Selbst gebauter Sägetisch, ausführliche Bauanleitung

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Für wenn sich die Anschaffung eines teuren Sägetisches nicht rentiert, ist ein selbst gebauter Sägetisch genau das richtige

Nicht immer rentiert sich aber die Anschaffung eines teuren Sägetisches, ein selbst gebauter Sägetisch ist da eine gute Alternative. Ein guter Kompromiss: Zur besseren Handhabung der Handkreissäge eine große Platte mit Winkel- und Parallelanschlag ausrüsten! Kreissäge Tische werden von mehreren Herstellern angeboten, oft auch universell für verschiedene Sägemodelle geeignet. Zur Auswahl stehen preiswerte kleine, aber auch große Versionen, die besser gerüstet und vielseitig anzuwenden sind, aber einiges mehr kosten.

Selbst gebauter Sägetisch, ausführliche Bauanleitung

Wem ein großer Tisch zu teuer ist, eine nur 40 x 50 cm große Platte jedoch nicht genügt, für den mag ein selbstgebauter Sägetisch die richtige Lösung seines Problems sein. Eine 18 mm starke Multiplex-Platte (50 x 75 oder 60 x 80 cm) dient als Arbeitsfläche. Zu dieser Platte besorgt man sich noch einige 47 x 23 mm starke Ramen leisten, die zur Verstärkung unter die Platte geleimt und geschraubt werden, 20 x 10 mm starke Ramen leisten für die „Schieber“ von Winkel- und Parallelanschlag sowie 12 mm starke Sperrholzstreifen, aus denen die Führungsanschläge bestehen. Dazu einige Holzschrauben, Senkkopf-Maschinenschrauben, eine Schloss schraube mit zwei Beilegscheiben und einer Flügelmutter, dazu Holzleim: Das ist alles, was Sie brauchen.

Als Untergestell dienen stabile Holzböcke oder anschraubbare Stahlrohrbeine. Wenn der Sägetisch einen festen Platz in der Heimwerkstatt bekommen soll, kann das Untergestell auch aus Winkelprofilen zusammengebaut und mit der Tischplatte fest verbunden werden.

 

Selbst gebauter Sägetisch, Aufbau und Ausrüstung

Dass ein Sägetisch aus Holz gebaut wird, mag angesichts der metallenen Sägetische aus Serienproduktionen ungewöhnlich erscheinen. Da auf dem Tisch Holz verarbeitet wird, bietet dieses Baumaterial jedoch ausreichend Festigkeit. Sägespalt und Führungsnuten für Winkel- und Parallelanschlag lassen sich zudem ohne großen Aufwand ausarbeiten.

Der Sägespalt hat seinen Platz in der Mitte der Platte. Er ist 2 cm breit und 2 bis 3 cm länger als der Durchmesser des Sägeblatts. Die Kreissäge wird mit Senkkopf-Maschinen-schrauben so unter den Tisch geschraubt, dass das Sägeblatt genau mittig im Sägespalt läuft.

 

Führungsnuten fräsen

Die Führungsnuten für Winkel- und Parallelanschlag werden entweder mit Oberfräse und Nutfräser in die Tischplatte gefräst, oder Sie arbeiten sie mit einem Wanknut-Sägeblatt aus. Fehlen Ihnen diese Werkzeuge, sägen Sie die Flanken mit der Kreissäge und heben die Nut mit dem Stechbeitel aus (sofern kein Grundhobel zur Verfügung steht).

Die Nut für den Winkelanschlag wird in 15 cm Abstand links vom Sägeblatt in die Platte gefräst. Sie muss exakt parallel zur Fluchtlinie des Sägeblattes verlaufen.

Auf der rechten Seite des Tisches fräsen Sie im rechten Winkel zum Sägeblatt zwei parallele Nuten und genau mittig dazwischen einen Schlitz in den Tisch: die Führung für den verstellbaren Parallelanschlag.

Sämtliche Nuten sind 20 mm breit und 10 mm tief. Die Anschläge stellen Sie aus 12 mm starken Sperrholzstreifen und 47 x 23 mm starken Ramen leisten her. Die Bauteile werden geleimt und geschraubt. Denken Sie daran, die Schraubenköpfe gut im Holz zu versenken! Alle Verbindungen müssen exakt rechtwinklig sein.

Am Parallelanschlag ist eine Schloss schraube mit Flügelmutter angebracht. Mit ihr stellen Sie den Anschlag fest.

