Profilleisten in unterschiedlichen Holzarten und Dimensionen

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Bemerkenswert groß ist die Auswahl an Profilleisten in unterschiedlichen Holzarten und Dimensionen für verschiedene Verwendungsmöglichkeiten.

Profilleisten werden heute in Holzhandlungen und Baumärkten in zahllosen Varianten angeboten. Nicht nur Rechteckleisten oder Viertel- und Rundstäbe werden heute in Holzhandlungen und Baumärkten in zahllosen Varianten angeboten.

Profilleisten in unterschiedlichen Holzarten und Dimensionen

Profilleisten und die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten

Da sich Heimwerker beim Entwerfen von Selbstbaumöbeln gern an Vorbildern aus Industriefertigung orientieren, scheint heute eigentlich kein Bedarf an Profilleisten mehr zu bestehen, da moderne Serienmöbel meist glatt und schmucklos sind.

Und doch kann man in Baumärkten ein bemerkenswert umfangreiches Sortiment an Profilleisten finden – gerade so, als wäre der Gründerzeitstil noch heute en vogue, der sich durch ein Übermaß an auffälligen Profilierungen auf allen möglichen Flächen auszeichnete.

Das große Angebot wird zum Teil durch die vielen Bilderrahmenleisten bestimmt, die man heute als Meterware kaufen kann, roh, mit Lackierung oder Vergoldung (und die inzwischen in den meisten Baumärkten für jedes gewünschte Maß auch gleich auf Gehrung zugeschnitten werden). Selbst wenn man die normalen Rechteckleisten oder Rund- und Viertelstäbe abrechnet: Es bleibt im Leistenlager noch ein respektables Volumen an Profilleisten.

 

Profilleisten als Inspirationsquelle

Wer Profilleisten kauft, weiß in aller Regel, wofür er die Leiste gebrauchen will. Man kann aber auch auf das Angebot reagieren: sich von den Leistenprofilen zu neuen Verwendungsmöglichkeiten inspirieren lassen. Es muss ja nicht gleich eine Profilierungssucht daraus werden.

 

Profilleisten – sehr gefragt für den Innenausbau

Die meisten Leisten werden an recht unauffälligen Stellen gebraucht: als Fußleisten im Winkel zwischen Fußboden und Wänden. Wer Wert auf eine gediegene Lösung legt, wird immer noch eine Holzleiste den Kunstoffprofilen vorziehen, die in nur drei, vier unterschiedlichen Ausführungen angeboten werden.

Je nach Landstrich werden die Leisten am Fuß der Wand mit unterschiedlichen Bezeichnungen belegt:

Fußleiste ist der wohl überall verstandene Begriff.

Gemeint sind Profilleisten in 1 bis 19 mm Stärke und 70 bis 140 mm Breite, die an einer Längskante abgeschrägt sind, ein Viertelrundprofil aufweisen – oder auch mit einem zusammengesetzten Fräsprofil versehen sind.

Zusätzlich zu einer Fußleiste wird oft noch eine sogenannte Scheuerleiste angebracht.

Das kann im einfachsten Fall ein Viertelstab oder eine Rechteckleiste mit einem kleinen Profil an einer Längskante sein. Diese höchstens 30 mm breiten Leisten dienen als Schutz für die Fußleiste: Sie sollen verhindern, dass der Staubsauger gegen die Fußleiste stößt, die Leiste beschädigt oder auch nur deren Lackierung mit Schrammen oder dunklen Strichen verunziert.

Profilleisten in unterschiedlichen Holzarten und Dimensionen

Fußleisten mit unterschiedlichen Profilen dienen meistens – kombiniert – mit kleinen Scheuerleisten als Abschluss des Bodenbelags.

 

Versteckte Kabel hinter Profilleisten

Einige Fußleisten- und Scheuerleistenprofile sind so geformt, dass zwischen Leiste und Wand (bzw. zwischen Scheuer- und Fußleiste) ein Hohlraum bleibt, in dem Antennen-oder Lautsprecherkabel verlegt werden können.

Als Einfassung der Füllungen in Rahmentüren, als Randabschlüsse von Wandverkleidungen aus Holz oder Stoff werden Leisten benötigt, die ein feines Profil aufweisen, das sich optisch nicht aufdrängt, aber dennoch die Flächenbegrenzung deutlich markiert.

