitlich gespannten Schnüre zeigen an, wo die Kanten der Stufen in Flucht liegen müssen.

 

Die weiteren Treppenstufen

Die weitere Arbeit verläuft nach dem gleichen Schema. Mit zwei Reihen Steinen wird die Setzstufe gebildet, dahinter wird der Erdaushub durch Sand und Kies abgeglichen, so dass ein ebenes Lager für die nächste Gehwegplatte entsteht.

Die folgenden Setzstufen sind auf die jeweils davor liegende Trittfläche aufzusetzen. Ob die zwei Steine hohe neue Stufe aber genau an deren Hinterkante oder etwas davor platziert wird, hängt vom Böschungswinkel bzw. auch vom Höhenunterschied zwischen den beiden Gartenbereichen ab, die durch die Treppe miteinander verbunden werden sollen.

Kürzer als 30 cm sollten die Trittflächen aber nicht werden, weil dann das Begehen der Treppe möglicherweise recht gefährlich werden kann.

 

Die letzte Trittfläche

,soll zum Terrassenbelag, an den die Treppe anschließt, natürlich genau so viel Abstand haben wie die Trittflächen untereinander. Als Abschluss wird eine Setzstufe unter den Rand des Terrassenbelags gemauert. In anderen Fällen schließt die Treppe mit einer Gehwegplatte als oberster Trittfläche ab, die etwas unter Rasenniveau liegen muss, damit es nachher keine Schwierigkeiten mit dem Rasenmäher gibt.

Immer wieder ist bei dem Aufmauern der Setzstufen und beim Verlegen der Trittflächen auf äußerste Genauigkeit zu achten. Denn jeder Fehler wirkt sich auf die folgenden Arbeitsschritte aus und kann dazu führen, dass die Treppe schließlich nicht mehr absolut sicher zu begehen ist. Die Tritthöhen und -tiefen müssen für alle Stufen gleich sein, schon wenige Zentimeter Unterschied lassen den Benutzer der Treppe ins Stolpern kommen. Vor allem ist darauf zu achten, dass die Trittflächen keine seitliche Neigung aufweisen, denn auch das ist ein Unsicherheitsfaktor.

Während des Aufbaus kann – und soll – rechtzeitig korrigiert werden, wenn eine Gehwegplatte nicht absolut fest liegt, also nicht voll mit Sand unterfüttert ist. Kippelnde, wackelige Platten sind gleich wieder hochzunehmen, und mit einer zusätzlichen Kelle Sand müssen Dellen und Vertiefungen aufgefüllt werden. Wenn erst einmal die nächste Setzstufe gemauert ist, ist es dafür zu spät.

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Die zweite Setzstufe wird gemauert und mit der Vorderkante der Steine genau ausgerichtet.

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Die Trittflächen mit dem Fäustel Stiel festklopfen. Eventuell Sand nachfüllen, bis die Platte sicher liegt.

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Beim Hinterfüllen der Setzstufe vorsichtig arbeiten, damit das frische Mauerwerk nicht verschoben wird.

 

Fertigstellung

Nach Fertigstellung der Treppe werden die 1 cm breiten Fugen zwischen den Gehwegplatten mit Mörtel gefüllt; der Fugenmörtel wird bündig mit der Plattenoberfläche glattgestrichen. Reste werden mit der Kelle entfernt oder abgekehrt. Auch die, zwar schon etwas abgebundenen, aber immer noch frischen Fugen in den Setzstufen werden nachgearbeitet.

Man nimmt dazu am besten ein kurzes Rundholz (etwa 12 mm Durchmesser) und fährt damit alle Fugen nach. Damit wird eine leichte Rundkehle in die Mörtelstreifen gedrückt.

Aller Mörtel, der dabei abfällt, wird restlos von den Steinen entfernt. Mit einem angefeuchteten Schwamm können nun die Fugen nachgewischt werden, um dem Mörtel eine glattere Oberfläche zu geben. Zementspuren von Platten und Steinen
gleich abwaschen.

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Am Schluss die Fugen zwischen den Gehwegplatten mit Mörtel füllen und außerdem auch den Mörtel in den Setzstufen sauber nacharbeiten und glätten.

 

Saubere Übergänge herstellen

An den Wangen der Treppe ist durch angefüllte Erde bzw. durch aufgesetzte Rasensoden ein sauberer Übergang zum vorhandenen Rasen herzustellen, damit sich die Treppe möglichst nahtlos in die vorhandene Gartengestaltung einfügt.

Die vorher abgestochenen und zwischengelagerten Rasenstücke werden also wieder eingepasst. Man kann in die jetzt noch kahlen Stellen seitlich der Treppe kleine Polsterstauden einpflanzen. Mit der Bepflanzung sieht die Treppe schöner
aus.

 

Beton braucht Zeit zum Abbinden

Bedenken Sie, dass Beton je nach Witterung drei bis sechs Tage braucht, um vollständig abzubinden. Nach Anlegen der Fundamente kann also erst am folgenden Wochenende weitergearbeitet werden. Bei heißem Sonnenwetter sollte der frische Beton in den ersten beiden Tagen je zweimal mit Wasser begossen – bei jedem Wetter aber außerdem mit Folie oder Säcken abgedeckt und auf diese Weise vor zu raschem Austrocknen geschützt werden.

 

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