Sie sollten die Führungsnuten glattschleifen und wachsen, damit die Schieber leicht gleiten. Befestigungsschrauben öfters nachziehen.

Selbst gebauter Sägetisch, ausführliche Bauanleitung

Fast wie ein serienmäßig hergestellter Sägetisch ausgerüstet, aber um einiges billiger: Der selbstgebaute Sägetisch ist voll funktionstüchtig.

Selbst gebauter Sägetisch, ausführliche Bauanleitung

In 15 cm Abstand zum Sägeblatt, genau parallel zu dessen Fluchtlinie, wird die Führungsnut für den Winkelanschlag in den Tisch gefräst.

Selbst gebauter Sägetisch, ausführliche Bauanleitung

Zwei Schieber führen den Parallelanschlag. Zwischen beiden verläuft ein Spalt, der die solide Feststellschraube aufnimmt.

Selbst gebauter Sägetisch, ausführliche Bauanleitung

Der Spalt für die Feststellschraube sollte so liegen, dass man den Parallelanschlag möglichst dicht neben dem Sägeblatt feststellen kann.

 

Fragen und Antworten

Welches Holz zum Tisch bauen?

Beim Bau eines Tisches sind verschiedene Holzarten beliebt und geeignet, je nachdem welche Eigenschaften und Optik Sie bevorzugen. Für Esstische sind beispielsweise Eiche und Walnuss ideal wegen ihrer Robustheit und ansprechenden Maserung. Wenn der Tisch besonders robust sein soll, können auch Kiefer und Birke eine gute Wahl sein. Eschenholz wird ebenso für die Fertigung von Massivholzmöbeln empfohlen, da es langlebig und widerstandsfähig ist. Nussbaumholz ist ebenfalls eine sehr beliebte Holzart, die von Tischlern geschätzt wird und Möbeln eine edle Ausstrahlung verleiht.

Was ist besser Tischkreissäge oder Handkreissäge?

Die Entscheidung zwischen einer Tischkreissäge und einer Handkreissäge hängt von Ihren spezifischen Anforderungen und der Art der Projekte ab, die Sie planen.

Eine Tischkreissäge ist ideal für präzise Schnitte, vor allem wenn Sie viele gerade, lange Schnitte oder wiederholte Schnitte mit gleichen Maßen durchführen möchten. Sie ist stabil, kraftvoll und ermöglicht eine gute Kontrolle über das Werkstück, was sie für Werkstätten und umfangreiche Projekte geeignet macht.

Die Handkreissäge hingegen ist flexibler und besser für den Einsatz an verschiedenen Orten oder auf Baustellen geeignet, wo Mobilität wichtig ist. Sie ist leichter und kann zum Werkstück gebracht werden, anstatt das Werkstück zur Säge zu bringen, was bei großen oder schweren Materialien von Vorteil sein kann.

Letztendlich ist eine Tischkreissäge besser für präzise stationäre Arbeiten geeignet, während eine Handkreissäge Vorteile in der Mobilität und Flexibilität bietet.

Was kostet eine gute Kreissäge?

Die Kosten einer guten Kreissäge können je nach Qualität, Marke, Leistung und Funktionen variieren.

  • Für Einsteiger und Gelegenheitsbastler können Sie mit Preisen bis zu 300 Euro rechnen.
  • Fortgeschrittene Anwender mit höheren Ansprüchen sollten mit Preisen von 300 bis 500 Euro planen.
  • Für Profis und maximale Präzision können die Preise bei ca. 400 Euro beginnen und je nach Ausstattung und Qualität der Säge deutlich höher liegen.

Es ist wichtig, die Preise und Modelle zu vergleichen, um die beste Kreissäge für Ihre spezifischen Bedürfnisse und Ihr Budget zu finden.

Wie tief kann man mit einer Handkreissäge schneiden?

Die Schnitttiefe einer Handkreissäge hängt vom jeweiligen Modell ab. Viele gängige Handkreissägen haben eine maximale Schnitttiefe von etwa 55 bis 70 mm bei einem 90-Grad-Schnitt. Es gibt jedoch auch Modelle mit größeren Schnitttiefen, wie zum Beispiel einige Makita Handkreissägen, die eine Schnitttiefe von bis zu 85 mm erreichen können. Beim Schneiden in einem Winkel von 45 Grad ist die maximale Schnitttiefe geringer aufgrund der Geometrie des Sägeblattes im Verhältnis zum Material.

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