Richtig Mauern, die erste Steinschicht ansetzen

Richtig Mauern, die erste Steinschicht ansetzen

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Richten Sie den ersten Stein sorgfältig aus, prüfen Sie immer wieder, ob die Waagrechte stimmt, richtig Mauern von Anfang an

Richtig Mauern, nässen Sie den ersten Stein etwas vor. Wenn Sie ihn ansetzen, muss er auf dem Mörtel der Lagerfuge noch leicht schwimmen. Tut er das nicht, ist entweder der Mörtel oder der Stein zu trocken. Nach dem Ansetzen richten Sie den Stein sorgfältig aus.

 

Richtig Mauern, die erste Steinschicht ansetzen



Prüfen Sie mit der Wasserwaage, ob er genau waagrecht liegt. Bevor Sie den zweiten Stein ansetzen, müssen Sie Mörtel auf seiner Stoßfläche auftragen.

 

Der Stein wird auf die Lagerfuge gesetzt und mit der bemörtelten Stoßfuge an den ersten Stein gedrückt. Die Stoßfugenbreite soll 1 cm betragen.

 

Achten Sie darauf, daß die Stoßflächen und Lagerflächen der Steine vollständig mit Mörtel bedeckt sind.

 

Wenn die Mauer nicht zu lang ist, können Sie die Lagerfuge unter der ersten Steinschicht in einem Zug aufbringen.

 

Prüfen Sie immer wieder, ob die Waagrechte stimmt, und richten Sie die Steine immer wieder nach der Schnur oder den Anschlagslinien aus.

 

Richtig Mauern, Tipp

Beim Setzen von Steinen kleineren Formates tragen Sie den Mörtel direkt auf seine Stoßfläche auf. Bei Block- und Hohlblocksteinen wird der Mörtel auf die Stoßfläche des bereits gesetzten Steines aufgetragen.

 

Richtig Mauern

Steine kleineren Formates können Sie direkt mit etwa 1 cm Mörtel bestreichen und dann setzen, bei Block- und Hohlblocksteinen wird der Mörtel an den bereits gesetzten Steinen aufgetragen

 

Arbeitsschritte, Richtig Mauern

 

  • Zunächst bringen Sie wieder satt die Lagerfuge auf.
  • Als ersten Stein müssen Sie dann einen halben Stein setzen. Bei den größeren Steinformaten bietet der Handel sie fertig an, bei den kleinen müssen Sie einen ganzen Stein teilen.
  • Geübte Maurer schaffen das mit ein paar lockeren und gezielten Schlägen mit dem Maurerhammer.
  • Wenn Sie noch ungeübt sind, zeichnen Sie die Teilungslinien zuerst vor und bearbeiten den Stein entlang der Linien mit leichten Schlägen, bis er bricht.
  • Der Stein wird leicht angedrückt und durch vorsichtige Schläge mit dem Kellengriff oder Maurerhammer ausgerichtet. Überschüssigen Mörtel nehmen Sie sofort mit der Kelle weg, da er sonst festtrocknet und nicht mehr zu entfernen ist.
  • Die Steine der zweiten Reihe überbinden nun die der ersten jeweils um die Hälfte. Dasist der einfachste Mauerverband.
  • Selbstverständlich gibt es noch viel mehr Möglichkeiten (Bild).
  • Von jedem Verband gibt es eine Grundform und mehrere Abwandlungen. Dies finden Sie etwa beim Gotischen und beim Märkischen Verband.
  • Wie Sie sehen können, besteht der Unterschied jeweils darin, daß sich beim Gotischen Verband Läufer und Binder regelmäßig abwechseln, beim Märkischen Verband jedoch immer zwei Läufer auf einen Binder folgen.
  • Freie Mauerenden schließt man ebenfalls verbandgerecht ab.

 


 

Richtig Mauern

 

Richtig Mauern, Ecken Anlegen

Markieren Sie die Ecken genau mit den gespannten Schnüren des Schnurgerüstes und tragen Sie mit der Maurerkelle die Lagerfugen für die Ecksteine auf. Nach dem Ansetzen und Ausrichten des ersten Ecksteines setzen Sie den zweiten rechtwinklig an den ersten.

 

Richten Sie beide Ecksteine genau nach den gespannten Schnüren aus und überprüfen Sie die Rechtwinkligkeit zusätzlich mit dem Maurerwinkel. Setzen Sie die erste Steinlage in beide Richtungen noch etwas fort. Die zweite Lage setzen Sie so, dass die Steine überbinden.

 

Bei längeren Mauern zieht man immer erst die Ecken ein Stück hoch (etwa 4 bis 5 Stein lagen). Man hält so leichter die richtigen Schichthöhen und kann auch einfacher fluchtgerecht mauern. Die richtige Schichthöhe kann man dabei immer wieder mit dem Schichtmaß prüfen.

 

In den bereits abgebundenen Mörtel an den Ecken können Sie die Stifte für die Maurerschnur befestigen. Bei Mauerstößen verfahren Sie genauso.

 

Richtig Mauern

Mauerecken und Mauerstöße

 

Wände aus Porenbeton Mauern

Verwenden Sie zum Mauern nur die vom Hersteller empfohlenen Mörtelsorten.

 

Gehen Sie keine Experimente ein, denn bei dem für Porenbeton gewöhnlich verwendeten Dünnbettmörtel muss es sich immer um einen zugelassenen Fertigmörtel handeln.

 

Machen Sie den Mörtel mit der vorgeschriebenen Menge Wasser an.

 

Gemauert wird wie bereits beschrieben. Sie tragen den Mörtel aber nicht mit der MaurerkelleRichtig Mauern, sondern mit – einem Zahnspachtel oder einer Spezialkelle auf. Das Mörtelbett ist nur etwa 1 mm dick. Beim Auftragen mit Zahnspachtel oder Kelle bilden sich Stege in der Mörtelfläche. Wenn diese Stege zulaufen, ist der Mörtel zu weich.

 

Richtig MauernAuftragen des Mörtels mit einem Zahnspachtel

 

 

 

 

 

 


Beim Ansetzen ins Mörtelbett muss der Stein noch ganz leicht schwimmen. Prüfen Sie besonders zu Beginn der Arbeit ab und zu nach, ob die Steine ausreichend und gleichmäßig mit Mörtel benetzt sind. Zu diesem Zweck nehmen Sie einen bereits verlegten Stein ab.

 

Richtig MauernDie Steine müssen gut mit Mörtel benetzt sein

 

 

 

 

 

 


Ausgerichtet wird der Stein durch leichte Schläge mit dem Gummihammer.

 

Richtig MauernAusrichten

 

 

 

 

 

 


Halbe Steine oder Ausgleichsteine sind beim Mauern mit Porenbeton überhaupt kein Problem.

 

Sie zeichnen einfach die gewünschte Stein länge mit Winkel und Zimmermannsbleistift an. Wenn Sie gerade keinen Bleistift zur Hand haben, tut es auch ein Nagel.

 

Richtig MauernAnzeichnen der richtigen Länge

 

 

 

 

 

 


Auf Länge gesägt wird dann mit einer Spezialsäge. Sie können aber auch einen ganz normalen Fuchsschwanz benutzen.

 

Richtig MauernZurechtsägen mit einem Fuchschwanz

 

 

 

 

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