Früher wurden Tapeten nicht wand hoch geklebt, sondern etwa in Türhöhe mit einer Tapetenleiste abgesetzt: Diese Art der Dekoration ist heute nicht mehr üblich, aber Tapetenleisten gibt es immer noch, und sie lassen sich auch an anderen Stellen und für andere Zwecke verwenden.

So zum Beispiel, um auf einer glatten Spanplatte, die als Möbelbauteil dient, einen Rahmen zu montieren, der die Fläche gliedert und belebt.

Geeignete Leisten werden hauptsächlich in Kiefer und Ramin angeboten – in sehr hellen Hölzern also, die sich leicht auf jeden beliebigen Farbton um beizen lassen. Daneben sind auch Eichen-, Teak- oder Mahagoniprofile erhältlich.

Diese Edelholzprofile werden nicht mehr gebeizt, sondern lediglich mit einem schützenden und die Eigenfarbe der Hölzer verstärkenden, „anfeuernden“ Lasuranstrich oder Wachsüberzug versehen.

 

 

Gebeizte Profilleisten

Beize und/oder schützender Anstrich werden vor Verarbeitung der Leisten aufgetragen. Wenn man mit gebeizten Profilleisten arbeitet, empfiehlt es sich, einen Rest Beize und einen Pinsel bereitzuhalten.

Nachdem man die Leisten zugeschnitten hat, sollte man auf die Schnittflächen ein wenig Beize aufstreichen, damit die Fugen nicht „blitzen“. Bei nicht ganz exakt ausgeführten Gehrungsschnitten könnte sonst ein schmaler Streifen ungefärbtes Holz sichtbar werden.

Zur Befestigung der Leisten verwendet man Leistenstifte mit möglichst kleinem, gestauchtem Kopf, der mit einem Versenker tief ins Holz getrieben und eventuell mit Holzkitt verdeckt wird.

 

Bilderrahmenleisten in vielerlei Variationen

Bis vor wenigen Jahren bekam man Bilderrahmenleisten nur im Bildergeschäft, selten als Meterware und meistens schon in gewünschter Größe zu Rahmen verarbeitet. Heute hält fast jeder Heimwerker- und Baumarkt eine bemerkenswert große Auswahl an Rahmenleisten bereit.

Man findet etwa ein halbes Dutzend roher Leisten, die man selber beizen, lackieren oder auch nur mit einem dünnen, mattglänzenden Wachsüberzug versehen kann.

Daneben werden oberflächenbehandelte Leisten angeboten.

 

Profilleisten Genau abgestimmt

Angesichts der großen Auswahl an Profilen und Dekoren ist es nicht leicht, zu einem Bild den passenden Rahmen zu finden.

Ein paar Grundregeln können helfen.

Es ist nie verkehrt, den Rahmen eher schlicht und schmal als zu breit und auffällig zu wählen. Das gilt vor allem für Zeichnungen und zarte Aquarelle. Die Farbe des Rahmens sollte auf die dominierende Stimmung im Bild abgestimmt werden: Kräftige, dunkle Bildfarben vertragen dunkle Rahmenfarben und -Hölzer; helle Farbstimmungen können am vorteilhaftesten in leicht wirkende Rahmen gefaßt werden.

Landschaftsbilder können durch kräftigere Rahmen gefaßt werden, mit einer Art Guckkasteneffekt, während man Porträts eher mit flachen Rahmen gerecht wird.

Abstrakte Bildmotive faßt man in schlichte Rahmenleisten, gegen üppig ausgestaltete Szenerien oder Stilleben hingegen behauptet sich ein reich dekorierter, farbig abgesetzter Rahmen besser.

Wer unbehandelte Rahmenleisten kauft, hat es in der Hand, das Profil zu beizen, zu lackieren oder mit einem nur leicht anfeuernden Wachsauftrag an das Bild anzupassen – oder auch als Kontrast zum Bild zu gestalten. In jedem Fall ist besonders akkurate Arbeit angebracht, weil der Bilderrahmen an der Wand als Blickfang dient und fehlerhafte Gehrungsschnitte oder Oberflächenbehandlung besonders störend auffallen.

Profilleisten in unterschiedlichen Holzarten und Dimensionen

Rahmen für zarte Aquarelle oder große Seestücke: Passende Rahmenleisten gibt es heute fast in jedem Heimwerker- und Baumarkt.

