Brettverbindungen, ganze Bretter zu Tafeln aufzuleimen

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Brettverbindungen, ganze Bretter miteinander verbinden, um eine stabile Struktur zu schaffen – wir zeigen Ihnen, wie man’s macht.

Es gibt verschiedene Techniken von Brettverbindungen wie die Nut- und Federverbindung oder die Zapfenverbindung, die je nach Anwendungsbereich und gewünschter Ästhetik eingesetzt werden können. Diese Verbindungen ermöglichen es, Bretter ohne sichtbare Nägel oder Schrauben nahtlos zu verbinden und sind daher in vielen Holzkonstruktionen weit verbreitet.

Brettverbindungen, ganze Bretter zu Tafeln aufzuleimen

Betrachtet man alte Massivholz-Möbel oder Türen, fällt die schöne und ebenmäßige Maserung auf: Das Stück sieht wirklich aus wie aus einem großen Baum herausgeschnitten. Erst bei näherem Hinsehen sind die einzelnen Bretter zu erkennen, aus denen die Fläche oder Tafel zusammengeleimt wurde. Es gab früher nicht dickere Bäume als in unserer Zeit, der Schreiner wusste nur geschickter mit seinem Werkstoff umzugehen. Dabei kam es auf zwei Dinge gleichzeitig an: eine schöne, elegante Front und eine gerade, ebene Fläche.

Holz führt bekannterweise ein reges Eigenleben und ist, auch wenn es nicht mehr mit der Erde verwurzelt ist, den Einflüssen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ausgesetzt. Die Technik, Bretter so zu Platten zu verleimen, dass sie auf Dauer gerade und eben bleiben, nennt man in der Fachsprache Absperren.

Dazu muss zunächst jedes Brett einzeln in Augenschein genommen und mit der Maserung so zu den anschließenden Brettern gelegt werden, dass sich die naturbedingten Eigenbewegungen gegenseitig aufheben – ein Brett sperrt das andere ab. Grundsätzlich gilt, dass die Maserungen der Bretter am Stoß immer gegeneinander laufen soll.

Bei der Auswahl der Bretter für Brettverbindungen achten Sie darauf, wie sie geschnitten sind, d. h. aus welchem Teil des Baumes sie stammen. Der Stamm wird immer so aufgeschnitten, dass fast alle Bretter einen eindeutigen Verlauf der Maserung in eine Richtung zeigen. Lediglich das sogenannte Herzbrett schließt das Zentrum, den Kern des Stammes ein.

Die Krümmung der Maserung hängt davon ab, ob das Holz mehr zum Kern hin lag oder zum Rand. Wie bei einem Puzzlespiel kann man die Bretter wieder so zusammenlegen, wie sie im Stamm angeordnet waren. Einer so ausgelegten Fläche sieht man an, dass sie zu einem Stamm gehören. Aber auch das ist reizvoll: durch die „verkehrte“ Reihung von Brettern mit kräftiger Maserung entsteht ein lebhaftes Muster.

Wichtig beim Zueinanderpassen ist, dass die Bögen der Maserung im Hirnholz immer gegeneinander schwingen, also ein Wellenmuster zeigen. Auf der Fläche sieht man nur die Streifen der Maserung. Daher ist es problemlos möglich, den Eindruck „eines Stammes“ zu erzielen und dennoch die Tafel abzusperren: Indem man abwechselnd von Brett zu Brett die rechte (zum Kern gewandte) und die linke (zur Rinde gewandte) Seite zeigt.

Damit die Bretter bei Brettverbindungen auch der Länge nach spaltfrei zusammenpassen, müssen die Kanten ganz gerade sein. Sie spannen das Brett senkrecht zwischen zwei gerade Richthölzer und hobeln die Kante plan. Das Holz sollte sofort verarbeitet werden – es könnte sich bei veränderter Luftfeuchtigkeit erneut verziehen.

Brettverbindungen, ganze Bretter zu Tafeln aufzuleimen

Für kleine Tafeln werden die Bretter stumpf miteinander verleimt.

Brettverbindungen, ganze Bretter zu Tafeln aufzuleimen

Brettverbindungen, Nut- und Federverleimung: Die Kantenausformung ist schwierig.

Brettverbindungen, ganze Bretter zu Tafeln aufzuleimen

Hier wurde eine Feder eingelassen; man braucht eine Tischkreissäge.

Brettverbindungen, ganze Bretter zu Tafeln aufzuleimen

Bei dickeren Hölzern gibt eine doppelte Feder mehr Halt.

 

Holzverbindungen einfach erklärt (Video)

Brettverbindungen mit Brettern und Federn

Eine Feder steift Brettverbindungen zuverlässig über die ganze Länge aus. Sie hat zwei Funktionen: sie verdoppelt die Kontaktfläche des Leims, weil sie in beide Bretter hineinragt; darüber hinaus kann man ihre Maserung quer zur Maserung der Bretter setzen und so für zusätzliche Steifigkeit sorgen.

Mehrschichtiges Sperrholz gleicht beide Schwachpunkte von Massivholzleisten aus und sorgt für eine feste und gerade Verbindung. Eine Alternative sind Dübel, die in Abständen von 10-20 cm eingeleimt werden. Setzen Sie zunächst die Dübellöcher in einem Brett, und markieren Sie dann die Dübel Positionen mit Dübelmarkern in der Längsseite des Gegenbretts.

Zwängen Sie die Platte zwischen Zulage Hölzer und geben Sie dann Druck von den Längsseiten.

 

Sperrholz für Brettverbindungen verwenden

Die Feder selbst sollte möglichst steif sein. Sperrholz bringt die besten Voraussetzungen mit. Wenn Sie ein gewöhnliches Massivholz als Feder nehmen, verläuft die Maserung entweder in derselben Richtung wie die Maserung der zu verbindenden Bretter.

Der Effekt: Es wird zwar eine gute Haltekraft erzielt, die Feder selbst aber hält keiner Biegebeanspruchung in Längsrichtung der Maserung stand; sie bricht, wenn sich die Bretter wölben. Oder Sie verarbeiten eine Leiste mit quer-verlaufender (also senkrechter) Maserung. Sie kann die Biegebelastung zwar gut auffangen und gibt auch mehr Steifigkeit, ist aber in der Längsrichtung ziemlich instabil.

Brettverbindungen, ganze Bretter zu Tafeln aufzuleimen

Die linke Feder ist zu lang, die mittlere zu dick, die rechte Feder ist richtig. Sie muss kürzer sein als der Schnitt: Leim braucht Platz!

Brettverbindungen, ganze Bretter zu Tafeln aufzuleimen

Verdeckte Feder aus mehrschichtigem Sperrholz. Der Vorteil: Die Bretter sind an den Enden geschlossen, sie spalten nicht auf.

 

Markieren und leimen von Brettverbindungen

Brettverbindungen, ganze Bretter zu Tafeln aufzuleimen

 

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