 

Exakte Gehrungsschnitte

Für beide Leistensorten, die unbehandelten wie die fertigen, steht heute in den meisten Heimwerkermärkten ein Zuschnitt-Service zur Verfügung. Man gibt die Bild Maße an und bekommt das ausgewählte Profil exakt auf Gehrung geschnitten. Diesen Service sollte selbst der Heimwerker in Anspruch nehmen, der Schneidlade und Rückensäge besitzt: So exakt wie die Gehrungssäge im Heimwerkermarkt arbeitet kaum eine Handsäge.

Tipp

Wer seine Bilderrahmenleisten im Baumarkt kauft, wird zwar oft etwas günstigere Preise zahlen als im Fachgeschäft – dafür fehlt ihm die künstlerische Fachberatung. Bild und Rahmen wollen stets gut aufeinander abgestimmt sein, damit ein Gemälde optimal zur Geltung kommt. Der billigste Weg zum Bilderrahmen muss also nicht unbedingt der beste sein.

 

Profile für besondere Aufgaben

So groß das Angebot an unterschiedlichen Leisten in den Heimwerker- und Baumärkten auch ist, die traditionellen Holzhandlungen bieten oft noch ein paar Profile mehr an: für Spezialzwecke, aber auch solche, die sich vielseitig verwenden lassen.

Profilleisten in unterschiedlichen Holzarten und Dimensionen

Rahmenprofile für Zimmertüren, Handläufe in unterschiedlichen Profilen: Solche Spezialleisten gibt es nur in der Holzhandlung.

 

Für jeden Zweck

Zu den Allroundern gehören vor allem Kehlleisten in unterschiedlichen Stärken, Halbrund-, Viertel- oder Dreikantstäbe und Winkelleisten mit gleichen oder unterschiedlich breiten Schenkeln. Sie finden an Möbeln wie an Wandflächen als Abschluss und Einfassung Verwendung und werden in unterschiedlichen Stärken angeboten. Daher lassen sich solche Profile in aller Regel sehr gut den Dimensionen des Werkstücks oder der jeweiligen Ausbausituation anpassen.

Eindeutig hinsichtlich ihres Verwendungszwecks sind dagegen Spezialleisten – etwa für Handläufe.

Diese sind für manchen Besitzer eines Altbaus ein überaus wichtiges Ausbaumaterial: Auch wenn Geländer und Handläufe im allgemeinen nur mit Händen gegriffen werden, nutzen sie ab und müssen erneuert werden. Oder es treten Risse auf, an denen man sich verletzen könnte: Dann muss ein neues Stück eingesetzt oder eine längere Strecke ausgewechselt werden. In gut sortierten Holzhandlungen gibt es gleich mehrere Profile zur Auswahl.

 

Leisten sägen

Profilleisten in unterschiedlichen Holzarten und Dimensionen

Die Säge mit ziehenden Bewegungen ansetzen, dann erst stoßen.

Profilleisten in unterschiedlichen Holzarten und Dimensionen

Beim Sägen wird das Sägeblatt immer waagerecht geführt.

Profilleisten oder auch Rechteckleisten zu sägen, ist keine schwierige Aufgabe – doch sie verlangt einwandfreies Werkzeug.

Nicht nur die Gehrungsfugen im Bilderrahmen sollen ganz dicht schließen: Auch stumpf aneinanderstoßende Leisten weisen besser saubere Schnittkanten auf. Daher setzt man eine Säge mit feinen Zähnen ein, die nicht zu große Holzfasern aus der Leiste reißt.

Vor allem aber braucht man eine Schneidlade, in der die Leiste so sicher abgelegt werden kann, dass sie beim Sägen nicht verrutscht.

 

Schneidladen

Geeignete Schneidladen gibt es in jedem Heimwerkermarkt. Sie sind unentbehrlich, wenn Gehrungsschnitte im Winkel von 45 Grad zu sägen sind. Für einen rechtwinkligen Schnitt genügt auch eine selbst gefertigte Schneidlade. An gegenüberliegende Kanten einer etwa 30 x 40 cm großen Tischlerplatte, 12 mm stark, schraubt man gehobelte Dachlattenabschnitte.

Eine der Latten dient als Anschlag für das Werkstück; die andere Latte bildet auf der Unterseite der Platte einen Anschlag an der Tischkante und verhindert das Wegrutschen der Lade beim Sägen.

 

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